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Dein Ratgeber bei Kopfschmerzen

„Mir brummt der Schädel.“. Doch wenn der Kopf schmerzt, dann handelt es sich eher selten um eine handfeste Migräne, sondern um meist harmlose Spannungskopfschmerzen. Bestimmte Warnzeichen sollten dich jedoch aufhorchen lassen. Wenn du schnell und ohne lange Wege und Wartezeiten mit einem Arzt zu deinen Kopfschmerzen sprechen möchtest, nutze unsere Video­sprechstunde per App.

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Kopfschmerzen im Überblick

Häufigkeit: Von 100 Erwachsenen haben hierzulande 70 bis 90 mindestens einmal im Leben Kopfschmerzen. Mit Abstand am häufigsten werden Spannungskopfschmerzen (86 Prozent) und Migräne (16 Prozent) festgestellt.1

Mögliche Ursachen: Hier wird zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterschieden. In 90 von 100 Fällen handelt es sich um primäre Kopfschmerzen, die aus einem Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren entstehen können und ein eigenes Krankheitsbild darstellen, zum Beispiel Migräne, Spannungskopfschmerzen oder Cluster-Kopfschmerzen. In 10 von 100 Fällen treten Kopfschmerzen jedoch als Symptom einer anderen Grunderkrankung auf, zum Beispiel durch Bluthochdruck. Oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente. Dann handelt es sich um sekundäre Kopfschmerzen.

Risikofaktoren: Zähneknirschen, Bluthochdruck, Stress, Grippe, Erkältung, Allergien, Fehlsichtigkeit, Schlafmangel, Lärm, Hormonschwankungen, Energiedefizite und Bewegungsmangel, um nur einige zu nennen.

Diagnose: Ausführliche Anamnese, das Führen eines Kopfschmerztagebuchs, Körperliche Untersuchung, Neurologische Tests, EEG, CT, Blutbild, Liquoruntersuchung – die Untersuchungsmethoden hängen stark von der vermuteten Ursache ab und variieren von Patient zu Patient.

Mögliche Folgen: Die möglichen Folgen hängen stark von der Ursache ab. In der Regel sind primäre Kopfschmerzen zwar harmlos. Chronische Kopfschmerzen können aber zu Depressionen, Schlafmangel, Tagesmüdigkeit und kognitiven Defiziten führen. Handelt es sich um sekundäre Kopfschmerzen, die zum Beispiel durch eine Infektion oder unbehandelten Bluthochdruck entstehen, sind die möglichen Folgen natürlich eng mit der Grunderkrankung verknüpft.

Behandlung: Häufig genügen – je nach Ursache – schon etwas Ruhe, Bewegung an der frischen Luft, viel Trinken bzw. eine Anpassung der Ernährung und ausreichend Schlaf. Bei sekundären Kopfschmerzen richtet sich die Behandlung nach der Grunderkrankung. Zudem stehen verschiedene Medikamente und Wirkstoffe wie NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika), Triptane oder Diptane. Bei den berühmten Aspirin handelt es sich übrigens um NSAR, genauer gesagt den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Bei Cluster-Kopfschmerzen wird 100%iger Sauerstoff zur Schmerzlinderung eingesetzt, den die Betroffenen durch eine Hochkonzentrationsmaske einatmen.

Kopfschmerzen: so einzigartig wie ein Fingerabdruck

Kopfschmerzen gehören weltweit zu den häufigsten Beschwerden, die Menschen bei einem Arztbesuch abklären lassen wollen. Sie können sowohl zu den Symptomen einer Krankheit gehören, z.B. zu einer Grippe oder zu einem unerkannten Bluthochdruck, als auch selbst die Krankheit darstellen, z.B. eine Migräne oder einen Cluster-Kopfschmerz.

Im ersten Fall sprechen Fachleute auch von sekundären Kopfschmerzen, im zweiten Fall von primären Kopfschmerzen. Diese Unterscheidung ist bei der Diagnose und der Behandlung mindestens genauso wichtig wie die Frage, welche körperlichen, seelischen und welche umweltbedingten Einflüsse die Kopfschmerzen auslösen, begünstigen und/oder verstärken.

Die gute Nachricht: Im Alltag können Kopfschmerzen zwar enorm störend und belastend sein, aber eine ernsthafte oder gar lebensbedrohliche Erkrankung, etwa eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder ein Gehirntumor, steckt sehr, sehr selten dahinter.

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) in London unterscheidet über 200 Kopfschmerzarten. Jede von ihnen äußert sich nicht nur ein wenig anders und wird von sehr unterschiedlichen Faktoren ausgelöst, sondern ihr Verlauf hängt auch entscheidend davon ab, welcher Mensch welches Kopfweh zu welchem Zeitpunkt bekommt und wie diese Person dann das fiese Pochen, Bohren oder Hämmern zwischen ihren Ohren erlebt und bewertet.

Mit anderen Worten: Je genauer du dich mit „deinen“ Kopfschmerzen auskennst, desto gezielter kannst du deine Ärztin oder deinen Arzt um Rat fragen und umso besser kannst du dir auch selbst helfen. Hier erfährst du alles, was du dafür wissen musst.

Weit verbreitet, aber meist harmlos

Von 100 Erwachsenen haben hierzulande 70 bis 90 mindestens einmal im Leben Kopfschmerzen. Auch bei Kindern und Jugendlichen zählen sie laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in Frankfurt am Main zu den häufigsten Gründe für einen Arztbesuch. Mit Abstand am häufigsten werden Spannungskopfschmerzen (86 Prozent) und Migräne (16 Prozent) festgestellt . Beide können auch zusammen auftreten. Andere Kopfschmerzarten, z.B. der Cluster-Kopfschmerz, kommen deutlich seltener vor. Und wer erst mal weiß, welche (Haus-)Mittel und Medikamente am besten gegen die eigenen Kopfschmerzen helfen, der bekommt sie meistens gut bis sehr gut in den Griff und muss auch keine bleibenden Schäden befürchten.

Kopfschmerzen sind keine faule Ausrede

Die Tatsache, dass Kopfschmerzen so weit verbreitet sind, führt aber paradoxerweise auch dazu, dass Betroffene lange überhaupt keine Arztpraxis aufsuchen. Sie empfinden ihre Kopf-schmerzen nicht als Krankheit, sondern eher als Preis, den sie nun mal für einen stressigen Alltag zahlen müssen.

In seinem Roman „Pünktchen und Anton“ brachte Erich Kästner noch einen anderen Umstand mit feiner Ironie auf den Punkt: „Nach dem Mittagessen kriegte Frau Direktor Pogge Migräne. Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man gar keine hat.“

Das Vorurteil, Kopfschmerzen seien reine Einbildung, Hysterie, ein Zeichen von (weiblicher) Schwäche steckt ebenfalls nach wie vor in einigen Köpfen.

Studien zeigen: Je leistungsorientierter ein Mensch ist und je unmissverständlicher auch sein Umfeld von ihm erwartet, dass er jederzeit „funktioniert“, desto eher werden Kopfschmerzen als faule Ausrede oder als bedrohlicher Beleg dafür wahrgenommen, den Anforderungen des Lebens nicht (mehr) gewachsen zu sein.2

Wer so empfindet, will vor allem eines: Kopfschmerzen so schnell wie möglich wieder loswerden. Aber gerade emotionaler und zeitlicher Druck verstärken sie eher noch.

Problem Nummer zwei in diesem Zusammenhang: Wer z.B. rezeptfreie Schmerzmittel zu häufig oder falsch dosiert einnimmt, der läuft Gefahr, am Ende auch dadurch noch häufiger Kopfschmerzen zu bekommen.3

Wann solltest du mit Kopfschmerzen zum Arzt?

Wie gesagt, Kopfschmerzen stellen in den meisten Fällen kein ernstes medizinisches Problem dar. Aber das bedeutet nicht, dass du sie hinnehmen oder aushalten musst.

Würdest du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten:

  • Treten deine Kopfschmerzen häufiger als an 15 Tagen im Monat auf?
  • Werden deine Kopfschmerzen durch Medikamente nicht gelindert?
  • Treten deine Kopfschmerzen nicht seltener, oder sogar häufiger auf, wenn du Medikamente einnimmst?
  • Belasten deine Kopfschmerzen deinen Alltag (Familie, Beruf, Freunde, Hobbys) und bremsen dich aus?
  • Beeinträchtigen deine Kopfschmerzen deine Stimmung (Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit)?
  • Hindern deine Kopfschmerzen dich daran, bestimmte Dinge zu tun, die du vorher gerne gemacht hast, oder führen sie dazu, dass du dich bestimmten Situationen nicht mehr gewachsen fühlst?
  • Machen deine Kopfschmerzen dir große Angst und/oder Sorgen?

Falls du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten solltest, ist ein Arztbesuch sinnvoll.

Zudem können bestimmte Symptome ebenfalls darauf hindeuten, dass hinter deinen Kopfschmerzen etwas anderes steckt (etwa Kopfverletzungen oder Infektionen) und du ebenfalls einen Arzt aufsuchen solltest.

Treten zum Beispiel folgende Symptome mit deinen Kopfschmerzen auf?

  • Übelkeit und/oder Erbrechen
  • Sehstörungen (z.B. Flimmern, verschwommene Sicht)
  • Tinnitus
  • Herzstolpern
  • Verwirrtheit
  • Bluthochdruck oder Blutdruckabfall
  • Bewusstlosigkeit
  • Fieber
  • Schüttelfrost / Zittern
  • Schwindel
  • Neurologische Ausfallsymptome (z.B. Taubheitsgefühle oder Kribbeln)

In diesem Fall solltest du auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Zudem gibt es einige Alarmsignale, bei denen auch der Hausarzt nicht mehr ausreicht, sondern Du mit deinen Kopfschmerzen direkt in ein Krankenhaus solltest. Wann der Notruf unter 112 die richtige Entscheidung ist, erfährst du hier.

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Ursachen für Kopfschmerzen: vielfältig und im Fokus der Forschung

Schlägst du dir mit einem Hammer auf die Finger oder fasst du auf eine heiße Herdplatte, tut das natürlich erst mal höllisch weh. Aber in solchen Momenten erlebst du auch unmittelbar, wie schnell und zuverlässig deine körpereigene Schmerzwahrnehmung arbeitet.

Schmerzen stellen ein lebenswichtiges Alarmsignal dar. Es drängt alle anderen Reize in den Hintergrund, um dich darauf hinzuweisen, dass etwas nicht stimmt und du dich darum kümmern solltest.

Dafür sorgen unzählige Nozizeptoren, die sofort elektrische Signale an das Gehirn senden, wenn irgendwo körpereigenes Gewebe geschädigt wird.

Das Erstaunliche: Im Gehirn selbst existieren keine Nozizeptoren. Es verarbeitet zwar die Schmerz-Reize aus dem Körper, kann aber selbst keine entwickeln. Das Wort „Kopfschmerzen“ ist also ein wenig irreführend.

Für die Ursachenforschung bedeutet das: Das Gewitter im Kopf muss woanders entstehen.

Vier Ansatzpunkte spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Folgende Faktoren beeinflussen Kopfschmerzen

  • die Druckverhältnisse in den Hirnhäuten und den Blutgefäßen, die dort verlaufen.
  • eine ungünstige Durchblutung des Gehirns durch zu enge oder zu weite Blutgefäße.
  • eine Überaktivität bestimmten Nervenzellen im Hirnstamm.
  • ein Überschuss oder ein Mangel an bestimmten Botenstoffen, die Einfluss auf die Blutgefäße nehmen und/oder entzündliche Prozesse begünstigen.  

Bei der Suche nach der individuellen Ursache für die eigenen Kopfschmerzen geht es demzufolge grundsätzlich darum, herauszufinden, wodurch es in diesen vier Bereichen zu einem Ungleichgewicht kommt.

Hier unterscheiden Fachleute zwischen sekundären Kopfschmerzen, die durch Krankheiten ausgelöst werden und primären Kopfschmerzen, die, wie z.B. die Migräne, ein eigenständiges Krankheitsbild darstellen und demzufolge von anderen Auslösern und Risikofaktoren begünstigt und verursacht werden können.

Die häufigsten primären Kopfschmerzen:

Die häufigsten Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen:

  • Infektionen, z.B. Grippe, Zahnentzündungen
  • Kopfverletzungen
  • Bluthochdruck
  • Fehlsichtigkeit und Sehstörungen, z.B. akuter Grüner Star
  • Zähneknirschen und Zahnpressen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Gefäßerkrankungen an Kopf und Hals

Kopfschmerztagebuch: Ursachen auf den Grund gehen

An manchen Tagen weißt du vermutlich ganz genau, warum dir der Schädel brummt: Du hast vielleicht am Abend vorher (zu) viel Alkohol getrunken, zu wenig geschlafen oder stundenlang angespannt am Laptop gesessen, weil deine Chefin oder dein Chef so schnell wie möglich das ausgearbeitete Konzept haben wollte. Doch in vielen Fällen haben Betroffene eher das Gefühl aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung Kopfschmerzen zu bekommen. Dann gleicht die Suche nach den Ursachen häufig einem Puzzlespiel.

Unser Tipp: Du kannst es dir und deiner Ärztin oder deinem Arzt die Diagnose und Einordnung deiner Kopfschmerzen deutlich leichter machen, indem du 4–6 Wochen ein Kopfschmerztagebuch oder einen Kopfschmerzkalender führst.

Diese Punkte solltest du jeden Tag notieren:

  • Halte genau fest, wann (Tag, Uhrzeit) und wie lange du Kopfweh hast.
  • Beschreibe deine Schmerzen: Wie stark waren sie z.B. auf einer Skala von Null (keine Schmerzen) bis Fünf (sehr starke Schmerzen)? Wie fühlten sie sich an (z.B.: stechend, dumpf, dröhnend, bohrend, stechend, pulsierend)?
  • Wo am/im Kopf fingen die Schmerzen an? Waren sie eher einseitig oder war der ganze Schädel betroffen? Breiteten sie sich aus, wanderten sie oder blieben sie an einer Stelle?
  • Hattest du weitere Beschwerden (z.B. Übelkeit, Schwindel, Durchfall, tränende oder gerötete Augen, Sehstörungen, verstopfte Nase, Taubheitsgefühl im Ohr)?
  • Wodurch wurden deine Schmerzen besser (z.B. Bewegung, frische Luft) und wodurch wurden sie schlechter (z.B. Lärm, grelles Licht)?
  • Welche und wie viele Medikamente (Wirkstoffe, Anzahl der Tabletten) hast du eingenommen, nicht nur wegen deiner Kopfschmerzen?
  • Schreib auch auf, wie es dir insgesamt körperlich und seelisch ging. Wie hast du z.B. geschlafen? Wie gestresst hast du dich gefühlt? Hast du dich über etwas sehr gefreut oder geärgert?
  • Wann, was und wie viel hast du gegessen und getrunken?

Zugegeben, das kostet etwas Zeit und erfordert ein wenig Disziplin. Aber je genauer du auf diese Weise Buch führst, desto schneller kann deine Ärztin oder dein Arzt wirksame Ansatzpunkte für die Behandlung deiner Kopfschmerzen aufspüren. Auch Forscher haben mittlerweile eine Vielzahl solcher Protokolle ausgewertet. Dabei tauchten bestimmte Faktoren, die Kopfschmerzattacken begünstigen und aufrechterhalten, besonders häufig auf. Sie zu kennen, kann dir nicht nur helfen, zu überprüfen, ob sie auch bei dir eine Rolle spielen, es versetzt dich zusätzlich in die Lage, in Zukunft gezielt(er) vorzubeugen. Deshalb stellen wir sie dir hier ausführlich vor.

Die häufigsten Auslöser für Kopfschmerzen

Auch Forscher haben mittlerweile eine Vielzahl solcher Protokolle ausgewertet. Dabei tauchten bestimmte Faktoren, die Kopfschmerzattacken begünstigen und aufrechterhalten, besonders häufig auf. Sie zu kennen, kann dir nicht nur helfen, zu überprüfen, ob sie auch bei dir eine Rolle spielen, es versetzt dich zusätzlich in die Lage, in Zukunft gezielt(er) vorzubeugen. Deshalb stellen wir sie dir hier ausführlich vor.

Stress

Beschleicht dich das unangenehme Gefühl einer Aufgabe oder einer Situation nicht gewachsen oder ihr ausgeliefert zu sein, reagiert dein Körper noch immer auf eine Art und Weise, die bereits deine steinzeitlichen Vorfahren aufs Kämpfen oder Flüchten vorbereiten sollte: Er schüttet die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Geschieht das nur ab und an und verschwinden die Stresshormone danach wieder, strengen dich solche Momente zwar an, aber danach entspannst du dich wieder. Doch viele Menschen kommen heute kaum noch in diese Erholungsphase. Sie sind ständig angespannt, überfordert und stehen enorm unter Druck. Entsprechend lässt ihre Stresshormonproduktion kaum noch nach. Das kann diverse Stoffwechselvorgänge beeinträchtigen, das Immunsystem schwächen und Entzündungsprozesse fördern. Zusätzlich führt Stress zu Muskelverspannungen. All das erhöht das Risiko, Kopfschmerzen – insbesondere Migräne und Spannungskopfschmerzen – zu entwickeln.4,5,6

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Stress vor

Lerne ein Entspannungsverfahren, z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsmeditation. Nimm dir dafür am besten jeden Tag 10–15 Minuten Zeit. Bau mehr Pausen in deinen Alltag ein. Streich so viel wie möglich von deiner To-do-Liste und/oder gib auf Aufgaben an deine Mitmenschen ab.

Schlafmangel

Natürlich ist es völlig okay, wenn du ab und an mal die Nacht zum Tag machst. Aber wenn du zu Kopfschmerzen neigst, sollten solche Nächte die Ausnahme bleiben. Für den Körper ist Schlafentzug nämlich gleichbedeutend mit Stress (siehe oben). Obendrein schwächt Schlafmangel dein Immunsystem und ruck, zuck macht sich die nächste Erkältung oder Grippe bemerkbar – Symptome wie Kopfschmerzen inklusive.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Schlafmangel vor

Gestalte deinen Tagesablauf möglichst regelmäßig und lass deine Nachtruhe idealerweise immer zur gleichen Zeit beginnen und enden, auch am Wochenende. Richte dein Schlafzimmer und dein Bett so ein, dass du darin wirklich gern zur Ruhe kommst. Wende dich an ein Fachgeschäft, wenn du nicht sicher bist, welche Matratze, welches Kissen und welche Bettdecke zu dir passen.

Bewegungsmangel

Die Hälfte aller Berufstätigen in Deutschland sitzt pro Tag mehr als elf Stunden. Das führt auf Dauer nicht nur zu Übergewicht, weil der Stoffwechsel beim Dauersitzen nur auf Sparflamme läuft, sondern fördert auch Fehlhaltungen und Muskelverspannungen im Rücken und im Nacken-Schulter-Bereich. Einige Studien sprechen dafür, dass infolgedessen die Schmerzverarbeitung im Gehirn „umgepolt“ wird und es dadurch vermehrt zu Spannungskopfschmerzen kommt.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Bewegungsmangel vor

Bewege dich so oft wie möglich, am besten an der frischen Luft (siehe unten). Nimm z.B. die Treppe statt den Fahrstuhl. Steig eine Station eher aus dem Bus oder der Bahn und geh den Rest zu Fuß. Schwing dich für kurze Strecken aufs Fahrrad und nicht ins Auto. Zusätzlich solltest du zwei- bis dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde Sport treiben. Kombiniere dabei am besten Ausdauer- mit Krafttraining.

Schlechte Luft

Mit jedem Atemzug nimmt der Sauerstoffkonzentration in einem geschlossenen Raum ab und der Kohlendioxid-Gehalt der Luft nimmt zu. Läuft die Klimaanlage oder die Heizung, wird die Raumluft obendrein immer trockener. Tabakrauch, unangenehme Gerüche, Feinstaub und (synthetische) Duftstoffe können die Luftqualität noch weiter beeinträchtigen, worauf viele Menschen mit Kopfschmerzen reagieren.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von schlechter Luft vor

Lüfte regelmäßig, am besten, indem du zwei gegenüberliegende Fenster für etwa zehn Minuten weit öffnest. Zusätzlich, oder wo dies nicht möglich ist, kannst du z.B. einen Luftreiniger oder einen Luftbefeuchter einsetzen. Auf „gute Gerüche“ aus Sprühdosen oder -flaschen solltest du lieber verzichten.

Lärm

In einer Umfrage des Umweltbundesamtes gaben 76 von 100 Befragten an, dass sie sich in ihrem Wohnumfeld durch Straßenlärm gestört fühlen. Mehr als die Hälfte ärgerte sich über lärmende Nachbarn. Bei 43 Prozent war es Fluglärm. 34 Prozent fühlten sich durch Schienenverkehr beeinträchtigt. Lärm, schreiben die Experten weiter, führe nicht nur zu Gehörschäden, sondern löse im Körper eine Stressreaktion aus (siehe oben). Außerdem verursache er Schlafstörungen (siehe oben). Kein Wunder also, dass Lärm ebenfalls zu den Kopfschmerz-Risikofaktoren gehört.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Lärm vor

Schütze deine Ohren vor (zu) lauten Geräuschen aller Art. Gönne ihnen regelmäßig Ruhe, z.B. in der Natur. Benutze Lärmschutzkopfhörer oder Ohrstöpsel. In Räumen, wo du es ganz still haben möchtest, kannst du Lärmschutzvorhänge verwenden.

Flüssigkeitsmangel

Mindestens 1,5 Liter sollten Erwachsene pro Tag trinken, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, am besten Wasser, still oder mit Kohlensäure, ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Schaffst du das? Wenn nicht, geht es dir wie den meisten. Fehlt deinem Körper jedoch Flüssigkeit – er besteht übrigens zu 50–65 Prozent aus Wasser –, beeinträchtigt das den Salzgehalt und die Fließgeschwindigkeit des Blutes. Größere Mengen Alkohol verstärken diesen Effekt noch, weil sie die Urinproduktion steigern. Dadurch gehen auch Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium verloren. Die Folge können (Kater-)Kopfschmerzen sein.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Flüssigkeitsmangel vor

Stell eine große Karaffe mit Wasser oder eine große Kanne mit Tee immer in deiner Nähe auf. Lass dich von einem Wecker oder deinem Smartphone ans Trinken erinnern. Ob dir Flüssigkeit fehlt, zeigt dir dieser Selbsttest: Zieh die Haut auf deinem Handrücken ein wenig nach oben. Lässt du sie jetzt los und sie bleibt trotzdem stehen, solltest du schnellstmöglich etwas trinken.

Energiedefizite

Bestimmte Nahrungsmittel, z.B. Schokolade, Käse, Zitrusfrüchte oder Rotwein können tatsächlich Kopfschmerzen auslösen. Noch wichtiger als auf diese Produkte und damit auf schöne Genussmomente komplett zu verzichten, belegen unter anderem Studien der Universität Lübeck, sind jedoch regelmäßige Mahlzeiten, denn: Das Gehirn verbraucht mit Abstand die meiste Energie (Kalorien), die du zu dir nimmst. Es kann aber keine Energie speichern. Steht nicht genug zur Verfügung oder schwankt der Blutzuckerspiel im Laufe des Tages sehr stark, kommst es vermehrt zu Kopfschmerzen, vor allem zu Migräne-Attacken.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Energiedefiziten vor

Lass keine Mahlzeiten aus und verzichte generell auf Crash-Diäten. Sprich erst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du fastest oder intervallfastest. Verzichte auf Lebensmittel, die den Blutzucker schnell steigen und abstürzen lassen, z.B. Haushaltszucker oder Weißmehlprodukte. Ersetze sie durch Produkte, die aus komplexen Kohlenhydraten bestehen, z.B. Vollkorn-Produkte, und ernähre dich ballaststoffreich. So vermeidest du auch Heißhunger-Attacken.

Hormonschwankungen

Sie sind vermutlich der Grund, warum Frauen insgesamt öfter unter Kopfschmerzen leiden als Männer. Zyklusbedingt, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren kann es im weiblichen Körper zu hormonellen Ungleichgewichten kommen. Insbesondere das Geschlechtshormons Östrogen scheint hier eine entscheidende Rolle zu spielen. Östrogen beeinflusst zum einen die Schmerzverarbeitung im Gehirn, zum anderen kann es bei Frauen die Stressanfälligkeit erhöhen, wodurch es ebenfalls vermehrt zu Kopfschmerzattacken kommen kann.

So beugst du Kopfschmerzen aufgrund von Hormonschwankungen vor

Lass dich von deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt beraten, ob und mit welcher „Pille“ du z.B. verhüten kannst oder, wenn du bereits in den Wechseljahren bist, ob dir (pflanzliche) Hormone helfen können. Achte noch ein wenig mehr auf dich und deinen Kopf, falls deine körpereigenen Botenstoffe mal wieder „verrücktspielen“.

So kann die Curalie App dir helfen

Du fragst dich vielleicht, wie du all diese Tipps in deinem Alltag umsetzen sollst. Sollst du gar nicht. Schau dir stattdessen genau an, welche Auslöser für Kopfschmerzen bei dir wirklich eine Rolle spielen und welche nicht. Die Curalie App hilft dir dann mit vielen kostenfreien Programmen dabei, deine Gesundheit in den Griff zu bekommen. Zum Beispiel mit zahlreichen Rezepten, Übungsvideos und Hintergrundinformationen. Über die Mediathek kannst du jederzeit auf alle Inhalte zugreifen, während Video­sprechstunde und Symptom-Check dir eine Einordnung deiner Beschwerden ermöglichen und du so jederzeit einen Arzt konsultieren kannst – auch von unterwegs.

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Symptome bei Kopfschmerzen lokalisieren und verstehen

Wie stark Kopfschmerzen werden (Intensität) und wo genau die Symptome am oder im Schädel auftreten (Lokalisation), lässt erste Rückschlüsse auf mögliche Ursachen, Auslöser und die Kopfschmerzart zu. Eine gesicherte Diagnose liefert natürlich deine Ärztin oder dein Arzt, doch die folgenden Informationen können dich bei einer ersten Einordnung unterstützen.

Plötzlich starke Kopfschmerzen

Plötzliche starke Kopfschmerzen sprechen eher nicht für Spannungskopfschmerzen, sondern sind typisch bei Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen.

Tägliche Kopfschmerzen

Wenn du jeden Tag Kopfschmerzen hast, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass es bei dir zu einer Chronifizierung gekommen ist. Solange du seltener als an 15 Tagen im Monat Migräne oder Spannungskopfschmerzen hast, sprechen Fachleute von einer „episodischen Form“. Treten Kopfschmerzen jedoch häufiger als an 180 Tagen im Jahr auf, hat sich daraus eine „chronische Form“ entwickelt und das Risiko steigt, dass sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausbildet. Tägliche Kopfschmerzen können aber auch von anderen Erkrankungen verursacht werden. Deshalb solltest du damit auf jeden zu deiner Ärztin oder deinem Arzt gehen.

Kopfschmerzen am Hinterkopf

Kopfschmerzen am Hinterkopf entstehen in den meisten Fällen durch verspannte Muskeln im Nacken-Schulter-Bereich oder einseitige Belastungen, z.B. (zu) lange Billschirmarbeit am Laptop, Tablet oder Smartphone. Auch eine zu harte oder zu weiche Matratze kann Kopfschmerzen am Hinterkopf verursachen. Treten sie vor allem morgens, nach dem Aufstehen auf, könnte dein Blutdruck zu hoch sein. Darüber solltest du unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sprechen. Das gilt erst recht, wenn dir zusätzlich übel und/oder schwindelig wird oder bei dir (oder einer anderen Person) Bewusstseinsstörungen auftreten. Das können Anzeichen eines Schlaganfalls oder einer Hirnblutung sein.

Kopfschmerzen an Schläfe und Stirn

Kopfschmerzen an Schläfe und Stirn entstehen häufig in Stress- und Überlastungssituationen. Auch lange Bildschirmarbeit kann oft zu Kopfschmerzen in diesem Bereich führen.
Treffen diese beiden Möglichkeiten auf dich eher nicht zu, solltest du bei deiner Augenärztin oder deinem Augenarzt überprüfen lassen, ob sich bei dir eine Fehlsichtigkeit oder Sehstörung entwickelt hat. Hältst du auch das eher für unwahrscheinlich, lass von deiner Zahnärztin oder deinem Zahnarzt prüfen, ob du eventuell nachts mit den Zähnen knirscht oder sie aufeinander presst.

Stechende Kopfschmerzen

Stechende Kopfschmerzen wurden früher auch „Eispickelkopfschmerzen“ genannt, weil sie plötzlich und nur an einer bestimmten Stelle des Kopfes auftreten. Sie gehören zu den primären Kopfschmerzen, haben aber meist keine eindeutige Ursache. Mit einem rezeptfreien Schmerzmittel kannst du sie aber gut behandeln.

Einseitige Kopfschmerzen

Einseitige Kopfschmerzen treten häufig bei Migräne-Anfällen auf. Wenn es zusätzlich zu Begleitsymptomen wie Übelkeit oder Lärmempfindlichkeit  kommt, liegt dieser Verdacht umso näher. Äußern sich die Schmerzen jedoch eher mild, treten aber häufig und immer an derselben Stelle des Kopfes auf, sollte er einmal mit einem bildgebenden Verfahren (MRT oder CT) untersucht werden, um zurückliegende Kopfverletzungen oder Probleme mit dem Kiefer oder der Halswirbelsäule auszuschließen. Auch Cluster-Kopfschmerzen treten immer einseitig auf, bringen jedoch weitere markante Symptome mit sich, welche die Erkrankung zwar leicht diagnostizierbar, aber nicht leicht behandelbar machen.

Beidseitge Kopfschmerzen deuten eher auf harmlose Kopfschmerzen hin, in der Regel Spannungskopfschmerzen.

Pulsierende Kopfschmerzen

Pulsierende Kopfschmerzen  sind ebenfalls typisch für Migräne. Sie treten meist einseitig auf, können im Verlauf der Attacke aber die Seite wechseln. Wenn du mehr über Migräne erfahren willst, springe mit einem Klick einfach in den entsprechenden Absatz dieses Textes.

Primäre Kopfschmerzen – die häufigsten Arten

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet mittlerweile mehr als 200 Kopfschmerzarten. Sucht deine Ärztin oder dein Arzt da nicht die berühmte Nadel im Heuhaufen? Nein. Natürlich kann es theoretisch sein, dass bei dir ganz am Ende eine Kopfweh-Form festgestellt wird, die eher selten vorkommt. Deutlich wahrscheinlicher ist es aber, dass auch du unter einer der folgenden primären Kopfschmerzarten leidest. Primäre Kopfschmerzen machen etwa 90% aller Kopfschmerzleiden aus, nur 10% sind demnach sekundäre Kopfschmerzen, die auf andere Erkrankungen zurückzuführen sind.  

1. Spannungskopfschmerzen – Schmerzen & Symptome

Bei dieser Form breitet sich im gesamten Kopf ein dumpf-drückender Schmerz aus, der sich häufig anfühlt wie ein zu eng um den Schädel gewickeltes Band. Die Kopfschmerzen treten also beidseitig auf. Meist beginnt er im Nacken. Der Spannungskopfschmerz bleibt aber meist so mild, dass er deinen Alltag nur wenig beeinträchtigt. Nicht der Schmerz selbst nervt dich, sondern, dass er so häufig auftritt. Manchmal ist der „Spuk“ bereits nach 30 Minuten wieder vorbei. Spannungskopfschmerzen können aber auch mehrere Tage anhalten. Erlebst du sie insgesamt seltener als an 15 Tagen im Monat sprechen Fachleute von „episodischen“ Spannungskopfschmerzen. Treten sie öfter als an 180 Tagen im Jahr auf, sind es „chronische“ Spannungskopfschmerzen.

Schmerzen & Symptome bei Spannungskopfschmerzen:

  • dumpfer und drückender Schmerz
  • Schmerzen treten beidseitig an Schläfe und Stirn auf
  • zusätzliche Schmerzen und Verspannungen im Bereich des Nackens und der Schultern

Knapp 80 von 100 Menschen in Europa entwickeln mindestens einmal im Leben episodische Spannungskopfschmerzen. Die meisten gehen damit aber nicht zum Arzt, sondern sie helfen sich selbst mit Hausmitteln und/oder rezeptfreien Medikamenten. Diese Vorgehensweise kann jedoch bei chronischen Spannungskopfschmerzen eine Gefahr bergen: Sollte doch eine andere Erkrankung dafür verantwortlich sein, kann diese unbemerkt bleiben. Menschen mit chronischen Spannungskopfschmerzen sollten deshalb, rät die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, von Zeit zu Zeit ein MRT durchführen lassen, um andere Ursachen für den Spannungskopfschmerz auszuschließen.

Mögliche Ursachen für Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen entstehen, wenn deine Muskeln im Bereich des Nackens und der Schultern verspannt sind, z.B. durch Fehlhaltungen oder einseitige Belastungen.

Mögliche Ursachen bzw. verstärkende Risikofaktoren sind also:

  • langes Sitzen am Computer
  • Stress
  • innere Unruhe
  • Schlafmangel

Sie können diese muskulären Verspannungen noch verstärken, auch wenn diese ihre Ursache vielleicht in einer Fehlhaltung wie einem Rundrücken oder einer verkürzten Muskulatur haben. Normalerweise verarbeitet das Gehirn diesen Zustand unbewusst. Bei Menschen mit Spannungskopfschmerzen scheinen sich jedoch im Laufe der Zeit bestimmte Schmerzzentren im Gehirn zu verändern. Sie werden sensibler.

Die Folge: Die Muskelverspannungen werden nicht mehr im Hintergrund verarbeitet, sondern bewusst als (Kopf-)Schmerzreize wahrgenommen. Es kann sich auch ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausbilden.

Wie du Spannungskopfschmerzen behandeln kannst

Bei leichten Spannungskopfschmerzen kann oft schon ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine Entspannungsübung die Beschwerden lindern.7,8

In Drogerien und Apotheken bekommst du außerdem Pfefferminzöl, das du auf die Stirn und die Schläfen tupfen kannst und bei Spannungskopfschmerzen gut wirkt. Du kannst auch ein Kühlkissen oder Kühlpad ausprobieren.

Rezeptfreie Medikamente gegen Spannungskopfschmerzen

Lassen die Schmerzen nicht nach oder werden sie sehr stark, kannst du ein rezeptfreies Schmerzmittel einnehmen, z.B. Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Paracetamol oder Metamizol. Nimm diese Präparate aber nie länger als an drei Tagen in Folge und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat ein. Nutze zusätzlich alle Möglichkeiten, aktiv vorzubeugen.

Spannungskopfschmerzen effektiv vorbeugen

Gestalte deinen Alltag möglichst regelmäßig. Vor allem deine Nachtruhe sollte idealerweise immer zur gleichen Zeit beginnen und enden. Eigne dir ein Entspannungsverfahren an, z. B. autogenes Training, und treibe 2- bis 3-mal pro Woche Ausdauersport (z.B. Joggen, Walken, Schwimmen). Ein warmes Kirchkernkissen oder eine Massage kann Muskelverspannungen lösen. Beinträchtigen dich deine Spannungskopfschmerzen sehr stark oder sind sie bereits chronisch, wird dir deine Ärztin oder dein Arzt eine medikamentöse Prophylaxe mit einem niedrig dosierten Antidepressivum vorschlagen. Es kann allerdings 6–8 Wochen dauern, bis sein Schutzeffekt eintritt. Habe also ein wenig Geduld.

2. Migräne – Schmerz & Symptome

Du wachst oft schon früh morgens mit starken, pochenden, stechenden und/oder pulsierenden Kopfschmerzen auf. Sie beginnen (fast) immer auf einer Seite und breiten sich auf Stirn, Schläfe und Augenbereich aus. Im weiteren Verlauf kann auch die andere Kopfseite betroffen sein. Die Migräne tritt nicht immer auf der gleichen Seite auf, vielmehr kann sie von Attacke zu Attacke wechseln. Unbehandelt kann eine Migräne vier bis 72 Stunden dauern.

Begleitet wird die Migräne meist von weiteren Symptomen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Licht-, Lärm- und/oder Geruchsempfindlichkeit

Meist wird sie so unangenehm, dass du deine Arbeit und Alltagstätigkeiten unterbrechen musst. Körperliche Anstrengung verstärkt den Schmerz. Wenn möglich, legst du dich hin.

Viele, die Migräne haben, berichten außerdem von der sogenannten Aura. Typisch sind z.B. eine ausgeprägte Hochstimmung, Gereiztheit, Heißhunger, Verstopfung oder starker Durst. Für einige Fachleute gehören solche Beschwerden bereits zu einer Migräne-Attacke. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind hierzulande 20 von 100 Frauen und acht von 100 Männern von Migräne betroffen. Ebbt der Migräne-Schmerz ab, werden viele Betroffene sehr müde und müssen schlafen.

Migräne mit Aura

Zehn bis 15 von 100 Betroffenen erleben vor einer Migräne-Attacke eine sogenannte Aura.9 Damit sind vor allem Sehstörungen gemeint, z.B. Lichtblitze, Zickzack-Linien, blinde Flecken oder Doppelbilder. Sie halten fünf bis 60 Minuten an. Besonders markant ist das sogenannte Flimmerskotom. Es beschreibt einen flimmernden Punkt in deinem Sichtfeld, der sich langsam immer weiter ausbreitet. Ziemlich unangenehm, aber sei unbesorgt: Eine Aura hinterlässt niemals bleibende Schäden. Tritt eine Aura jedoch bei Menschen auf, die bisher nicht unter einer bekannten Migräne leiden, kann eine andere Erkrankung dahinterstecken und es sollte auf jeden Fall eine ärztliche Untersuchung vorgenommen werden.

Mögliche Ursachen einer Migräne

Viele Menschen mit Migräne nehmen ihre Umwelt intensiver wahr und können weniger wichtige Eindrücke schlechter ausblenden. Dadurch erleben sie eher eine Reizüberflutung. Vor allem ein bestimmter Bereich im Hirnstamm, das sogenannte „Migräne-Zentrum“, reagiert überempfindlich auf Reize und wird zu Beginn einer Migräne-Attacke verstärkt durchblutet. Diese Überaktivität führt dazu, dass dein Gesichtsnerv (Trigeminusnerv) Schmerzsignale ans Gehirn sendet und verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet werden. Diese sorgen wiederum dafür, dass sich die Blutgefäße im Kopf dehnen und bestimmte Eiweißstoffe freigesetzt werden, die im Hirngewebe eine Art Entzündung hervorrufen. Diese Entzündung steigert deine Schmerzempfindlichkeit derart, dass du am Ende jeden Pulsschlag als pulsierenden Schmerz empfindest.

Medikamente gegen Migräne

Richtig dosiert und rechtzeitig eingenommen, können rezeptfreie Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Paracetamol oder Metamizol auch gegen Migräne helfen. Probiere in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt verschiedene Wirkstoffe aus. Falls das nicht hilft, kannst du auf ein rezeptfreies oder ein rezeptpflichtiges Triptan umsteigen. Auch dann kannst du, immer unter ärztlicher Begleitung, verschiedene Präparate testen. Gegen die Übelkeit kannst du dir z.B. ein Medikament mit dem Wirkstoff Metoclopramid verordnen lassen.

Tipps zur Vorbeugung einer Migräne

Versuche, so regelmäßig wie möglich zu schlafen, zu essen und zu trinken. An Tagen, wo du keine Migräne hast, solltest (Ausdauer-)Sport treiben. Ideal sind dreimal pro Woche 30 Minuten. Eigne dir auch ein Entspannungsverfahren an. Zusätzlich kannst du mit Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugen, z.B. mit Magnesium, Vitamin B2 oder dem Coenzym Q10. Frag deine Ärztin oder deinen Arzt danach. Auch eine medikamentöse Prophylaxe ist möglich. Studien zeigen, dass Betablocker, Antidepressiva oder Antiepileptika vor Migräne-Attacken schützen können. Noch relativ neu sind Antikörper und Medikamente, die einen bestimmten Botenstoff, das sogenannte CGRP, zeitweise blockieren.10

Unterschiede zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen

MigräneSpannungskopfschmerzen
Körperliche Aktivität ist nicht mehr möglich und verschlimmert die BeschwerdenKörperliche Aktivität ist noch möglich und kann die Beschwerden oft etwas lindern
Treten einseitig aufTreten beidseitig auf
Schmerzen stark ausgeprägt und schränken Alltag stark einLeichte bis milde Schmerzintensität, die den Alltag nicht stark einschränkt
Pulsierende SchmerzenDrückende Schmerzen
Begleitbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder SehstörungenLeichte Begleitbeschwerden wie Geräusch- oder Lichtempfindlichkeit möglich, aber keine Übelkeit oder Erbrechen

3. Cluster-Kopfschmerzen – Schmerzen & Symptome

Innerhalb weniger Minuten baut sich an oder hinter deinem rechten oder linken Auge ein heftiger, reißender, bohrender, brennender Schmerz auf.

Der Cluster-Kopfschmerz tritt immer nur einseitig auf und wird oft von weiteren Symptomen begleitet:

  • Schwitzen
  • Naselaufen
  • das betroffene Auge tränt und/oder wird rot
  • das betroffene Augenlid schwillt an
  • rote Flecken im Gesicht
  • ein Ohr und/oder die Nase fühlt sich verstopft an
  • starker Bewegungsdrang
  • innere Unruhe

Eine Cluster-Kopfschmerz-Attacke kann 15 bis 180 Minuten dauern. Täglich können es bis zu acht Anfälle sein. Du erlebst sie vor allem nachts, etwa 1–2 Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden. Du hast aber auch schon mal längere Zeit gar keine Anfälle gehabt. Im Frühling und im Herbst kehren sie besonders häufig zurück.

Ursachen werden noch erforscht

Männer haben etwa dreimal öfter Cluster-Kopfschmerzen als Frauen.11 Dies könnte dafür sprechen, dass z.B. das Sexualhormon Testosteron eine Rolle spielt. Abschließend geklärt ist das aber noch nicht. Auch die Frage, warum vor allem Raucher und Raucherinnen betroffen sind, kann die Forschung bislang noch nicht beantworten. Dass Cluster-Kopfschmerzen auffallend episodenhaft und häufig zu ganz bestimmten (Uhr-) Zeiten auftreten, spricht allerdings dafür, dass der „Schrittmacher“ des Gehirns, der Hypothalamus, eine Rolle spielt. Einige Studien konnten darüber hinaus  nachweisen, dass der sogenannte Vagusnerv, der Ruhe- und Entspannungsnerv deines Körpers, an der Entstehung des Cluster-Kopfschmerzes beteiligt sein könnte.12

Cluster-Kopfschmerzen sind schwer zu behandeln

Da sich Cluster-Kopfschmerzen extrem schnell aufbauen, können Wirkstoffe, die du mit
Wasser einnimmst, nichts gegen sie ausrichten. Solche Medikamente müssen im Körper erst verstoffwechselt werden. Das dauert zu lange. Daher solltest du dich mit Cluster-Kopfschmerzen immer an eine Kopfschmerz-Ambulanz oder ein Kopfschmerz-Zentrum wenden, denn: Am besten lindert 100-prozentiger Sauerstoff deine Schmerzen.

Acht bis 15 Liter pro Minute atmest du 10–20 Minuten lang durch eine Hochkonzentrationsmaske ein. Auch einige Triptane, gespritzt oder als Nasenspray, können helfen.

In Absprache mit dem Arzt kannst du deinen Vagusnerv am Hals mit einem kleinen Gerät elektrisch stimulieren. Für einige Betroffene kommt auch eine Mini-OP infrage, bei der ein winziger „Schrittmacher“ eingesetzt wird, der bestimmte Gehirnzellen hinter der Nase gezielt aktiviert. Frag deine Ärztin oder deinen Arzt nach diesen Möglichkeiten.

Kann man Cluster-Kopfschmerzen vorbeugen?

Zu dieser Frage liegen beim Cluster-Kopfschmerz bislang nur sehr wenige Antworten vor. Gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt kannst du versuchen, deine Schmerzphasen früher zu unterbrechen. Zwei Wirkstoffe können dabei helfen: Kortison und Verapamil, ein Herzmedikament.

4. Trigeminus-Neuralgie – Schmerzen & Symptome

Häufig mehrmals am Tag schießen nur für wenige Sekunden heftige Schmerzen in eine deiner Gesichtshälften ein. Die Schmerzen wechseln nie die Seite und breiten sich auch nicht aus.

Ursachen der Trigeminus-Neuralgie

Öfter bei Frauen als bei Männern über 60 berührt ein Blutgefäß den sogenannten Trigeminusnerv (Gesichtsnerv).13,14 Das Pulsieren des Blutes schädigt auf Dauer seine Schutzhülle und kann am Ende dazu führen, dass nur kalte Luft oder ein Streicheln heftige Schmerzattacken auslösen.

Ganz wichtig: Bist du jünger als 60, hast aber ähnliche Beschwerden, solltest du die Ursache unbedingt in einem darauf spezialisierten Zentrum abklären lassen.

Was kann man gegen eine Trigeminus-Neuralgie tun?

Da du diese heftigen Kopfschmerzen nur wenige Sekunden spürst, helfen rezeptfreie oder rezeptpflichtige Schmerzmittel nicht. Es ist aber möglich, die Kontaktstelle zwischen Blutgefäß und Trigeminusnerv bei einer kleinen Operation, einer sogenannten mikrovaskulären Dekompression, zu beseitigen. 80 von 100 Betroffenen haben danach keine Beschwerden mehr. Sie können aber zurückkehren. Dann kann der Eingriff wiederholt werden. Schweizer Forscher konnten in einer kleinen Beobachtungsstudie außerdem kürzlich auch zeigen, dass der Wirkstoff Brivaracetam, ein Antiepileptikum, bei einer Trigeminusneuralgie ebenfalls helfen kann.15

Kann man vorbeugen?

Zwei verschreibungspflichtige Wirkstoffe, Carbamazepin und Gabapentin, können nachweislich die Empfindlichkeit des Trigeminusnervs senken.16 In Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt wird die Medikamentendosis dafür schrittweise so lange erhöht, bis deine Schmerzattacken nachlassen. Bei 90 von 100 Patienten gelingt das. Nach einigen Wochen kann das Medikament dann langsam wieder abgesetzt werden. Es treten allerdings häufig Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auf.

5. Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Gerade in den ersten drei Monaten kannst du durch die hormonelle Umstellung vermehrt Kopfschmerzen bekommen. Außerdem machen sich viele werdende Mütter in dieser Zeit Sorgen und haben Zukunftsängste. Solche Stressmomente erhöhen ebenfalls das Kopfschmerz-Risiko. Hattest du schon vor deiner Schwangerschaft Spannungskopfschmerzen oder Migräne, können die Attacken ebenfalls erst mal zunehmen. Aber: Im zweiten und dritten Trimester erleben dann auch viele Frauen, dass ihre Kopfschmerzen fast oder vollständig verschwinden. Das liegt vor allem am weiblichen Geschlechtshormon Östrogen. Leider hält seine Schutzwirkung nach der Schwangerschaft häufig nicht mehr lange an.

Gründe für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

In seltenen Fällen treten Kopfschmerzen in der Schwangerschaft nicht vermehrt wegen der Hormonumstellung auf, sondern zeigen sich plötzlich und ungewöhnlich stark. Häufig werden sie von Schwindel, Übelkeit und/oder Wassereinlagerungen (Ödemen) begleitet. Derartige Kopfschmerzen können entweder von einem zu hohen Blutdruck verursacht werden (Präeklampsie) oder sie entstehen, weil das Blut aus deinem Gehirn nicht mehr richtig abfließen kann, weil durch die hormonelle Umstellung eine Engstelle in einem Blutgefäß entstanden ist (Sinusvenenthrombose). Dann solltest du umgehend deine Ärztin oder deinen Arzt aufsuchen oder dich in ein Krankenhaus begeben.

Was tun bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

Zeigt sich, dass deine Kopfschmerzen durch einen zu hohen Blutdruck verursacht werden, bekommst du (im Krankenhaus) blutdrucksenkende Mittel und wirst überwacht. Das gilt auch bei einer Sinusvenenthrombose. Dann bekommst du das Medikament Heparin. Aber: Das sind Ausnahmefälle. Deine Spannungskopfschmerzen kannst du in der Schwangerschaft am besten mit dem Schmerzmittel Paracetamol behandeln. (Haus-)Mittel, die dir auch schon vor der Schwangerschaft geholfen haben, z.B. Pfefferminzöl, Bewegung, Entspannung, Kälte oder Wärme, darfst du ebenfalls weiter nutzen. Die Wirkstoffe Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (ASS) solltest du spätestens ab der 28. Schwangerschaftswoche nicht mehr einnehmen. Sprich aber vorher immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber. 

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen

Versuche, deine Schwangerschaft bewusst zu erleben und zu genießen. Sprich mit deinem Partner, deinen Freundinnen oder deinem Arzt, wenn du dir Sorgen machst oder Fragen hast. Achte auf eine ausgewogene Ernährung und gönne dir mehr Pausen, in denen du zur Ruhe kommen und entspannen kannst. Damit eventuelle Komplikationen so früh wie möglich entdeckt werden, z.B. Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes, solltest du unbedingt alle Untersuchungs- und Vorsorgetermine bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt wahrnehmen.

Weitere primäre Kopfschmerzen

SUNCT-Syndrom

Diese Kopfschmerzen ähneln der Trigeminusneuraligie, weisen aber auch Beschwerden des Cluster-Kopfschmerzes auf. Die Erkrankung ist relativ selten. Etwa bei einem von 15.000 Menschen kann sie auf treten. Typischerweise geschieht das im oder nach dem 50. Lebensjahr, bei Männern häufiger als bei Frauen. Sie entwickeln starke, einseitige, pochende, schneidende oder stechende (Gesichts-)Schmerzen, die 1–5 Minuten anhalten. Täglich kann es jedoch zu 50–100 Attacken kommen, bei denen außerdem die Nasenschleimhäute anschwellen, die Augen tränen und es häufig zu einer Bindehautrötung kommt. Behandelt werden kann das SUNCT-Syndrom mit den Wirkstoffen Carbamazepin, Lamotrigin oder Gabapentin. Auch eine Operation (mikrovaskuläre Dekompression) kann helfen.

Paroxysmale Hemikranie

Auch diese primäre Kopfschmerzart ähnelt dem Cluster-Kopfschmerz. Festgestellt wird sie etwa bei einem von 50.000 Menschen. Auf einer Schmerz-Skala von eins bis zehn, ordnen über die Hälfte der Betroffenen ihre Beschwerden am obersten Ende ein. Die Schmerzen sitzen vor allem an den Schläfen, der Stirn und/oder den Augenhöhlen. Zusätzlich fangen die Augen an, zu tränen, sie werden rot, die Nase läuft oder fühlt sich verstopft an und/oder es entstehen rote Flecken im Gesicht. Einige Betroffene sind während einer Attacke, ähnlich, wie bei einer Migräne, sehr lärm- und/oder lichtempfindlich. Pro Tag können bis zu 20 Attacken auftreten, die zwei bis 30 Minuten anhalten können. Ausgelöst werden sie am häufigsten durch Stress, körperliche Belastung, Alkohol oder bestimmte Lebensmittel (u.a. Käse, Schokolade, Kaffee). Am besten behandelt werden kann eine Paroxysmale Hemikranie mit dem Wirkstoff Indometacin. Alternativ kommen aber auch Schmerzmittel wie Diclofenac oder Naproxen infrage.

Hustenkopfschmerzen

Ihr Name verrät es bereits: sie können entstehen, wenn es im Kopf durch Husten und/oder Niesen zu einer Druckerhöhung kommt. Treten sie vor dem 40. Lebensjahr auf, sollten sie unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Hustenkopfschmerzen treten plötzlich und beidseitig auf, aber nicht nach körperlicher Anstrengung. Meist halten sie nur einige Minuten an. Am zuverlässigsten verschwinden sie bei einer Therapie mit dem Wirkstoff Indometacin. Gegen den Husten können Schleimlöser oder Hustenstiller helfen. Bestimmte Medikamente, z.B. ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck, können Husten verursachen. Eventuell müssen sie bei Hustenkopfschmerzen abgesetzt und durch ein anderes Präparat ersetzt werden.

Anstrengungskopfschmerzen

Anstrengungskopfschmerzen erleben bis zu zwölf von 100 Menschen, am häufigsten bei und/oder nach Sportarten wie Laufen (Joggen), Schwimmen oder Gewichtheben. Häufig entwickeln die Betroffenen auch Kopfschmerzen beim Sex (siehe unten) oder Migräne-Attacken. Anstrengungskopfschmerzen treten beidseitig auf und fühlen sich pulsierend an. Eine Attacke dauert typischerweise etwa fünf Minuten. Die Schmerzen können aber auch bis zu zwei Tage anhalten. Um Anstrengungskopfschmerzen zu vermeiden, solltest du dich vor dem Sport immer aufwärmen (Warm-Up) und das Training mit ein paar entspannenden (Dehn-)Übungen ausklingen lassen (Cool-Down). Ferner kann auch hier der Wirkstoff Indometacin helfen.

Kopfschmerzen beim Sex

Kopfschmerzen beim Sex entwickeln überwiegend Männer vor dem und/oder beim Orgasmus. Fachleute gehen davon aus, dass mindestens einer von 100 Menschen Kopfschmerzen beim Sex entwickelt, weisen aber auch auf eine hohe Dunkelziffer hin, weil das Thema sehr schambehaftet sei. In den meisten Fällen verschwinden Kopfschmerzen beim Sex von selbst (Spontanremission). Geschieht das nicht, kommt der Wirkstoff Indometacin infrage. In diesem Fall sollte aber auch untersucht werden, ob es eventuell zu einer Subarachnoidalblutung, kurz SAB, gekommen ist.

Schlafgebundene Kopfschmerzen

Schlafgebundene Kopfschmerzen treten ausschließlich nachts und mindestens 10-mal im Monat auf. Anderenfalls trifft die Diagnose nicht zu. Ferner treten schlafgebundene Kopfschmerzen üblicherweise nach dem 50. Lebensjahr und häufiger bei Frauen auf. Die Betroffenen wachen in der Nacht mit leichten bis mittelschweren Schmerzen auf, die den ganzen Kopf betreffen und 15 bis 240 Minuten anhalten können. Fachleute vermuten, dass die Attacken durch eine Störung der „inneren Uhr“ im Gehirn verursacht werden. Vielen Betroffenen hilft es, wenn sie vor dem Schlafengehen eine Tasse starken, koffeinhaltigen Kaffee trinken. Medikamente mit Lithium können ebenfalls vorbeugend wirken.

Sekundäre Kopfschmerzen als Krankheitssymptom

Nur in etwa zehn von 100 Fällen treten Kopfschmerzen als Symptom einer anderen Krankheit auf.17 In diesen Fällen spricht man von sekundären Kopfschmerzen. Nachfolgend ihre häufigsten Ursachen.

Entzündungen

Dein Immunsystem startet Entzündungsprozesse immer dann, wenn Krankheitserreger (Bakterien, Viren Pilze) in den Körper eingedrungen sind. Entzündungsbotenstoffe sorgen dann dafür, dass die betroffene Körperregion rot und warm wird, anschwillt und wehtut. Auch Fieber gehört zur Entzündungsreaktion. Findet sie im Kopf statt, z.B. in den Ohren, in den Nasennebenhöhlen oder an einer Zahnwurzel, strahlt der Schmerz sehr häufig von dort aus. Klingt die Entzündung ab, enden auch die Kopfschmerzen.

Grippe, Erkältung, Allergien

Bei diesen Erkrankungen gelangen entweder Viren oder eigentlich harmlose Pollen in die Atemwege, die dein Körper so schnell wie möglich wieder loswerden will. Eine Entzündung (siehe oben) führt dazu, dass deine Nasenschleimhäute anschwellen und die Atemwege verstopfen. Gleichzeitig wird vermehrt Schleim gebildet, mit dem die Eindringlinge ausgespült werden sollen, der aber nicht abfließen kann. Druck baut sich auf – und Kopfschmerzen. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen und Präparate, die den Schleim lösen, können dann helfen.

Bluthochdruck

Fachleute nennen ihn auch den „stillen Killer“, weil er lange Zeit überhaupt keine Beschwerden verursacht, aber großen Schaden im gesamten Herz-Kreislauf-System anrichten kann. Wachst du morgens immer wieder mit Kopfschmerzen auf oder treten sie kurz nach dem Aufwachen auf und sitzen sie eher im Hinterkopf, spricht das dafür, dass dein Blutdruck nachts nicht mehr wie normalerweise absinkt, sondern bereits dauerhaft zu hoch liegt. Das solltest du schnellstmöglich untersuchen lassen. In der Curalie App kannst du deine Blutdruck-Werte übrigens jeden Tag eintragen und speichern.

Zähneknirschen/Zahnpressen

Wachst du morgens regelmäßig mit Kopfschmerzen in Schläfen und Stirn auf und tut dir auch deine Gesichtsmuskulatur weh, spricht das dafür, dass du nachts mit den Zähnen knirscht oder sie aufeinander presst. Schau dir die Spitzen deiner Eckzähne im Oberkiefer an. Achte auf feine Risse im Zahnschmelz. Stellst du hier Veränderungen fest, solltest du unbedingt mit deiner Zahnärztin oder deinem Zahnarzt darüber sprechen. Du kannst dann eine spezielle Zahnschiene bekommen, die das nächtliche Knirschen oder Pressen unterbindet. Dadurch werden auch deine morgendlichen Kopfschmerzen bald nachlassen.

Fehlsichtigkeit

Nimmst du Dinge in der Nähe und/oder in der Ferne verzerrt oder unscharf wahr, lässt dieses Problem aber nicht beheben, z.B., weil du keine Brille tragen willst, versuchen deine Augenmuskeln Tag für Tag, diese fehlerhafte Brechung auszugleichen. Die Folge: Sie werden übermäßig beansprucht. Das kann Nervenfasern reizen, die in andere Bereiche ausstrahlen und Kopfschmerzen verursachen. Das gilt übrigens auch für stundenlanges Arbeiten am Bildschirm und pausenloses Starren auf ein Smartphone-Display. Gönn deinen Augen regelmäßig eine Pause und lass sie mindestens alle zwei Jahre von einer Augenärztin oder einem Augenarzt untersuchen.

Medikamente

Bekommst du von deiner (Haus-)Ärztin oder deinem (Haus-)Arzt aufgrund einer anderen (chronischen) Erkrankung ein Arzneimittel verordnet, wirst du in vielen Beipackzetteln unter den möglichen Nebenwirkungen auf Kopfschmerzen stoßen, z.B. bei hormonellen Verhütungsmitteln, Herzmedikamenten oder Mitteln gegen Erektionsstörungen (PDE-5-Hemmer). Auch nach einer Impfung bekommen Menschen gelegentlich Kopfschmerzen.

Der Grund: Jedes Medikament greift in körpereigene Stoffwechselvorgänge ein. Sie werden „umgeleitet“, verstärkt oder gebremst. Das soll einerseits deine Beschwerden lindern und dir helfen, gesund zu werden beziehungsweise zu bleiben. Andererseits kann es dadurch im Körper (kurzzeitig) zu Ungleichgewichten kommen, auf die du dann eben mit Kopfschmerzen reagierst.

Das Gleiche kann passieren, wenn du ein Arzneimittel absetzt. Das solltest du grundsätzlich nie ohne ärztliche Anweisung tun! Teile deiner Ärztin oder deinem Arzt unbedingt mit, wenn du den Eindruck hast, dass du öfter und/oder stärkere Kopfschmerzen hast, seitdem du ein bestimmtes Präparat einnimmst. Dann kann sie oder er nach einer Alternative suchen. Du solltest derartige Kopfschmerzen auch nicht ohne Absprache mit (rezeptfreien) Schmerzmitteln behandeln. Zum einen kann es dadurch zu problematischen Wechselwirkungen kommen, zum anderen kann die zu häufige Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits Kopfschmerzen auslösen. Springe in diesen Abschnitt, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.

Seltenere Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen

Darüber hinaus können viele weitere Erkrankungen von Kopfschmerzen begleitet werden.

Diese haben aber zwei wichtige Punkte gemeinsam: Erstens sind sie alle zum Glück ziemlich selten, und zweitens kommen bei dir (oder einer anderen Person) zu den Kopfschmerzen
immer weitere Umstände und Beschwerden hinzu, bei denen du unbedingt und unverzüglich den Rettungsdienst (Notarzt) rufen solltet.

Folgende Alarmzeichen gehören dazu:

  • Die Kopfschmerzen treten plötzlich und ungewöhnlich stark auf.
  • Die Kopfschmerzen entwickeln sich nach einem Schlag oder Sturz auf den Schädel
  • Der Nacken schmerzt ebenfalls und/oder wird steif
  • Du (oder eine andere Person) bekommst (bekommt) Fieber.
  • Deine Pupillen (oder die einer anderen Person) sehen unterschiedlich groß aus.
  • Die Kopfschmerzen werden begleitet von Benommenheit, Schläfrigkeit, Apathie,
    und/oder Bewusstlosigkeit.
  • Es treten Seh- und/oder Sprachstörungen auf.
  • Es entwickeln sich Missempfindungen, Lähmungen und/oder epileptische Anfälle.
  • Aus den Ohren und/oder der Nase fließt Blut oder eine klare Flüssigkeit
  • Mundwinkel und/oder Augenlider hängen herab.
  • Die oder der Betroffene wirkt und verhält sich plötzlich anders als zu der Zeit, wo sie oder er noch keine Kopfschmerzen hatte (Wesensveränderungen).

Ganz wichtig: Auch wenn „nur“ eines, zwei oder drei dieser Alarmzeichen bei dir oder einer anderen Person auftreten, solltest du auf keinen Fall abwarten. Begebt euch so schnell wie möglich in eine Notaufnahme oder, falls das nicht (mehr) möglich sein sollte, alarmiert den Rettungsdienst. Gerade bei den folgenden Erkrankungen kommst es ganz besonders darauf an, dass sie frühzeitig entdeckt und behandelt werden:

  • Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke (TIA)
  • Schädel-Hirn-Trauma (Gehirnerschütterung)
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Kopfverletzungen
  • Gefäßverschlüsse (Thrombosen) im Kopf
  • Gefäßrisse (Dissektionen) im Kopf
  • (Hirn-)Blutungen
  • Erhöhter Hirndruck (Hirnschwellung)
  • Hirntumore

Wie schon gesagt, all diese Erkrankungen kommen eher selten vor, aber: Sie stellen absolute Notfälle dar. Greif also unbedingt zum Telefon und wähle die 112.   

Doch auch dann, wenn es sich nicht um einen Notfall handelt, können gewisse Anhaltspunkte darauf hindeuten, dass zumindest ein Arztbesuch angebracht wäre.

Checkliste: steckt mehr hinter deinen Kopfschmerzen?

Du solltest sicherheitshalber eine Praxis aufsuchen und klären lassen, ob eine andere Erkrankung deine Kopfschmerzen auslöst, wenn sie…:

  • zum ersten Mal im Alter von über 40 auftreten
  • deutlich länger anhalten, als du es kennst 
  • deutlich intensiver ausfallen, als du es kennst
  • an einer anderen Stelle deines Kopfes beginnen und/oder bleiben als sonst
  • mit (hohem) Fieber gekoppelt sind
  • nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf auftreten

Möchtest du per Video mit einem Arzt zu Kopfschmerzen sprechen?

Du möchtest mit einem Arzt zu deinen Symptomen oder Fragen rund um deine Kopfschmerzen sprechen? Kein Problem! Nutze einfach die Curalie App, um schnell und einfach eine Video­sprechstunde zu vereinbaren und bequem von unterwegs oder zu Hause einen Arzt zu konsultieren.

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Diagnose bei Kopfschmerzen: was passiert beim Arzt?

Vielleicht hast du bereits versucht, mit einem Kopfschmerztagebuch oder einem Kopfschmerzkalender herauszufinden, was bei dir Schädel-Gewitter auf den Plan ruft. Doch du wirst aus deinen Aufzeichnungen nicht schlau.

Möglicherweise nimmst du schon Medikamente gegen deine Kopfschmerzen ein, aber sie werden einfach nicht besser. Eventuell bist du auch besorgt, weil eine andere Erkrankung dahinterstecken könnte. All das sind gute Gründe, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Wenden kannst du dich z.B. an:

  • deine Hausärztin oder deinen Hausarzt
  • eine Neurologin oder einen Neurologen
  • eine Kopfschmerz-Ambulanz
  • ein Kopfschmerz-Zentrum

Hast du bereits ein Kopfschmerztagebuch oder einen Kopfschmerzkalender geführt, solltest du diese Aufzeichnungen auf jeden Fall zu deinem Termin mitnehmen.  Es kann der Ärztin oder dem Arzt auch schon helfen, wenn du nur eine Liste mit Medikamenten dabeihast, die du in jüngster Zeit eingenommen hast und wenn du z.B. weißt, dass es in deiner Familie weitere Personen gibt oder gab, die ebenfalls unter Kopfschmerzen leiden oder litten. Schildere der Ärztin oder dem Arzt deine Situation so genau wie möglich.

Auf diese Fragen in der Anamnese kannst du dich vorbereiten:

  • Wo genau spürst du die Kopfschmerzen?
  • Wo beginnen die Kopfschmerzen?
  • Ist der Schmerz pulsierend, stechend oder hält er dauerhaft an?
  • Wie stark ist der Schmerz?
  • Hast du bestimmte Auslöser für deine Kopfschmerzen beobachten können?
  • Wie oft leidest du an Kopfschmerzen?
  • Nimmst du aktuell Medikamente ein und – wenn ja – welche?
  • Leidest du an einer Grunderkrankung?
  • Gibt es familiäre Vorbelastungen?

Nach dieser Befragung wird dich die Ärztin oder der Arzt genau untersuchen. Dabei checkt sie oder er vor allem die Funktionen deines Nervensystems.

Diese neurologische Untersuchung folgt einem festen Ablauf.

Ablauf der Untersuchung deiner Kopfschmerzen

  1. Abhorchen und KörperhaltungNachdem die Ärztin oder der Arzt mit dir ausführlich gesprochen hat, hört sie oder er dein Herz und deine Lunge ab und misst deinen Puls. Außerdem schaut sie oder er sich deine Körperhaltung sowie deinen Gang und beobachtet, wie gut du das Gleichgewicht halten kannst.
  2. Deine Sinne werden getestet Nun geht es um deine Hirnnerven, von denen du insgesamt zwölf besitzt. Die Ärztin oder der Arzt wird z.B. deinen Geruchssinn testen, indem sie oder er dir verschiedene Duftproben reicht, die du erkennen musst. Außerdem wirst du eventuell gebeten deine Nase zu rümpfen und/oder deine Zähne zu blecken. Mit unterschiedlichen Lesetafeln werden dann deine Augen überprüft. Häufig wird dir die Ärztin oder der Arzt auch jeweils eine Auge zuhalten und dich bitten, mit dem anderen ihren/seinen Zeigefinger zu beobachten, um dein Gesichtsfeld zu kontrollieren (Fingertest).
  3. Motorik und ReflexeEs folgen einige Tests, mit denen deine Motorik (Beweglichkeit) und deine Koordination überprüft werden. Du sollst z.B. die Augen schließen und mit einem Finger deine Nasenspitze berühren. Des Weiteren checkt die Ärztin oder der Arzt deine Reflexe, z.B., indem er mit einem kleinen Hammer auf deine Kniesehne schlägt.
  4. SensibilitätAls Nächstes wird deine Sensibilität (Berührungssinn, Tastsinn) überprüft. Die Ärztin oder der Arzt berührt deine Haut z.B. mit einem weichen Stoff, einer Nadel und Reagenzgläsern, die kaltes und warmes Wasser enthalten.
  5. Sprach- und RechentestsZum Schluss kann die Ärztin oder der Arzt dir noch einige Sprach- und Rechentests vorlegen und dir Fragen zur Merkfähigkeit und zur Orientierung stellen, etwa nach der Jahreszeit, dem aktuellen Datum oder deinem Beruf. Konzentrationsprobleme, aber auch andauernde Müdigkeit und Antriebsschwäche können mit Kopfschmerzen zu tun haben.

Aus deinen Angaben und den Untersuchungsergebnissen ergibt sich häufig schon eine Diagnose, z.B. Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Dann sind keine weiteren Untersuchungen nötig und ihr könnt darüber sprechen, welche Medikamente und welche weiteren Therapiemaßnahmen für dich infrage kommen.

Bildgebende Verfahren

Kann die Ärztin oder der Arzt deine Beschwerden und deine Untersuchungsergebnisse nicht eindeutig einer bestimmten Kopfschmerzart zuordnen, oder hast du ihr oder ihm z.B. auch von Seh- und/oder Sprechstörungen, Taubheitsgefühlen, Lähmungen oder Krampfanfällen berichtet, wirst du, um der Ursache auf den Grund zu gehen, an eine Praxis überwiesen, wo dein Kopf mit einem bildgebenden Verfahren untersucht werden kann.

Üblicherweise handelt es sich dabei um eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT). Um eine (Verdachts-)Diagnose zu bestätigen und/oder bestimmte Erkrankungen auszuschließen, kann deine Ärztin oder dein Arzt weitere Untersuchungen vorschlagen, z.B.:

  • eine Aufzeichnung der Hirnströme (EEG)
  • eine Entnahme von Nervenwasser (Lumbalpunktion)
  • eine Blutentnahme für ein großes Blutbild
  • eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader (Carotis-Duplex-Sonographie)

Die Kosten für diese Untersuchungen werden im Normalfall von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Steht die Diagnose fest, wird dir deine Ärztin oder dein Arzt genau erklären, was sie für dich bedeutet und welche Behandlungsmöglichkeiten sie oder er dir empfehlen würde. Eine Operation wird nur sehr, sehr selten nötig sein. In diesem Fall hast du das Recht, dir eine zweite Meinung einzuholen.

Medikamente bei Kopfschmerzen: Einnahme und Wirkstoffe

Gegen die beiden häufigsten primären Kopfschmerzen, den Spannungskopfschmerz und die Migräne, kann dir deine Ärztin oder dein Arzt verschiedene Wirkstoffe empfehlen oder verordnen. Manche kannst du in Apotheken jederzeit kaufen, für andere musst du dort ein Rezept vorlegen.

Einige Präparate sind bereits lange auf dem Markt. Das heißt, hier liegen mittlerweile zahlreiche Studien vor, die ihre Wirksamkeit gut belegen und mögliche Risiken und Nebenwirkungen genau beschreiben. Andere Medikamente wurden dagegen erst vor wenigen Jahren zulassen. Das bedeutet, hier liegen bislang noch nicht so umfangreiche Langzeitdaten vor.

Selbstverständlich mussten die Hersteller für die Zulassung diverse Studien vorlegen. Dennoch können die Risiken und Nebenwirkungen an manchen Stellen noch nicht abschließend beurteilt werden. Bevor wir dir die einzelnen Wirkstoffe vorstellen, wollen wir jedoch eine ganz zentrale Regel vorstellen, an die du dich bei allen Medikamenten unbedingt halten solltest.

Die 3-plus-10-Regel

Nimm kein Kopfschmerzmedikament länger als an drei Tagen in Folge und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat. Das gilt insbesondere für rezeptfreie Schmerzmittel, auch dann, wenn du sie mal nicht gegen deine Kopfschmerzen einnimmst. Achte darauf, dass du richtig zählst: Brauchst du z.B. morgens eine Ibuprofen und nachmittags ein Triptan, wird dies als ein Einnahmetag gerechnet. Verteilst du diese beiden Tabletten jedoch z.B. auf zwei Nachmittage, musst du von insgesamt zehn Einnahme-Tagen im Monat bereits zwei abziehen und es bleiben nur noch acht übrig.

Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln

Du fragst dich vielleicht, warum diese Regel so wichtig ist.

Die Antwort lautet: Menschen mit Spannungskopfschmerzen und/oder Migräne, die sich nicht konsequent an diese Regel halten, sondern Medikamente häufiger einnehmen, entwickeln durch diesen Übergebrauch sehr häufig zusätzliche Kopfschmerzen. Sie heißen auf Englisch MOH (= Medication Overuse Headache) und tauchen besonders häufig bei Menschen auf, die…:18

  • …häufiger als an zehn Tagen im Moment Kopfschmerzen haben.
  • …zusätzlich eine andere schmerzhafte Erkrankung haben, z.B. Rheuma.
  • …zusätzlich an einer psychiatrischen Erkrankung leiden, z.B. an einer Depression.
  • …übergewichtig sind und/oder…
  • …regelmäßig Tabak rauchen.

Hast du den Eindruck, dass du häufiger und/oder stärkere Kopfschmerzen bekommst, obwohl du dagegen Medikamente einnimmst, solltest du unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber sprechen. Mit ihrer/seiner Unterstützung verzichtest du dann mindestens zwei Wochen lang auf alle Kopfschmerzmedikamente. Diesen Entzug kannst du ambulant oder stationär machen. Etwa bei fünf von zehn Patienten lässt dadurch nicht nur der MOH, sondern auch der ursprüngliche primäre Kopfschmerz deutlich und dauerhaft nach. Behalte also die 3-plus-10-Regel unbedingt im Hinterkopf.

Unter dieser Voraussetzung können dir die folgenden Wirkstoffe sehr gut gegen Kopfschmerzen helfen.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)

Hinter diesem medizinischen Wortungetüm verbergen sich tatsächlich Wirkstoffe, von denen du garantiert schon mal gehört hast: Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac, Naproxen, Indometacin und Metamizol. Ihre Namen klingen zwar sehr verschieden, doch diese Medikamente lindern Kopfschmerzen auf sehr ähnliche Weise.

Wirkprinzip:

Bei der (Kopf-)Schmerzentstehung spielen verschiedene Botenstoffe eine
wichtige Rolle. Zu ihnen gehört u.a. das Prostaglandin. Es sorgt dafür, dass deine
Nozizeptoren und Nervenfasern, die Schmerzreize weiterleiten, empfindlicher werden. Dadurch reagieren sie eher und leiten Schmerzsignale schneller ans Gehirn weiter, wo der eigentliche Schmerz entsteht. Aber was passiert, wenn kein Prostaglandin gebildet wird?

Richtig, der Schmerz lässt nach. Und genau das ist das Wirkprinzip der NSAR. Sie blockieren bestimmte Enzyme, die sogenannten Cyclooxygenasen, kurz COX, die an der Produktion von Prostaglandin beteiligt sind. Die NSAR unterscheiden sich, vereinfacht gesagt, nur darin, welche Cyclooxygenasen sie hemmen. Ibuprofen z.B. schaltet vor allem COX-1 und COX-2 aus. Metamizol bremst wahrscheinlich COX-3. Vollständig geklärt ist das aber noch nicht (siehe „Nebenwirkungen“). NSAR wirken innerhalb von 30–60 Minuten und lindern die (Kopf-)Schmerzen etwa 4–6 Stunden lang.

Nebenwirkungen

Vor allem bei falscher oder zu häufiger Anwendung können alle NSAR Magen-Darm-Beschwerden verursachen, z.B. Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Durchfall, Blähungen oder Verstopfung.

Acetylsalicylsäure (ASS) beeinflusst außerdem die Blutgerinnung und kann dadurch die Blutungsneigung erhöhen.

Wer sich bei Paracetamol nicht an die vorgeschriebene Höchstdosis hält, riskiert obendrein Leberschäden, Schwellungen, Asthma oder Hautausschläge.

Metamizol wiederum wurde in den USA und auch in einigen EU-Ländern vom Markt genommen, weil es nicht nur Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber auslösen kann, sondern in seltenen Fällen auch die Bildung von weißen Blutkörperchen (Granulozyten) blockiert.

WirkstoffEinmaldosisMaximaldosis
Acetylsalicylsäure500–1000 mg3000 mg
Ibuprofen400–600 mg1200 mg
Naproxen500–1000 mg1250 mg
Diclofenac50–100 mg150 mg
Paracetamol10–15 mg / kg Körpergewicht60 mg / kg Körpergewicht
Metamizol500–1000 mg4000 mg
Quelle: Holle-Lee, Dagny (2021): Die Kopfschmerz-Ambulanz – Formen und Ursachen von Kopfschmerzen – Die richtige Diagnose und wirksame Therapien, Herbig, 224 Seiten

Triptane

Zu dieser noch relativ neuen Wirkstoffgruppe gehören sowohl rezeptfreie als auch rezeptpflichtige Präparate. Sehr häufig verwendet werden z.B. Naratriptan und Almotriptan. Sie wurden speziell für Menschen mit Migräne entwickelt, denen andere Schmerzmittel (siehe oben) nicht oder nicht mehr helfen. Angeboten werden verschiedene Darreichungsformen: Tabletten, Nasensprays und Injektionen. Triptane wirken ausschließlich gegen Migräne, einige bei Cluster-Kopfschmerzen. Gegen Spannungskopfschmerzen helfen sie nicht. Das liegt daran, dass sie auf einen körpereigenen Prozess Einfluss nehmen, der nur bei Migräne eine wichtige Rolle spielt.

Wirkprinzip:

Der Botenstoff Serotonin sorgt zum einen dafür, dass Schmerzsignale in den Nervenzellen weitergeleitet werden, zum anderen beeinflusst er, ob sich die Blutgefäße im Kopf weiten oder verengen. Ein Serotonin-Ungleichgewicht macht außerdem die Schmerz-Filter im Gehirn durchlässiger. Drei Faktoren, die eine Migräne-Attacke wahrscheinlicher werden lassen.

Doch Triptane können bestimmte Rezeptoren, Andockstellen für das Serotonin, besetzen. Dadurch verengen sich die Blutgefäße im Kopf wieder und bestimmte Eiweiße, die sonst eine Entzündung auslösen, werden gestoppt. Innerhalb von 30–90 Minuten lässt die Migräne-Attacke nach.

Es hat sich allerdings gezeigt, dass verschiedene Triptane bei Menschen mit Migräne unterschiedlich wirken.

Für dich heißt das: Hast du den Eindruck, dass ein Triptan bei dir nicht oder kaum wirkt, solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber sprechen und einen anderen Wirkstoff aus dieser Gruppe ausprobieren. Vielleicht hast du in diesem Zusammenhang auch von Ergotamin gehört. Dieses Medikament wird aus der Mutterkorn-Pflanze gewonnen, wirkt bei Migräne ebenfalls entzündungshemmend und verengt die Blutgefäße. Da Ergotamin aber starke Nebenwirkungen auslösen kann, wird es nur noch sehr selten verordnet.

Nebenwirkungen

Das erste Triptan (Sumatriptan) wurde erstmals 1992 in den USA und wenig später auch in Deutschland zugelassen. Mittlerweile liegen also Daten und Erfahrungswerte aus 30 Jahren Behandlung vor. Im Vergleich zu den NSAR (siehe oben) ein relativ kurzer Zeitraum. Dennoch steht mittlerweile fest, dass Triptane meist gut vertragen werden. Sie können aber Schwächegefühle hervorrufen, Schwindel oder Hitzewallungen verursachen sowie ein Engegefühl in der Brust auslösen.

Folgende Triptane sind in Deutschland auf dem Markt:

  • Sumatriptan
  • Naratriptan
  • Zolmitriptan
  • Rizatriptan
  • Almotriptan
  • Eletriptan
  • Frovatriptan

Ditane

Triptane gelten zwar mittlerweile als sogenannter Goldstandard in der Migräne-Therapie. Doch für (ältere) Patientinnen und Patienten, die zusätzlich eine kardiovaskuläre Erkrankung haben, z.B. eine Angina pectoris, eine koronare Herzkrankheit oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), kommen sie nicht infrage, weil sie die Blutgefäße verengen.19 Ditane tun das nicht, obwohl sie, wie die Triptane, in das körpereigene Serotonin-System eingreifen, aber auf andere Weise.

Wirkprinzip:

Ditane besetzen einen anderen Rezeptor, also eine andere Serotonin-Andockstelle als Triptane. Das verhindert die Freisetzung weitere Botenstoffe (Neuropeptide), was wiederum die Schmerzweiterleitung hemmt. Bislang hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ein Ditan zugelassen. Seit Mitte 2022 können Ärztinnen und Ärzte den Wirkstoff Lasmiditan verordnen.

Nebenwirkungen

Bislang sind lediglich die unerwünschten Wirkungen aus den Zulassungsstudien zu Lasmiditan bekannt. Dazu gehören Schwindel, Müdigkeit, Empfindungsstörungen und ein allgemeines Gedämpft-Sein. Langzeitdaten liegen natürlich noch nicht vor. Sprich am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn Triptane für dich bislang für dich nicht infrage kamen.

Gepante

Aus dieser Wirkstoffgruppe hat die Europäische Arzneimittelbehöre EMA Anfang 2022 das erste Präparat zugelassen: Rimegepant. Es wirkt ebenfalls nur bei Migräne, greift aber in eine andere Schlüsselkomponente einer Attacke ein als Triptane und Ditane.

Wirkprinzip:

Gepante blockieren vorübergehend Andockstellen (Rezeptoren), die normalerweise für den Botenstoff CGRP gedacht sind. CGRP erweitert die Blutgefäße und ist außerdem an der Signalübertragung durch Nozizeptoren beteiligt. Findet CGRP keine Rezeptoren, kann es nicht wirken. Die Migräne-Attacke flaut ab.

Nebenwirkungen

Auch hier liegen bislang nur die unerwünschten Nebenwirkungen aus den Zulassungsstudien vor. Die häufigsten waren Übelkeit und Atemnot. Für Menschen mit einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion sind Gepante nicht geeignet. Zu Menschen über 65 liegen keine Erfahrungswerte nicht vor. Langzeitdaten fehlen natürlich ebenfalls noch

Du siehst, Kopfschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben, aber auch sehr gut behandelt werden. Die Forschung sucht nach wie vor nach weiteren Wirkstoffen, die akut, aber auch vorbeugend gegen Kopfschmerzen helfen. Meistens sind sie harmlos, aber das heißt nicht, dass du sie aushalten musst. Lass dir helfen! Geh zu deiner Ärztin oder deinem Arzt. Je früher du in „deinen“ Kopfschmerz eingreifst, desto erfolgreicher lässt er sich behandeln und umso kleiner wird das Risiko, dass er chronisch wird.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen: Hopp oder top?

Muss es immer gleich eine Tablette sein? Schmerzmittel und andere Medikamente gegen primäre Kopfschmerzen sind zwar insgesamt gut verträglich, bergen aber immer das Risiko, dass sie, wenn sie zu häufig eingenommen werden, selbst Kopfschmerzen verursachen. Daher suchen viele Betroffene nach Alternativen – und die gibt es durchaus. Vor allem, wenn du eher selten und eher leichte (Spannungs-)Kopfschmerzen hast, kannst du auf jeden Fall einige Hausmittel ausprobieren, die schnell gegen akute Kopfschmerzen wirken. Was bei deinen Kopfschmerzen am besten hilft, musst du selbst herausfinden und hängt auch von der Ursache ab. Die nachfolgenden Tipps und Hausmittel helfen zudem vor allem bei Spannungskopfschmerzen. Bei chronischen Kopfschmerzen oder Migräne-Attacken können sie vereinzelt auch für Linderung sorgen. Jedoch sollte die Behandlung mit Hausmitteln in diesem Fall mit einem Arzt abgesprochen und eher ergänzend zur medikamentösen Therapie angewendet werden.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen:

  • Wärme (Nackenguss, Kirschkernkissen, Kompresse, Wärmflasche)
  • Kälte (Gelkisen oder kalter Waschlappen)
  • Pfefferminzöl
  • Ruhige Bewegungen
  • Entspannung
  • Kaffee (oder andere koffeinhaltige Getränke)
  • Tee

Wohltuende Wärme

Spannungskopfschmerzen werden von einseitig belasteten und/oder verspannten Muskeln im Nacken-Schulter-Bereich ausgelöst. Diese kannst du z.B. mit einem erwärmten Kirschkernkissen, einer feucht-warmen Kompresse oder einem warmen Strahl aus der Dusche (Nackenguss) lockern und entspannen. Bei Migräne oder Kopfschmerzen, die durch einen (zu) niedrigen Blutdruck begünstigt werden, bewirkt Wärme, insbesondere ein warmes Vollbad, allerdings eher das Gegenteil, weil sie die ohnehin schon geweiteten Blutgefäße noch zusätzlich dehnt.

Kühlende Kälte

Zieht ein Gewitter im Kopf auf, nachdem du lange am Bildschirm gearbeitet hast, kannst du dir für einige Minuten ein Gelkissen aus dem Kühlschrank oder einen kalten Waschlappen auf die Stirn, die Schläfen und/oder in den Nacken legen. In vielen Fällen verringert das die Schmerzwahrnehmung. Außerdem zieht die Kälte die Blutgefäße zusammen.

Pflegendes Pfefferminzöl

In Drogerien und Apotheken bekommst du verschiedene Öle, die du dir mit einem kleinen Schwämmchen oder direkt auf die Stirn und die Schläfen tupfen kannst. Sie wirken ebenfalls kühlend und wirken vor allem bei Spannungskopfschmerzen.

Beruhigende Bewegung

Bei einer Migräne-Attacke definitiv keine Option, da körperliche Aktivitäten die Beschwerden verstärken. Hast du jedoch Spannungskopfschmerzen, kann Bewegung an der frischen Luft, z.B. ein Spaziergang oder eine kurze Radtour, durchaus helfen. Sie regt die Durchblutung an und versorgt deinen Körper mit einer Extra-Portion Sauerstoff.

Echte Entspannung

Was hilft dir am besten, innerlich zur Ruhe zu kommen? Entspannende Musik, deine Kuscheldecke, eine Yoga- oder eine Meditationsübung? Probiere verschiedene Möglichkeiten aus. Wer lernt, bewusst zu entspannen, der hilft seinem Körper überschüssige Stresshormone abzubauen sowie emotionale und muskuläre Verspannungen zu lösen.

Koffeinhaltiger Kaffee

Viele schwören bei Kopfschmerzen darauf. Wissenschaftlich belegt ist, dass Koffein die Blutgefäße verengt und dadurch den Blutdruck erhöht. Das kann durchaus gegen (Spannungs-)Kopfschmerzen helfen. Aber: Dieser Effekt zeigt sich nur bei Menschen, die nicht gewohnheitsmäßig Kaffee trinken! Wer an große Mengen Koffein gewöhnt ist, bei dem verpufft die Wirkung. Doch gerade Menschen mit Migräne sollten vorsichtig damit sein, ihren Kaffee-Konsum plötzlich zu verändern, denn das kann tatsächlich zusätzliche Migräne-Attacken auslösen.

Traditioneller Tee

Die Heilpflanze Mädesüß enthält eine Vorstufe des Schmerzmittels Acetylsalicylsäure. Bereite dir aus den Blüten und dem Kraut zwei- bis dreimal täglich eine Tasse Tee zu, vor allem, wenn du wegen einer Erkältung oder einer Grippe Kopfschmerzen hast. Übergieße dafür 1 TL Mädesüß mit 150 ml kochendem Wasser und lass den Tee 10 Minuten lang ziehen. Dann durch ein Sieb abseihen und ungesüßt und möglichst warm trinken.

Wichtig: Ist bei dir eine Überempfindlichkeit gegen Salicylate bekannt oder hast du Kopfschmerzen in der Schwangerschaft, solltest du kein Mädesüß zu dir nehmen.

Hilfreiche Programme aus der Curalie App

Auch einige unserer Programme können dir dabei helfen, Kopfschmerzen zu lindern bzw. ihnen vorzubeugen. So bietet die App etwa viele Programme gegen Stress, wie etwa Meditationsanleitungen, Atemübungen und Yoga-Kurse für Einsteiger.

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Quellen

(1) (8) (17) Holle-Lee, Dagny (2021): Die Kopfschmerz-Ambulanz – Formen und Ursachen von
Kopfschmerzen – Die richtige Diagnose und wirksame Therapien, Herbig, 224 Seiten

(2) Mose LS, Pedersen SS, Jensen RH, Gram B. Personality traits in migraine and medication-overuse headache: A comparative study. Acta Neurol Scand. 2019 Aug;140(2):116-122. doi: 10.1111/ane.13111. Epub 2019 May 15. PMID: 31038726.

(3) (18) Diener H.-C., Kropp P. et al., Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerz- oder
Migränemitteln (Medication Overuse Headache = MOH), S1-Leitlinie, 2022; in: Deutsche
Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie

(4) Leistad RB, Stovner LJ, White LR, Nilsen KB, Westgaard RH, Sand T. Noradrenaline and cortisol changes in response to low-grade cognitive stress differ in migraine and tension-type headache. J Headache Pain. 2007 Jun;8(3):157-66. doi: 10.1007/s10194-007-0384-9. Epub 2007 Jun 11. PMID: 17568991; PMCID: PMC3476146.

(5) Leistad RB, Sand T, Nilsen KB, Westgaard RH, Stovner LJ. Cardiovascular responses to cognitive stress in patients with migraine and tension-type headache. BMC Neurol. 2007 Aug 7;7:23. doi: 10.1186/1471-2377-7-23. PMID: 17683636; PMCID: PMC2048502.

(6) Leistad RB, Sand T, Westgaard RH, Nilsen KB, Stovner LJ. Stress-induced pain and muscle activity in patients with migraine and tension-type headache. Cephalalgia. 2006 Jan;26(1):64-73. doi: 10.1111/j.1468-2982.2005.00997.x. PMID: 16396668.

(7) Straube, A. (Hrsg.), Therapie des episodischen und chronischen Kopfschmerzes
vom Spannungstyp und anderer chronischer täglicher Kopfschmerzen, in: Leitlinien für
Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart

(9) Diener H.-C., Gaul C., Kropp P. et al., Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, S1-Leitlinie, 2018, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie.

(10) Diener H.-C., May A. et al., Prophylaxe der Migräne mit monoklonalen Antikörpern gegen CGRP oder den CGRP-Rezeptor, Ergänzung der S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, 2019, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie.

(11) May A, Evers S, Brössner G, Jürgens T, Gantenbein AR, Malzacher V, Straube A.: Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerz, anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzen, schlafgebundenem Kopfschmerz und idiopathisch stechenden Kopfschmerzen.

(12) Überarbeitete Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in Zusammenarbeit mit der DGN, ÖKSG, SKG. Nervenheilkunde. 2016; 35(3): 137–151

(13) Stieglitz, Lennart (2022). Wenn Nerv und Blutgefäss in Konflikt stehen. BrainMag, 2022:16-19.

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(15) Kneppe K, Czell D. Brivaracetam – eine gute Alternative in der akuten Behandlung der Trigeminusneuralgie [Brivaracetam – A Good Alternative in the Acute Treatment of Trigeminal Neuralgia]. Praxis (Bern 1994). 2022 Jan;110(1):21-25. German. doi: 10.1024/1661-8157/a003758. PMID: 34983204.

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(19) Wirtz PH, von Känel R. Psychological Stress, Inflammation, and Coronary Heart Disease. Curr Cardiol Rep. 2017 Sep 20;19(11):111. doi: 10.1007/s11886-017-0919-x. PMID: 28932967.

Weitere Quellen (ohne Fußnoten)

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