Home > Krankheiten & Symptome > Kopfschmerzen > Kopfschmerz-Formen & Symptome

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) in London unterscheidet über 200 Arten von Kopfschmerzen. Jede von ihnen äußert sich nicht nur ein wenig anders und wird von sehr unterschiedlichen Faktoren ausgelöst, sondern ihr Verlauf hängt auch entscheidend davon ab, welcher Mensch welches Kopfweh zu welchem Zeitpunkt bekommt und wie diese Person dann das fiese Pochen, Bohren oder Hämmern zwischen ihren Ohren erlebt und bewertet. Falls du mit einer Ärztin oder einem Arzt schnell und bequem von Zuhause oder unterwegs deine Symptome besprechen möchtest, nutze unsere Video­sprechstunde.

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Aktuelles

Die elektronische Krankschreibung. Was ist neu?

Was für Kopf­schmerzen habe ich?

Wenn der Kopf schmerzt, dann handelt es sich eher selten um eine handfeste Migräne, sondern um meist harmlose Spannungskopfschmerzen. Bestimmte Warnzeichen und Symptome sollten dich jedoch aufhorchen lassen. Denn sie sind wichtige Merkmale, um die verschiedenen Kopfschmerzformen zu unterscheiden.

Je genauer du dich mit „deinen“ Kopf­schmerzen auskennst, desto gezielter kannst du deine Ärztin oder deinen Arzt um Rat fragen und umso besser kannst du dir auch selbst helfen. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

Die gute Nachricht: Im Alltag können Kopf­schmerzen zwar enorm störend und belastend sein, aber eine ernsthafte oder gar lebensbedrohliche Erkrankung, etwa eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder ein Gehirntumor, steckt sehr, sehr selten dahinter.

Würdest du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten:

  • Treten deine Kopf­schmerzen häufiger als an 15 Tagen im Monat auf?
  • Werden deine Kopf­schmerzen durch Medikamente nicht gelindert?
  • Treten deine Kopf­schmerzen nicht seltener, oder sogar häufiger auf, wenn du Medikamente einnimmst?
  • Belasten deine Kopf­schmerzen deinen Alltag (Familie, Beruf, Freunde, Hobbys) und bremsen dich aus?
  • Beeinträchtigen deine Kopf­schmerzen deine Stimmung (Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit)?
  • Hindern deine Kopf­schmerzen dich daran, bestimmte Dinge zu tun, die du vorher gerne gemacht hast, oder führen sie dazu, dass du dich bestimmten Situationen nicht mehr gewachsen fühlst?
  • Machen deine Kopf­schmerzen dir große Angst und/oder Sorgen?

Falls du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten solltest, ist ein Arztbesuch sinnvoll.

Wann solltest du mit Kopf­schmerzen zu einer Ärztin oder einem Arzt?

Wie gesagt, Kopf­schmerzen stellen in den meisten Fällen kein ernstes medizinisches Problem dar. Aber das bedeutet nicht, dass du sie hinnehmen oder aushalten musst.

Zudem können bestimmte Symptome darauf hindeuten, dass hinter deinen Kopf­schmerzen etwas anderes steckt (etwa Kopfverletzungen oder Infektionen) und du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen solltest.

Treten zum Beispiel folgende Symptome mit deinen Kopf­schmerzen auf?

  • Übelkeit und/oder Erbrechen
  • Sehstörungen (z.B. Flimmern, verschwommene Sicht)
  • Tinnitus
  • Herzstolpern
  • Verwirrtheit
  • Bluthochdruck oder Blutdruckabfall
  • Bewusstlosigkeit
  • Fieber
  • Schüttelfrost / Zittern
  • Schwindel
  • Neurologische Ausfallsymptome (z.B. Taubheitsgefühle oder Kribbeln)

In diesem Fall solltest du auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Zudem gibt es einige Alarmsignale, bei denen auch die Hausärztin oder der Hausarzt nicht mehr ausreicht, sondern Du mit deinen Kopf­schmerzen direkt in ein Krankenhaus solltest. Wann der Notruf unter 112 die richtige Entscheidung ist, erfährst du hier.

Möchtest du per Video mit einer Ärztin oder einem Arzt zu Kopf­schmerzen sprechen?

Du möchtest mit einer Ärztin oder einem Arzt zu deinen Symptomen oder Fragen rund um deine Kopf­schmerzen sprechen? Kein Problem! Nutze einfach digital doctor im Webbrowser oder die Curalie App, um schnell und einfach eine Video­sprechstunde zu vereinbaren und bequem von unterwegs oder zu Hause eine Ärztin oder einen Arzt zu konsultieren.

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Kopf­schmerzen

Diagnose

Vor allem dann, wenn Kopf­schmerzen lange anhalten oder bestimmte Begleitsymptome auftreten, ist eine Untersuchung bei einer Ärztin oder einem Arzt angebracht. Aber was genau macht der?

Symptome bei Kopf­schmerzen lokalisieren und verstehen

Wie stark Kopf­schmerzen werden (Intensität) und wo genau die Symptome am oder im Schädel auftreten (Lokalisation), lässt erste Rückschlüsse auf mögliche Ursachen, Auslöser und die Kopfschmerzart zu. Eine gesicherte Diagnose liefert natürlich deine Ärztin oder dein Arzt, doch die folgenden Informationen können dich bei einer ersten Einordnung unterstützen.

Zudem solltest du bei wiederkehrenden Kopf­schmerzen unbedingt für ein paar Wochen ein Kopfschmerztagebuch führen. Darin notierst du, wie stark die Kopf­schmerzen sind, wo sie auftreten, ob sie stechend oder pulsierend sind, ob du Medikamente eingenommen hast und wie lange sie angehalten haben. Außerdem kannst Du weitere Dinge notieren, etwa ob die Schmerzen sich bei körperliche Aktivität verringern oder intensivieren. So ein Kopfschmerztagebuch unterstützt den Arzt oder die Ärztin enorm dabei, die Ursache zu finden.

Plötzlich starke Kopf­schmerzen

Plötzliche starke Kopf­schmerzen sprechen eher nicht für Spannungskopfschmerzen, sondern sind typisch bei Migräne oder Cluster-Kopf­schmerzen.

Tägliche Kopf­schmerzen

Wenn du jeden Tag Kopf­schmerzen hast, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass es bei dir zu einer Chronifizierung gekommen ist. Solange du seltener als an 15 Tagen im Monat Migräne oder Spannungskopfschmerzen hast, sprechen Fachleute von einer „episodischen Form“. Treten Kopf­schmerzen jedoch häufiger als an 180 Tagen im Jahr auf, hat sich daraus eine „chronische Form“ entwickelt und das Risiko steigt, dass sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausbildet. Tägliche Kopf­schmerzen können aber auch von anderen Erkrankungen verursacht werden. Deshalb solltest du damit auf jeden Fall zu deiner Ärztin oder deinem Arzt gehen.

Kopf­schmerzen am Hinterkopf

Kopf­schmerzen am Hinterkopf entstehen in den meisten Fällen durch verspannte Muskeln im Nacken-Schulter-Bereich oder einseitige Belastungen, z.B. (zu) lange Billschirmarbeit am Laptop, Tablet oder Smartphone. Auch eine zu harte oder zu weiche Matratze kann Kopf­schmerzen am Hinterkopf verursachen. Treten sie vor allem morgens, nach dem Aufstehen auf, könnte dein Blutdruck zu hoch sein. Darüber solltest du unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sprechen. Das gilt erst recht, wenn dir zusätzlich übel und/oder schwindelig wird oder bei dir (oder einer anderen Person) Bewusstseinsstörungen auftreten. Das können Anzeichen eines Schlaganfalls oder einer Hirnblutung sein.

Kopf­schmerzen an Schläfe und Stirn

Kopf­schmerzen an Schläfe und Stirn entstehen häufig in Stress- und Überlastungssituationen. Auch lange Bildschirmarbeit kann oft zu Kopf­schmerzen in diesem Bereich führen. Treffen diese beiden Möglichkeiten auf dich eher nicht zu, solltest du bei deiner Augenärztin oder deinem Augenarzt überprüfen lassen, ob sich bei dir eine Fehlsichtigkeit oder Sehstörung entwickelt hat. Hältst du auch das eher für unwahrscheinlich, lass von deiner Zahnärztin oder deinem Zahnarzt prüfen, ob du eventuell nachts mit den Zähnen knirscht oder sie aufeinander presst.

Stechende Kopf­schmerzen

Stechende Kopf­schmerzen wurden früher auch „Eispickelkopfschmerzen“ genannt, weil sie plötzlich und nur an einer bestimmten Stelle des Kopfes auftreten. Sie gehören zu den primären Kopf­schmerzen, haben aber meist keine eindeutige Ursache. Mit einem rezeptfreien Schmerzmittel kannst du sie aber gut behandeln.

Einseitige Kopf­schmerzen

Einseitige Kopf­schmerzen treten häufig bei Migräne-Anfällen auf. Wenn es zusätzlich zu Begleitsymptomen wie Übelkeit oder Lärmempfindlichkeit kommt, liegt dieser Verdacht umso näher. Äußern sich die Schmerzen jedoch eher mild, treten aber häufig und immer an derselben Stelle des Kopfes auf, sollte er einmal mit einem bildgebenden Verfahren (MRT oder CT) untersucht werden, um zurückliegende Kopfverletzungen oder Probleme mit dem Kiefer oder der Halswirbelsäule auszuschließen. Auch Cluster-Kopf­schmerzen treten immer einseitig auf, bringen jedoch weitere markante Symptome mit sich, welche die Erkrankung zwar leicht diagnostizierbar, aber nicht leicht behandelbar machen.

Beidseitge Kopf­schmerzen deuten eher auf harmlose Kopf­schmerzen hin, in der Regel Spannungskopfschmerzen.

Pulsierende Kopf­schmerzen

Pulsierende Kopf­schmerzen  sind ebenfalls typisch für Migräne. Sie treten meist einseitig auf, können im Verlauf der Attacke aber die Seite wechseln. Wenn du mehr über Migräne erfahren willst, springe mit einem Klick einfach in den entsprechenden Absatz dieses Textes.

Kopf­schmerzen

Medi­kamente

Zur Behandlung von Kopf­schmerzen gibt es viele Medikamente, z.B. Triptane, NSAR und Diptane. Viele davon werden primär bei Migräne eingesetzt. Doch auch für normale Spannungskopfschmerzen gibt es Wirkstoffe.

Kopf­schmerzen

Hausmittel

Es muss nicht immer gleich eine Tablette sein. Vor allem da übermäßiger Schmerzmittelgebrauch Kopf­schmerzen verschlimmern und sogar chronifizieren kann. Aber welche Hausmittel helfen wirklich schnell bei akutem Kopfweh?

Primäre Kopf­schmerzen – die häufigsten Arten

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet mittlerweile mehr als 200 Kopfschmerzarten. Sucht deine Ärztin oder dein Arzt da nicht die berühmte Nadel im Heuhaufen? Nein. Natürlich kann es theoretisch sein, dass bei dir ganz am Ende eine Kopfweh-Form festgestellt wird, die eher selten vorkommt.

Deutlich wahrscheinlicher ist es aber, dass auch du unter einer der folgenden primären Kopfschmerzarten leidest. Primäre Kopf­schmerzen machen etwa 90% aller Kopfschmerzleiden aus, nur 10% sind demnach sekundäre Kopf­schmerzen, die auf andere Erkrankungen zurückzuführen sind.  

1. Spannungskopfschmerzen – Schmerzen & Symptome

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Bei dieser Form breitet sich im gesamten Kopf ein dumpf-drückender Schmerz aus, der sich häufig anfühlt wie ein zu eng um den Schädel gewickeltes Band. Die Kopf­schmerzen treten also beidseitig auf. Meist beginnt er im Nacken. Der Spannungskopfschmerz bleibt aber meist so mild, dass er deinen Alltag nur wenig beeinträchtigt. Nicht der Schmerz selbst nervt dich, sondern, dass er so häufig auftritt. Manchmal ist der „Spuk“ bereits nach 30 Minuten wieder vorbei. Spannungskopfschmerzen können aber auch mehrere Tage anhalten. Erlebst du sie insgesamt seltener als an 15 Tagen im Monat sprechen Fachleute von „episodischen“ Spannungskopfschmerzen. Treten sie öfter als an 180 Tagen im Jahr auf, sind es „chronische“ Spannungskopfschmerzen.

Schmerzen & Symptome bei Spannungskopfschmerzen:

  • dumpfer und drückender Schmerz
  • Schmerzen treten beidseitig an Schläfe und Stirn auf
  • zusätzliche Schmerzen und Verspannungen im Bereich des Nackens und der Schultern

Knapp 80 von 100 Menschen in Europa entwickeln mindestens einmal im Leben episodische Spannungskopfschmerzen. Die meisten gehen damit aber nicht zu einer Ärztin oder einem Arzt, sondern sie helfen sich selbst mit Hausmitteln und/oder rezeptfreien Medikamenten. Diese Vorgehensweise kann jedoch bei chronischen Spannungskopfschmerzen eine Gefahr bergen: Sollte doch eine andere Erkrankung dafür verantwortlich sein, kann diese unbemerkt bleiben. Menschen mit chronischen Spannungskopfschmerzen sollten deshalb, rät die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, von Zeit zu Zeit ein MRT durchführen lassen, um andere Ursachen für den Spannungskopfschmerz auszuschließen.

Mögliche Ursachen für Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen entstehen, wenn deine Muskeln im Bereich des Nackens und der Schultern verspannt sind, z.B. durch Fehlhaltungen oder einseitige Belastungen.

Mögliche Ursachen bzw. verstärkende Risikofaktoren sind also:

  • langes Sitzen am Computer
  • Stress
  • innere Unruhe
  • Schlafmangel

Sie können diese muskulären Verspannungen noch verstärken, auch wenn diese ihre Ursache vielleicht in einer Fehlhaltung wie einem Rundrücken oder einer verkürzten Muskulatur haben. Normalerweise verarbeitet das Gehirn diesen Zustand unbewusst. Bei Menschen mit Spannungskopfschmerzen scheinen sich jedoch im Laufe der Zeit bestimmte Schmerzzentren im Gehirn zu verändern. Sie werden sensibler.

Die Folge: Die Muskelverspannungen werden nicht mehr im Hintergrund verarbeitet, sondern bewusst als (Kopf-)Schmerzreize wahrgenommen. Es kann sich auch ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausbilden.

Wie du Spannungskopfschmerzen behandeln kannst

Bei leichten Spannungskopfschmerzen kann oft schon ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine Entspannungsübung die Beschwerden lindern.1,2

In Drogerien und Apotheken bekommst du außerdem Pfefferminzöl, das du auf die Stirn und die Schläfen tupfen kannst und bei Spannungskopfschmerzen gut wirkt. Du kannst auch ein Kühlkissen oder Kühlpad ausprobieren.

Rezeptfreie Medikamente gegen Spannungskopfschmerzen

Lassen die Schmerzen nicht nach oder werden sie sehr stark, kannst du ein rezeptfreies Schmerzmittel einnehmen, z.B. Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Paracetamol oder Metamizol. Nimm diese Präparate aber nie länger als an drei Tagen in Folge und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat ein. Nutze zusätzlich alle Möglichkeiten, aktiv vorzubeugen.

Spannungskopfschmerzen effektiv vorbeugen

Gestalte deinen Alltag möglichst regelmäßig. Vor allem deine Nachtruhe sollte idealerweise immer zur gleichen Zeit beginnen und enden. Eigne dir ein Entspannungsverfahren an, z. B. autogenes Training, und treibe 2- bis 3-mal pro Woche Ausdauersport (z.B. Joggen, Walken, Schwimmen). Ein warmes Kirschkernkissen oder eine Massage kann Muskelverspannungen lösen. Beinträchtigen dich deine Spannungskopfschmerzen sehr stark oder sind sie bereits chronisch, wird dir deine Ärztin oder dein Arzt eine medikamentöse Prophylaxe mit einem niedrig dosierten Antidepressivum vorschlagen. Es kann allerdings 6–8 Wochen dauern, bis sein Schutzeffekt eintritt. Habe also ein wenig Geduld.

2. Migräne – Schmerz & Symptome

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Du wachst oft schon früh morgens mit starken, pochenden, stechenden und/oder pulsierenden Kopf­schmerzen auf. Sie beginnen (fast) immer auf einer Seite und breiten sich auf Stirn, Schläfe und Augenbereich aus. Im weiteren Verlauf kann auch die andere Kopfseite betroffen sein. Die Migräne tritt nicht immer auf der gleichen Seite auf, vielmehr kann sie von Attacke zu Attacke wechseln. Unbehandelt kann eine Migräne vier bis 72 Stunden dauern.

Begleitet wird die Migräne meist von weiteren Symptomen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Licht-, Lärm- und/oder Geruchsempfindlichkeit

Meist wird sie so unangenehm, dass du deine Arbeit und Alltagstätigkeiten unterbrechen musst. Körperliche Anstrengung verstärkt den Schmerz. Wenn möglich, legst du dich hin.

Viele, die Migräne haben, berichten außerdem von der sogenannten Aura. Typisch sind z.B. eine ausgeprägte Hochstimmung, Gereiztheit, Heißhunger, Verstopfung oder starker Durst. Für einige Fachleute gehören solche Beschwerden bereits zu einer Migräne-Attacke. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind hierzulande 20 von 100 Frauen und acht von 100 Männern von Migräne betroffen. Ebbt der Migräne-Schmerz ab, werden viele Betroffene sehr müde und müssen schlafen.

Migräne mit Aura

Zehn bis 15 von 100 Betroffenen erleben vor einer Migräne-Attacke eine sogenannte Aura.3 Damit sind vor allem Sehstörungen gemeint, z.B. Lichtblitze, Zickzack-Linien, blinde Flecken oder Doppelbilder. Sie halten fünf bis 60 Minuten an. Besonders markant ist das sogenannte Flimmerskotom. Es beschreibt einen flimmernden Punkt in deinem Sichtfeld, der sich langsam immer weiter ausbreitet. Ziemlich unangenehm, aber sei unbesorgt: Eine Aura hinterlässt niemals bleibende Schäden. Tritt eine Aura jedoch bei Menschen auf, die bisher nicht unter einer bekannten Migräne leiden, kann eine andere Erkrankung dahinterstecken und es sollte auf jeden Fall eine ärztliche Untersuchung vorgenommen werden.

Mögliche Ursachen einer Migräne

Viele Menschen mit Migräne nehmen ihre Umwelt intensiver wahr und können weniger wichtige Eindrücke schlechter ausblenden. Dadurch erleben sie eher eine Reizüberflutung. Vor allem ein bestimmter Bereich im Hirnstamm, das sogenannte „Migräne-Zentrum“, reagiert überempfindlich auf Reize und wird zu Beginn einer Migräne-Attacke verstärkt durchblutet. Diese Überaktivität führt dazu, dass dein Gesichtsnerv (Trigeminusnerv) Schmerzsignale ans Gehirn sendet und verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet werden. Diese sorgen wiederum dafür, dass sich die Blutgefäße im Kopf dehnen und bestimmte Eiweißstoffe freigesetzt werden, die im Hirngewebe eine Art Entzündung hervorrufen. Diese Entzündung steigert deine Schmerzempfindlichkeit derart, dass du am Ende jeden Pulsschlag als pulsierenden Schmerz empfindest.

Migräne

Auslöser & Ursachen

Nicht bei allen Migräneformen ist restlos geklärt, wie und warum sie entstehen. Viele Auslöser sind jedoch bekannt und lassen sich gezielt umgehen.

Medikamente gegen Migräne

Richtig dosiert und rechtzeitig eingenommen, können rezeptfreie Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Paracetamol oder Metamizol auch gegen Migräne helfen. Probiere in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt verschiedene Wirkstoffe aus. Falls das nicht hilft, kannst du auf ein rezeptfreies oder ein rezeptpflichtiges Triptan umsteigen. Auch dann kannst du, immer unter ärztlicher Begleitung, verschiedene Präparate testen. Gegen die Übelkeit kannst du dir z.B. ein Medikament mit dem Wirkstoff Metoclopramid verordnen lassen.

Migräne

Medikamente

Herkömmliche Schmerzmittel (Analgetika) und Triptane können bei Migräne sehr gut helfen. Für alle Präparate gilt jedoch die sogenannte 10-plus-3-Regel. Was sie genau bedeutet, erklären wir dir in diesem Abschnitt.

Tipps zur Vorbeugung einer Migräne

Versuche, so regelmäßig wie möglich zu schlafen, zu essen und zu trinken. An Tagen, wo du keine Migräne hast, solltest du (Ausdauer-)Sport treiben. Ideal sind dreimal pro Woche 30 Minuten. Eigne dir auch ein Entspannungsverfahren an. Zusätzlich kannst du mit Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugen, z.B. mit Magnesium, Vitamin B2 oder dem Coenzym Q10. Frag deine Ärztin oder deinen Arzt danach. Auch eine medikamentöse Prophylaxe ist möglich. Studien zeigen, dass Betablocker, Antidepressiva oder Antiepileptika vor Migräne-Attacken schützen können. Noch relativ neu sind Antikörper und Medikamente, die einen bestimmten Botenstoff, das sogenannte CGRP, zeitweise blockieren.4

Unterschiede zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen

MigräneSpannungskopfschmerzen
Körperliche Aktivität ist nicht mehr möglich und verschlimmert die BeschwerdenKörperliche Aktivität ist noch möglich und kann die Beschwerden oft etwas lindern
Treten einseitig aufTreten beidseitig auf
Schmerzen stark ausgeprägt und schränken Alltag stark einLeichte bis milde Schmerzintensität, die den Alltag nicht stark einschränkt
Pulsierende SchmerzenDrückende Schmerzen
Begleitbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder SehstörungenLeichte Begleitbeschwerden wie Geräusch- oder Lichtempfindlichkeit möglich, aber keine Übelkeit oder Erbrechen

3. Cluster-Kopf­schmerzen – Schmerzen & Symptome

Innerhalb weniger Minuten baut sich an oder hinter deinem rechten oder linken Auge ein heftiger, reißender, bohrender, brennender Schmerz auf.

Der Cluster-Kopfschmerz tritt immer nur einseitig auf und wird oft von weiteren Symptomen begleitet:

  • Schwitzen
  • Naselaufen
  • das betroffene Auge tränt und/oder wird rot
  • das betroffene Augenlid schwillt an
  • rote Flecken im Gesicht
  • ein Ohr und/oder die Nase fühlt sich verstopft an
  • starker Bewe­gungsdrang
  • innere Unruhe

Eine Cluster-Kopfschmerz-Attacke kann 15 bis 180 Minuten dauern. Täglich können es bis zu acht Anfälle sein. Du erlebst sie vor allem nachts, etwa 1–2 Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden. Du hast aber auch schon mal längere Zeit gar keine Anfälle gehabt. Im Frühling und im Herbst kehren sie besonders häufig zurück.

Ursachen werden noch erforscht

Männer haben etwa dreimal öfter Cluster-Kopf­schmerzen als Frauen.5 Dies könnte dafür sprechen, dass z.B. das Sexualhormon Testosteron eine Rolle spielt. Abschließend geklärt ist das aber noch nicht. Auch die Frage, warum vor allem Raucherinnen und Raucher betroffen sind, kann die Forschung bislang noch nicht beantworten. Dass Cluster-Kopf­schmerzen auffallend episodenhaft und häufig zu ganz bestimmten (Uhr-) Zeiten auftreten, spricht allerdings dafür, dass der „Schrittmacher“ des Gehirns, der Hypothalamus, eine Rolle spielt. Einige Studien konnten darüber hinaus nachweisen, dass der sogenannte Vagusnerv, der Ruhe- und Entspannungsnerv deines Körpers, an der Entstehung des Cluster-Kopfschmerzes beteiligt sein könnte.6

Cluster-Kopf­schmerzen sind schwer zu behandeln

Da sich Cluster-Kopf­schmerzen extrem schnell aufbauen, können Wirkstoffe, die du mit Wasser einnimmst, nichts gegen sie ausrichten. Solche Medikamente müssen im Körper erst verstoffwechselt werden. Das dauert zu lange. Daher solltest du dich mit Cluster-Kopf­schmerzen immer an eine Kopfschmerz-Ambulanz oder ein Kopfschmerz-Zentrum wenden, denn: Am besten lindert 100-prozentiger Sauerstoff deine Schmerzen.

Acht bis 15 Liter pro Minute atmest du 10–20 Minuten lang durch eine Hochkonzentrationsmaske ein. Auch einige Triptane, gespritzt oder als Nasenspray, können helfen.

In Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt kannst du deinen Vagusnerv am Hals mit einem kleinen Gerät elektrisch stimulieren. Für einige Betroffene kommt auch eine Mini-OP infrage, bei der ein winziger „Schrittmacher“ eingesetzt wird, der bestimmte Gehirnzellen hinter der Nase gezielt aktiviert. Frag deine Ärztin oder deinen Arzt nach diesen Möglichkeiten.

Kann man Cluster-Kopf­schmerzen vorbeugen?

Zu dieser Frage liegen beim Cluster-Kopfschmerz bislang nur sehr wenige Antworten vor. Gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt kannst du versuchen, deine Schmerzphasen früher zu unterbrechen. Zwei Wirkstoffe können dabei helfen: Kortison und Verapamil, ein Herzmedikament.

4. Trigeminus-Neuralgie – Schmerzen & Symptome

Häufig mehrmals am Tag schießen nur für wenige Sekunden heftige Schmerzen in eine deiner Gesichtshälften ein. Die Schmerzen wechseln nie die Seite und breiten sich auch nicht aus.

Ursachen der Trigeminus-Neuralgie

Öfter bei Frauen als bei Männern über 60 berührt ein Blutgefäß den sogenannten Trigeminusnerv (Gesichtsnerv).7,8 Das Pulsieren des Blutes schädigt auf Dauer seine Schutzhülle und kann am Ende dazu führen, dass nur kalte Luft oder ein Streicheln heftige Schmerzattacken auslösen.

Ganz wichtig: Bist du jünger als 60, hast aber ähnliche Beschwerden, solltest du die Ursache unbedingt in einem darauf spezialisierten Zentrum abklären lassen.

Was kann man gegen eine Trigeminus-Neuralgie tun?

Da du diese heftigen Kopf­schmerzen nur wenige Sekunden spürst, helfen rezeptfreie oder rezeptpflichtige Schmerzmittel nicht. Es ist aber möglich, die Kontaktstelle zwischen Blutgefäß und Trigeminusnerv bei einer kleinen Operation, einer sogenannten mikrovaskulären Dekompression, zu beseitigen. 80 von 100 Betroffenen haben danach keine Beschwerden mehr. Sie können aber zurückkehren. Dann kann der Eingriff wiederholt werden. Schweizer Forscher konnten in einer kleinen Beobachtungsstudie außerdem kürzlich auch zeigen, dass der Wirkstoff Brivaracetam, ein Antiepileptikum, bei einer Trigeminusneuralgie ebenfalls helfen kann.9

Kann man vorbeugen?

Zwei verschreibungspflichtige Wirkstoffe, Carbamazepin und Gabapentin, können nachweislich die Empfindlichkeit des Trigeminusnervs senken.10 In Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt wird die Medikamentendosis dafür schrittweise so lange erhöht, bis deine Schmerzattacken nachlassen. Bei 90 von 100 Patienten gelingt das. Nach einigen Wochen kann das Medikament dann langsam wieder abgesetzt werden. Es treten allerdings häufig Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auf.

5. Kopf­schmerzen in der Schwangerschaft

Gerade in den ersten drei Monaten kannst du durch die hormonelle Umstellung vermehrt Kopf­schmerzen bekommen. Außerdem machen sich viele werdende Mütter in dieser Zeit Sorgen und haben Zukunftsängste. Solche Stressmomente erhöhen ebenfalls das Kopfschmerz-Risiko. Hattest du schon vor deiner Schwangerschaft Spannungskopfschmerzen oder Migräne, können die Attacken ebenfalls erst mal zunehmen. Aber: Im zweiten und dritten Trimester erleben dann auch viele Frauen, dass ihre Kopf­schmerzen fast oder vollständig verschwinden. Das liegt vor allem am weiblichen Geschlechtshormon Östrogen. Leider hält seine Schutzwirkung nach der Schwangerschaft häufig nicht mehr lange an.

Gründe für Kopf­schmerzen in der Schwangerschaft

In seltenen Fällen treten Kopf­schmerzen in der Schwangerschaft nicht vermehrt wegen der Hormonumstellung auf, sondern zeigen sich plötzlich und ungewöhnlich stark. Häufig werden sie von Schwindel, Übelkeit und/oder Wassereinlagerungen (Ödemen) begleitet. Derartige Kopf­schmerzen können entweder von einem zu hohen Blutdruck verursacht werden (Präeklampsie) oder sie entstehen, weil das Blut aus deinem Gehirn nicht mehr richtig abfließen kann, weil durch die hormonelle Umstellung eine Engstelle in einem Blutgefäß entstanden ist (Sinusvenenthrombose). Dann solltest du umgehend deine Ärztin oder deinen Arzt aufsuchen oder dich in ein Krankenhaus begeben.

Was tun bei Kopf­schmerzen in der Schwangerschaft?

Zeigt sich, dass deine Kopf­schmerzen durch einen zu hohen Blutdruck verursacht werden, bekommst du (im Krankenhaus) blutdrucksenkende Mittel und wirst überwacht. Das gilt auch bei einer Sinusvenenthrombose. Dann bekommst du das Medikament Heparin. Aber: Das sind Ausnahmefälle. Deine Spannungskopfschmerzen kannst du in der Schwangerschaft am besten mit dem Schmerzmittel Paracetamol behandeln. (Haus-)Mittel, die dir auch schon vor der Schwangerschaft geholfen haben, z.B. Pfefferminzöl, Bewe­gung, Entspannung, Kälte oder Wärme, darfst du ebenfalls weiter nutzen. Die Wirkstoffe Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (ASS) solltest du spätestens ab der 28. Schwangerschaftswoche nicht mehr einnehmen. Sprich aber vorher immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber. 

Kopf­schmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen

Versuche, deine Schwangerschaft bewusst zu erleben und zu genießen. Sprich mit deinem Partner, deinen Freundinnen oder deiner Ärztin bzw. deinem Arzt, wenn du dir Sorgen machst oder Fragen hast. Achte auf eine ausgewogene Ernäh­rung und gönne dir mehr Pausen, in denen du zur Ruhe kommen und entspannen kannst. Damit eventuelle Komplikationen so früh wie möglich entdeckt werden, z.B. Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes, solltest du unbedingt alle Untersuchungs- und Vorsorgetermine bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt wahrnehmen.

Weitere primäre Kopf­schmerzen

SUNCT-Syndrom

Diese Kopf­schmerzen ähneln der Trigeminusneuraligie, weisen aber auch Beschwerden des Cluster-Kopfschmerzes auf. Die Erkrankung ist relativ selten. Etwa bei einem von 15.000 Menschen kann sie auftreten. Typischerweise geschieht das im oder nach dem 50. Lebensjahr, bei Männern häufiger als bei Frauen. Sie entwickeln starke, einseitige, pochende, schneidende oder stechende (Gesichts-)Schmerzen, die 1–5 Minuten anhalten. Täglich kann es jedoch zu 50–100 Attacken kommen, bei denen außerdem die Nasenschleimhäute anschwellen, die Augen tränen und es häufig zu einer Bindehautrötung kommt. Behandelt werden kann das SUNCT-Syndrom mit den Wirkstoffen Carbamazepin, Lamotrigin oder Gabapentin. Auch eine Operation (mikrovaskuläre Dekompression) kann helfen.

Paroxysmale Hemikranie

Auch diese primäre Kopfschmerzart ähnelt dem Cluster-Kopfschmerz. Festgestellt wird sie etwa bei einem von 50.000 Menschen. Auf einer Schmerz-Skala von eins bis zehn, ordnen über die Hälfte der Betroffenen ihre Beschwerden am obersten Ende ein. Die Schmerzen sitzen vor allem an den Schläfen, der Stirn und/oder den Augenhöhlen. Zusätzlich fangen die Augen an, zu tränen, sie werden rot, die Nase läuft oder fühlt sich verstopft an und/oder es entstehen rote Flecken im Gesicht. Einige Betroffene sind während einer Attacke, ähnlich, wie bei einer Migräne, sehr lärm- und/oder lichtempfindlich. Pro Tag können bis zu 20 Attacken auftreten, die zwei bis 30 Minuten anhalten können. Ausgelöst werden sie am häufigsten durch Stress, körperliche Belastung, Alkohol oder bestimmte Lebensmittel (u.a. Käse, Schokolade, Kaffee). Am besten behandelt werden kann eine Paroxysmale Hemikranie mit dem Wirkstoff Indometacin. Alternativ kommen aber auch Schmerzmittel wie Diclofenac oder Naproxen infrage.

Hustenkopfschmerzen

Ihr Name verrät es bereits: sie können entstehen, wenn es im Kopf durch Husten und/oder Niesen zu einer Druckerhöhung kommt. Treten sie vor dem 40. Lebensjahr auf, sollten sie unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Hustenkopfschmerzen treten plötzlich und beidseitig auf, aber nicht nach körperlicher Anstrengung. Meist halten sie nur einige Minuten an. Am zuverlässigsten verschwinden sie bei einer Therapie mit dem Wirkstoff Indometacin. Gegen den Husten können Schleimlöser oder Hustenstiller helfen. Bestimmte Medikamente, z.B. ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck, können Husten verursachen. Eventuell müssen sie bei Hustenkopfschmerzen abgesetzt und durch ein anderes Präparat ersetzt werden.

Anstrengungskopfschmerzen

Anstrengungskopfschmerzen erleben bis zu zwölf von 100 Menschen, am häufigsten bei und/oder nach Sportarten wie Laufen (Joggen), Schwimmen oder Gewichtheben. Häufig entwickeln die Betroffenen auch Kopf­schmerzen beim Sex (siehe unten) oder Migräne-Attacken. Anstrengungskopfschmerzen treten beidseitig auf und fühlen sich pulsierend an. Eine Attacke dauert typischerweise etwa fünf Minuten. Die Schmerzen können aber auch bis zu zwei Tage anhalten. Um Anstrengungskopfschmerzen zu vermeiden, solltest du dich vor dem Sport immer aufwärmen (Warm-Up) und das Training mit ein paar entspannenden (Dehn-)Übungen ausklingen lassen (Cool-Down). Ferner kann auch hier der Wirkstoff Indometacin helfen.

Kopfschmerzen beim Sex

Kopf­schmerzen beim Sex entwickeln überwiegend Männer vor dem und/oder beim Orgasmus. Fachleute gehen davon aus, dass mindestens einer von 100 Menschen Kopf­schmerzen beim Sex entwickelt, weisen aber auch auf eine hohe Dunkelziffer hin, weil das Thema sehr schambehaftet sei. In den meisten Fällen verschwinden Kopf­schmerzen beim Sex von selbst (Spontanremission). Geschieht das nicht, kommt der Wirkstoff Indometacin infrage. In diesem Fall sollte aber auch untersucht werden, ob es eventuell zu einer Subarachnoidalblutung, kurz SAB, gekommen ist.

Schlafgebundene Kopfschmerzen

Schlafgebundene Kopf­schmerzen treten ausschließlich nachts und mindestens 10-mal im Monat auf. Anderenfalls trifft die Diagnose nicht zu. Ferner treten schlafgebundene Kopf­schmerzen üblicherweise nach dem 50. Lebensjahr und häufiger bei Frauen auf. Die Betroffenen wachen in der Nacht mit leichten bis mittelschweren Schmerzen auf, die den ganzen Kopf betreffen und 15 bis 240 Minuten anhalten können. Fachleute vermuten, dass die Attacken durch eine Störung der „inneren Uhr“ im Gehirn verursacht werden. Vielen Betroffenen hilft es, wenn sie vor dem Schlafengehen eine Tasse starken, koffeinhaltigen Kaffee trinken. Medikamente mit Lithium können ebenfalls vorbeugend wirken.

Sekundäre Kopf­schmerzen als Krankheitssymptom

Nur in etwa zehn von 100 Fällen treten Kopf­schmerzen als Symptom einer anderen Krankheit auf.11 In diesen Fällen spricht man von sekundären Kopf­schmerzen. Nachfolgend ihre häufigsten Ursachen.

Entzündungen

Dein Immunsystem startet Entzündungsprozesse immer dann, wenn Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze) in den Körper eingedrungen sind. Entzündungsbotenstoffe sorgen dann dafür, dass die betroffene Körperregion rot und warm wird, anschwillt und wehtut. Auch Fieber gehört zur Entzündungsreaktion. Findet sie im Kopf statt, z.B. in den Ohren, in den Nasennebenhöhlen oder an einer Zahnwurzel, strahlt der Schmerz sehr häufig von dort aus. Klingt die Entzündung ab, enden auch die Kopf­schmerzen.

Grippe, Erkältung, Allergien

Bei diesen Erkrankungen gelangen entweder Viren oder eigentlich harmlose Pollen in die Atemwege, die dein Körper so schnell wie möglich wieder loswerden will. Eine Entzündung (siehe oben) führt dazu, dass deine Nasenschleimhäute anschwellen und die Atemwege verstopfen. Gleichzeitig wird vermehrt Schleim gebildet, mit dem die Eindringlinge ausgespült werden sollen, der aber nicht abfließen kann. Druck baut sich auf – und Kopf­schmerzen. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen und Präparate, die den Schleim lösen, können dann helfen.

Bluthochdruck

Fachleute nennen ihn auch den „stillen Killer“, weil er lange Zeit überhaupt keine Beschwerden verursacht, aber großen Schaden im gesamten Herz-Kreislauf-System anrichten kann. Wachst du morgens immer wieder mit Kopf­schmerzen auf oder treten sie kurz nach dem Aufwachen auf und sitzen sie eher im Hinterkopf, spricht das dafür, dass dein Blutdruck nachts nicht mehr wie normalerweise absinkt, sondern bereits dauerhaft zu hoch liegt. Das solltest du schnellstmöglich untersuchen lassen. In der Curalie App kannst du deine Blutdruck-Werte übrigens jeden Tag eintragen und speichern. Weitere Informationen findest du auf unseren Ratgeber-Seiten zum Thema „Bluthochdruck“.

Zähneknirschen/Zahnpressen

Wachst du morgens regelmäßig mit Kopf­schmerzen in Schläfen und Stirn auf und tut dir auch deine Gesichtsmuskulatur weh, spricht das dafür, dass du nachts mit den Zähnen knirscht oder sie aufeinander presst. Schau dir die Spitzen deiner Eckzähne im Oberkiefer an. Achte auf feine Risse im Zahnschmelz. Stellst du hier Veränderungen fest, solltest du unbedingt mit deiner Zahnärztin oder deinem Zahnarzt darüber sprechen. Du kannst dann eine spezielle Zahnschiene bekommen, die das nächtliche Knirschen oder Pressen unterbindet. Dadurch werden auch deine morgendlichen Kopf­schmerzen bald nachlassen.

Fehlsichtigkeit

Nimmst du Dinge in der Nähe und/oder in der Ferne verzerrt oder unscharf wahr, lässt dieses Problem aber nicht beheben, z.B., weil du keine Brille tragen willst, versuchen deine Augenmuskeln Tag für Tag, diese fehlerhafte Brechung auszugleichen. Die Folge: Sie werden übermäßig beansprucht. Das kann Nervenfasern reizen, die in andere Bereiche ausstrahlen und Kopf­schmerzen verursachen. Das gilt übrigens auch für stundenlanges Arbeiten am Bildschirm und pausenloses Starren auf ein Smartphone-Display. Gönn deinen Augen regelmäßig eine Pause und lass sie mindestens alle zwei Jahre von einer Augenärztin oder einem Augenarzt untersuchen.

Medikamente

Bekommst du von deiner (Haus-)Ärztin oder deinem (Haus-)Arzt aufgrund einer anderen (chronischen) Erkrankung ein Arzneimittel verordnet, wirst du in vielen Beipackzetteln unter den möglichen Nebenwirkungen auf Kopf­schmerzen stoßen, z.B. bei hormonellen Verhütungsmitteln, Herzmedikamenten oder Mitteln gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer). Auch nach einer Impfung bekommen Menschen gelegentlich Kopf­schmerzen.

Der Grund: Jedes Medikament greift in körpereigene Stoffwechselvorgänge ein. Sie werden „umgeleitet“, verstärkt oder gebremst. Das soll einerseits deine Beschwerden lindern und dir helfen, gesund zu werden beziehungsweise zu bleiben. Andererseits kann es dadurch im Körper (kurzzeitig) zu Ungleichgewichten kommen, auf die du dann eben mit Kopf­schmerzen reagierst.

Das Gleiche kann passieren, wenn du ein Arzneimittel absetzt. Das solltest du grundsätzlich nie ohne ärztliche Anweisung tun! Teile deiner Ärztin oder deinem Arzt unbedingt mit, wenn du den Eindruck hast, dass du öfter und/oder stärkere Kopf­schmerzen hast, seitdem du ein bestimmtes Präparat einnimmst. Dann kann sie oder er nach einer Alternative suchen. Du solltest derartige Kopf­schmerzen auch nicht ohne Absprache mit (rezeptfreien) Schmerzmitteln behandeln. Zum einen kann es dadurch zu problematischen Wechselwirkungen kommen, zum anderen kann die zu häufige Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits Kopf­schmerzen auslösen. Springe in diesen Abschnitt, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.

Seltenere Ursachen für sekundäre Kopf­schmerzen

Darüber hinaus können viele weitere Erkrankungen von Kopf­schmerzen begleitet werden.

Diese haben aber zwei wichtige Punkte gemeinsam: Erstens sind sie alle zum Glück ziemlich selten, und zweitens kommen bei dir (oder einer anderen Person) zu den Kopf­schmerzen
immer weitere Umstände und Beschwerden hinzu, bei denen du unbedingt und unverzüglich den Rettungsdienst (Notarzt) rufen solltet.

Folgende Alarmzeichen gehören dazu:

  • Die Kopf­schmerzen treten plötzlich und ungewöhnlich stark auf.
  • Die Kopf­schmerzen entwickeln sich nach einem Schlag oder Sturz auf den Schädel.
  • Der Nacken schmerzt ebenfalls und/oder wird steif.
  • Du (oder eine andere Person) bekommst (bekommt) Fieber.
  • Deine Pupillen (oder die einer anderen Person) sehen unterschiedlich groß aus.
  • Die Kopf­schmerzen werden begleitet von Benommenheit, Schläfrigkeit, Apathie,
    und/oder Bewusstlosigkeit.
  • Es treten Seh- und/oder Sprachstörungen auf.
  • Es entwickeln sich Missempfindungen, Lähmungen und/oder epileptische Anfälle.
  • Aus den Ohren und/oder der Nase fließt Blut oder eine klare Flüssigkeit
  • Mundwinkel und/oder Augenlider hängen herab.
  • Die oder der Betroffene wirkt und verhält sich plötzlich anders als zu der Zeit, wo sie oder er noch keine Kopf­schmerzen hatte (Wesensveränderungen).

Ganz wichtig: Auch wenn „nur“ eines, zwei oder drei dieser Alarmzeichen bei dir oder einer anderen Person auftreten, solltest du auf keinen Fall abwarten. Begebt euch so schnell wie möglich in eine Notaufnahme oder, falls das nicht (mehr) möglich sein sollte, alarmiert den Rettungsdienst. Gerade bei den folgenden Erkrankungen kommt es ganz besonders darauf an, dass sie frühzeitig entdeckt und behandelt werden:

  • Schädel-Hirn-Trauma (Gehirnerschütterung)
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Kopfverletzungen
  • Gefäßverschlüsse (Thrombosen) im Kopf
  • Gefäßrisse (Dissektionen) im Kopf
  • (Hirn-)Blutungen
  • Erhöhter Hirndruck (Hirnschwellung)
  • Hirntumore
  • Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke (TIA)

Ein Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) kann sich entwickeln, wenn es im Gehirn zu Durchblutungsstörungen kommt. Am häufigsten sind es Gefäßverschlüsse (80–85 % der Fälle) und Hirnblutungen, weil im Kopf ein Blutgefäß reißt (10–15 % der Fälle). Bestimmte Risikofaktoren machen es wahrscheinlicher, dass es mit zunehmendem Lebensalter dazu kommt, z.B.:

Durch eine gesunde Lebensweise lassen sich diese Faktoren jedoch frühzeitig vermeiden. Du willst dein Schlaganfall-Risiko senken? Dieses Programm unterstützt dich dabei:

Für Alle

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Mit diesem Ernäh­rungskurs senkst du dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für Schlaganfall – und bekommst die Kosten hinterher von deiner Krankenkasse zurück. Eine Kooperation mit Schlaganfallbegleitung.de. Starte am besten gleich hier.

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Wie schon gesagt, all diese Erkrankungen kommen eher selten vor, aber: Sie stellen absolute Notfälle dar. Greif also unbedingt zum Telefon und wähle die 112.   

Doch auch dann, wenn es sich nicht um einen Notfall handelt, können gewisse Anhaltspunkte darauf hindeuten, dass zumindest ein Arztbesuch angebracht wäre.

Checkliste: steckt mehr hinter deinen Kopf­schmerzen?

Du solltest sicherheitshalber eine Praxis aufsuchen und klären lassen, ob eine andere Erkrankung deine Kopf­schmerzen auslöst, wenn sie…:

  • zum ersten Mal im Alter von über 40 auftreten
  • deutlich länger anhalten, als du es kennst 
  • deutlich intensiver ausfallen, als du es kennst
  • an einer anderen Stelle deines Kopfes beginnen und/oder bleiben als sonst
  • mit (hohem) Fieber gekoppelt sind
  • nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf auftreten

Möchtest du per Video mit einer Ärztin oder einem Arzt zu Kopf­schmerzen sprechen?

Du möchtest mit einer Ärztin oder einem Arzt zu deinen Symptomen oder Fragen rund um deine Kopf­schmerzen sprechen? Kein Problem! Nutze einfach digital doctor im Webbrowser oder die Curalie App, um schnell und einfach eine Video­sprechstunde zu vereinbaren und bequem von unterwegs oder zu Hause eine Ärztin oder einen Arzt zu konsultieren.

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Autor
Dipl.-Psych. Stephan Hillig

Stephan Hillig ist Diplom-Psychologe und Content-Manager bei Curalie. Er studierte Psychologie, Psychiatrie und Neurologie und arbeitete danach über zehn Jahre als Medizin-Journalist, Redakteur und Ressortleiter in verschiedenen Verlagen und für unterschiedliche Zeitschriften. Am liebsten schreibt er über Gesundheitsthemen, die zeigen, wie eng und kraftvoll Körper und Psyche miteinander verzahnt sind, sowie Texte, die Menschen dabei unterstützen, gesund zu bleiben oder schnell wieder zu werden.

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Kopf­schmerzen

Auslöser & Ursachen

Nicht bei allen Kopfschmerzformen ist restlos geklärt, wie und warum sie entstehen. Viele Auslöser sind jedoch bekannt und lassen sich gezielt umgehen.

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Quellen

(1) (11) Holle-Lee, Dagny (2021): Die Kopfschmerz-Ambulanz – Formen und Ursachen von
Kopf­schmerzen – Die richtige Diagnose und wirksame Therapien, Herbig, 224 Seiten

(2) Straube, A. (Hrsg.), Therapie des episodischen und chronischen Kopfschmerzes
vom Spannungstyp und anderer chronischer täglicher Kopf­schmerzen, in: Leitlinien für
Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart

(3) Diener H.-C., Gaul C., Kropp P. et al., Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, S1-Leitlinie, 2018, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie.

(4) Diener H.-C., May A. et al., Prophylaxe der Migräne mit monoklonalen Antikörpern gegen CGRP oder den CGRP-Rezeptor, Ergänzung der S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, 2019, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie.

(5) May A, Evers S, Brössner G, Jürgens T, Gantenbein AR, Malzacher V, Straube A.: Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerz, anderen trigemino-autonomen Kopf­schmerzen, schlafgebundenem Kopfschmerz und idiopathisch stechenden Kopf­schmerzen.

(6) Überarbeitete Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in Zusammenarbeit mit der DGN, ÖKSG, SKG. Nervenheilkunde. 2016; 35(3): 137–151

(7) Stieglitz, Lennart (2022). Wenn Nerv und Blutgefäss in Konflikt stehen. BrainMag, 2022:16-19.

(8) Obermann, M. Trigeminusneuralgie. DGNeurologie 5, 381–384 (2022). https://doi.org/10.1007/s42451-022-00462-7

(9) Kneppe K, Czell D. Brivaracetam – eine gute Alternative in der akuten Behandlung der Trigeminusneuralgie [Brivaracetam – A Good Alternative in the Acute Treatment of Trigeminal Neuralgia]. Praxis (Bern 1994). 2022 Jan;110(1):21-25. German. doi: 10.1024/1661-8157/a003758. PMID: 34983204.

(10) Förderreuther, S. (Hrsg.), Trigeminusneuralgie, in: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Georg Thieme, Stuttgart.

Weitere Quellen (ohne Fußnoten)

Stephan Y, Sutin AR, Luchetti M, Canada B, Terracciano A. Personality and Headaches: Findings From Six Prospective Studies. Psychosom Med. 2021 Feb-Mar 01;83(2):118-124. doi: 10.1097/PSY.0000000000000902. PMID: 33395215; PMCID: PMC8858382.

Victoria Espí-López G, Arnal-Gómez A, Arbós-Berenguer T, González ÁAL, Vicente-Herrero T. Effectiveness of Physical Therapy in Patients with Tension-type Headache: Literature Review. J Jpn Phys Ther Assoc. 2014;17(1):31-38. doi: 10.1298/jjpta.Vol17_005. PMID: 25792906; PMCID: PMC4316547.

Fernández-de-Las-Peñas C, Alonso-Blanco C, Cuadrado ML, Miangolarra JC, Barriga FJ, Pareja JA. Are manual therapies effective in reducing pain from tension-type headache?: a systematic review. Clin J Pain. 2006 Mar-Apr;22(3):278-85. doi: 10.1097/01.ajp.0000173017.64741.86. PMID: 16514329.

Ganz FD. Sleep and immune function. Crit Care Nurse. 2012 Apr;32(2):e19-25. doi: 10.4037/ccn2012689. PMID: 22467620.

Wilder-Smith A, Mustafa FB, Earnest A, Gen L, Macary PA. Impact of partial sleep deprivation on immune markers. Sleep Med. 2013 Oct;14(10):1031-4. doi: 10.1016/j.sleep.2013.07.001. Epub 2013 Aug 28. PMID: 23993876.

Lorton D, Lubahn CL, Estus C, Millar BA, Carter JL, Wood CA, Bellinger DL. Bidirectional communication between the brain and the immune system: implications for physiological sleep and disorders with disrupted sleep. Neuroimmunomodulation. 2006;13(5-6):357-74. doi: 10.1159/000104864. Epub 2007 Aug 6. PMID: 17709958.

López-Valenciano, A., Mayo, X., Liguori, G. et al. Changes in sedentary behaviour in European Union adults between 2002 and 2017. BMC Public Health 20, 1206 (2020). https://doi.org/10.1186/s12889-020-09293-1

Henschel B, Gorczyca AM, Chomistek AK. Time Spent Sitting as an Independent Risk Factor for Cardiovascular Disease. Am J Lifestyle Med. 2017 Sep 1;14(2):204-215. doi: 10.1177/1559827617728482. PMID: 32231486; PMCID: PMC7092398.

Stamatakis E, Gale J, Bauman A, Ekelund U, Hamer M, Ding D. Sitting Time, Physical Activity, and Risk of Mortality in Adults. J Am Coll Cardiol. 2019 Apr 30;73(16):2062-2072. doi: 10.1016/j.jacc.2019.02.031. Erratum in: J Am Coll Cardiol. 2019 Jun 4;73(21):2789. PMID: 31023430.

Froböse I, Wallmann-Sperlich B, Der DKV-Report 2021: Wie gesund lebt Deutschland?

Stand: 09.2022