Dein Ratgeber bei Durchfall

Wir beantworten zahlreiche Fragen zu einem unangenehmen, aber meist harmlosen Thema: Durchfall. Was sind mögliche Ursachen? Welche Lebensmittel oder Medikamente können zu Diarrhö führen? Gibt es Warnzeichen, bei denen du doch lieber einen Arzt aufsuchen solltest? Außerdem gibt’s Tipps zur Vorbeugung. Möchtest du zu diesem Thema schnell und unkompliziert mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen, nutze unsere Video­sprechstunde.

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Durchfall im Überblick

Häufigkeit: Erwachsene sind im Durchschnitt einmal pro Jahr betroffen, Kinder noch häufiger.

Mögliche Ursachen: Meist ist Durchfall ein Symptom einer Infektion mit Viren, zum Beispiel mit Noroviren oder Rotaviren. Doch oft hat man auch einfach nur etwas „falsches“ gegessen, oder eine noch nicht diagnostizierte Lebensmittelallergie steckt dahinter. Allerdings können in seltenen Fällen auch ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken, oder eine (Lebensmittel)vergiftung.

Risikofaktoren: Stress, Hitze, Konsum von Leitungswasser oder bestimmten Lebensmitteln auf Reisen (Reisedurchfall), Ausdauersport (Läufer-Durchfall), Schwangerschaft, Einnahme bestimmter Medikamente. Bei Kindern: Zahnen

Diagnose: Ausführliche Anamnese, Stuhlprobe, bei Verdacht auf ernsthaftere Ursachen auch Blutbild, Darmspiegelung oder medizinische Tests, z. B. Allergietests

Mögliche Folgen: Austrocknung (Dehydratation)

Behandlung: Anpassung der Ernährung, Behandlung der möglichen Grunderkrankung, die Einnahme von Medikamenten wie Loperamid, Butylscopolamin oder Kohletabletten nur mit Bedacht und nach ärztlicher Empfehlung

Was ist Durchfall?

Wie unterschiedlich wir Menschen sind, zeigt sich auch auf der Toilette: Manche entleeren ihren Darm nur alle drei Tage und produzieren harte Fakten; bei anderen drückt der Stuhl dreimal pro Tag und heraus kommt eine unförmige weiche Masse. All das ist vollkommen normal.

Um Durchfall handelt es sich erst…:

  • bei mehr als drei Stuhlgängen pro Tag
  • bei sehr flüssiger Beschaffenheit (Wasseranteil über 75 Prozent)
  • bei erhöhter Menge (mehr als 200 Gramm pro Toilettengang

Dann sprechen Mediziner von Diarrhö/Diarrhoe und der Volksmund von Dünnschiss, Flitzekacke oder Montezumas Rache.

Der akute Durchfall ist zwar unangenehm, aber in der Regel harmlos. Häufigste Ursache ist eine Magen-Darm-Infektion mit Viren oder Bakterien, die die Verdauung für wenige Tage oder Wochen durcheinanderbringt. Durchfall kann jedoch auch als Nebenwirkung von Medikamenten sowie als Folge von Nahrungsunverträglichkeiten, Vergiftungen (z.B. durch Pilze) und psychischen Belastungen auftreten. Hängt der Durchfall mit einer Infektion zusammen, verschwindet er meist innerhalb einiger Tage von selbst.

Wenn sich infolge des Durchfalls nicht nur die Beschaffenheit, sondern auch die Farbe des Kots verändert, sind manche Betroffene verunsichert. Doch Abweichungen vom gewohnten Mittel- bis Dunkelbraun sind nicht automatisch Anlass zur Sorge. Ein senfartiges Gelb kann ein Hinweis darauf sein, dass der angeschlagene Darm mit der Verdauung von milch- oder stärkehaltigen Produkten überfordert ist. Nur in seltenen Fällen ist die gelbe Farbe eine Folge schwerwiegender Erkrankungen (z.B. Entzündungen von Leber oder Bauchspeicheldrüse). Auch grüner Stuhlgang tritt in Zusammenhang mit Magen-Darm-Infekten häufig auf – insbesondere nach dem Verzehr von grünem Gemüse wie Spinat oder Grünkohl.

Das wichtigste Behandlungsziel bei akutem Durchfall besteht darin, den erhöhten Flüssigkeitsverlust des Körpers auszugleichen – meist gelingt das mit einfachen Hausmitteln.

Hält der Durchfall länger als zwei Wochen an, ist es wichtig, die Ursache von einem Arzt abklären zu lassen. Viele Fälle von chronischem Durchfall lassen sich auf das sogenannte Reizdarmsyndrom zurückführen. Wie es dazu kommt, ist noch nicht gänzlich erforscht. Sicher ist aber, dass das Reizdarmsyndrom individuell sehr unterschiedlich ist und häufig in Zusammenhang mit anderen (körperlichen oder psychischen) Erkrankungen auftritt.

Die verschiedenen Arten von Durchfall

  • Sekretorischer Durchfall: Zur Aufspaltung der Nahrung sondern die Verdauungsorgane flüssige Stoffe (Sekrete) ab, die normalerweise zum Großteil wieder von der Darmschleimhaut aufgenommen werden (Resorption). Beim sekretorischen Durchfall funktioniert die Resorption nicht: Durch die Schleimhaut gelangt mehr Flüssigkeit ins Darminnere als aufgenommen wird – der Stuhl wird wässrig.
  • Osmotischer Durchfall: Vor allem bei Intoleranzen oder infolge von Medikamenteneinnahmen können unverdaute Nahrungsbestandteile in den Darm gelangen. Flüssigkeit, die bei gesunder Verdauung von der Darmschleimhaut aufgenommen wird, konzentriert sich auf diese Stoffe (Osmose) und verbleibt dadurch im Darminnern.
  • Exsudativer Durchfall: Ist die Darmschleimhaut entzündet, kann eine blutähnliche Flüssigkeit (Exsudat) austreten und sich mit dem Stuhl vermischen. Diese Form des Durchfalls ist für chronisch-entzündliche Erkrankungen typisch, kann aber die Folge eines Befalls mit Bakterien oder Parasiten sein.
  • Hypermotiler Durchfall: Ist die Darmmuskulatur sehr aktiv (hypermotil), rutscht der Speisebrei durch, ohne dass ihm ausreichend Flüssigkeit entzogen wird. Für diese funktionelle Störung sind häufig psychische Gründe oder Fehlfunktionen des Nervensystems verantwortlich.
  • Fettstuhl: Große Mengen breiigen Stuhls können entstehen, wenn Nahrungsfette nicht komplett aufgespalten werden. Dahinter steckt in vielen Fällen ein Mangel an Gallensäure, der typischerweise nach Entfernung der Gallenblase auftritt. 

Akut oder chronisch: Ursachen im Überblick

Mögliche Ursachen für akuten Durchfall:

  • Magen-Darm-Infektion (mit Viren oder Bakterien)
  • Parasiten (z.B. Amöben, Giardien)
  • Vergiftung (z.B. durch Bakterien, Pilze, Pflanzen oder Chemikalien)
  • Medikamente (z.B. Abführmittel, Antibiotika, Zytostatika)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Intoleranzen oder Allergien)
  • Psychische Faktoren (z.B. Stress, Angst, Nervosität)
  • Krebsbehandlung (z.B. Bestrahlung, Chemotherapie, Immuntherapie)
  • Strahlentherapie

Mögliche Ursachen für chronischen Durchfall:

  • Reizdarmsyndrom (z.B. infolge psychischer Belastungen)
  • Chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Krebserkrankungen (vor allem Darmkrebs)
  • Chronische Darminfektion (durch Befall mit Viren, Bakterien oder Parasiten)
  • Malassimilation (Fehlfunktion der Nahrungsverwertung)
  • Hormonelle Störungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion)
  • Entzündete Darmausstülpungen (Divertikulitis)
  • Enddarminfektion
  • Krankhafte Eiweißablagerungen (Amyloidose)

Wie entsteht akuter Durchfall genau?

Die Ursache für akuten Durchfall ist in den meisten Fällen eine Magen-Darm-Infektion (Gastroenteritis), für die Viren ebenso wie Bakterien als Auslöser in Frage kommen. Unter den Viren sind vor allem Noroviren, Rotaviren und Adenoviren als Durchfallerreger berüchtigt.

Zu den typischen Durchfallbakterien gehören:

  • Gattungen Clostridium difficile
  • Campylobacter
  • Salmonellen
  • bestimmte Stämme des Darmbakteriums E. Coli (bekannt als EHEC).

EHEC ist die Hauptursache für Durchfall bei Kleinkindern in Entwicklungsländern und bei Touristen in tropischen Urlaubsregionen (sogenannter Reisedurchfall).

Je nach Bakterium lässt sich auch der Mechanismus, der zum Durchfall führt, ziemlich genau beschreiben. EHEC gehört zum sogenannten Sekretionstyp: Das Bakterium nistet sich in der Darmschleimhaut ein und bewirkt, dass Flüssigkeit (Sekret) ins Innere des Darms abgegeben wird. Davon abzugrenzen ist der Invasionstyp (z.B. Campylobacter), der in die Zellen der Darmschleimhaut eindringt und diese zerstört. Salmonellen und andere Bakterien wiederum werden zum Penetrationstyp gezählt, der durch die Darmschleimhaut ins Bindegewebe vordringt und dort für Entzündungsreaktionen sorgt.

Bakterien und Viren als Auslöser

Viren, die Durchfall verursachen:

  • Rotaviren
  • Noroviren
  • Adenoviren

Bakterien, die Durchfall verursachen:

  • Campylobakter
  • Salmonellen
  • Escherichia coli (E. coli), vor allem vom Typ EHEC
  • Shigellen
  • Listerien
  • Staphylokokken
  • Vibrio cholerae
  • Yersinien

Reisedurchfall

Beim Urlaub in heißen Ländern Asiens, Afrikas und Südamerikas kommen verschiedene Faktoren zusammen, die den Darm belasten. Neben den häufig stark gewürzten Speisen und den hohen Temperaturen führen vor allem niedrige Hygienestandards zum sogenannten „Reisedurchfall“. Mangelnde Trinkwasserqualität und verunreinigte Lebensmittel stellen besondere Risiken dar. Je nach Region dominieren unterschiedliche Krankheitserreger und tragen dazu bei, dass die Darmflora der Touristen aus der Balance gerät. In schweren Fällen von Durchfall können auch Parasiten (z.B. Amöben) die Ursache sein.

Zur Vorbeugung von Reisedurchfällen solltest du im Urlaubsland einige Hygiene-Regeln einhalten:

  • Wasch dir vor dem Essen und nach jedem Toilettengang gründlich die Hände. Nutze zum Händetrocknen möglichst Papierhandtücher.
  • Trinke kein Leitungswasser und nutze es auch nicht zum Zähneputzen; verwende stattdessen abgepacktes Flaschenwasser.
  • Wasche Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich und schäle es selbst.
  • Iss Fleisch und Fisch immer nur komplett durchgegart.
  • Vermeide Kontakt mit Tieren bzw. wasche dir nach jeder Berührung die Hände.
  • Vermeide Tiefkühlprodukte, insbesondere in warmen Ländern, da die Kühlkette eventuell unterbrochen wurde.
  • Verzichte auf Eiswürfel, da diese häufig aus Leitungswasser hergestellt werden.
  • Vermeide nicht pasteurisierte Milch.

Erkundige dich außerdem vor deiner Reise im Tropeninstitut, ob in deinem Fall eine Impfung gegen Cholera-Bakterien (Vibrio cholerae) empfohlen wird. Für andere Erreger von Reisedurchfall gibt es keinen Impfstoff.

Welche Ursachen gibt es noch?

Der gesamte Verdauungstrakt ist ein sensibles Gebilde, das nicht nur auf Krankheitserreger, sondern auch auf viele andere Einflüsse empfindlich reagieren kann. Nicht zufällig verweisen verschiedene Redewendungen wie „Das schlägt mir auf den Magen“ darauf, dass ungewohnte Belastungssituationen dazu beitragen, Leber, Magen und Darm aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Nahrung

Zu den Speisen und Getränken, die die Verdauungsorgane vor besondere Herausforderungen stellen und Durchfall verursachen können, gehören:

  • scharfe und stark gewürzte Mahlzeiten (regen die Verdauung an und reizen die Schleimhäute)
  • fettiges Essen (unverdaute Fettsäuren führen zum sogenannten Fettstuhl)
  • ein Übermaß an fruktosereichen Lebensmitteln wie Obst, Süßigkeiten und Softdrinks (Fruchtzucker kann nicht unbegrenzt verdaut werden)
  • Milchprodukte (weltweit verträgt die Mehrheit der Menschen keinen Milchzucker)
  • Kaffee (regt die Darmpassage an)
  • Alkohol (hemmt die Aufnahme von Flüssigkeit im Darm)
  • Eine durch verdorbene Speisen herbeigeführte Lebensmittelvergiftung (durch bakterielle Giftstoffe) kann ebenfalls mit Durchfall verbunden sein.

Stress

Dass sich Körper und Geist in bedrohlichen Situationen gezielt anspannen und auf Kampf-oder-Flucht-Modus umschalten, ist unser evolutionäres Erbe. Dafür ist der Teil des Nervensystems verantwortlich, der als Sympathikus bezeichnet wird und unter anderem dafür sorgt, dass das Herz schneller schlägt und die Muskeln besser durchblutet werden. Funktionen, die in Stresssituationen irrelevant oder gar hinderlich sind, werden dagegen nach unten reguliert – das gilt auch für die Verdauung. Allerdings hat der Sympathikus die Rechnung ohne seinen Gegenspieler gemacht: Der Parasympathikus schaltet sich ein, sobald Teile des Gehirns erkennen, dass der äußere Stress gar nicht so bedrohlich ist wie ursprünglich angenommen. Diese prompte Gegenreaktion führt dazu, dass der Darm angeregt wird – manchmal so extrem, dass es zu Durchfall kommt.

Hitze

Dass ungewohnt hohe Temperaturen zu Durchfall führen können, gilt zwar als sicher, allerdings sind die Ursachen noch nicht vollständig verstanden. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus direkten und indirekten Ursachen. Unmittelbar wirkt die Hitze insofern, als der Körper Schwerstarbeit leisten muss, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Dazu wird die Haut viel stärker durchblutet als normalerweise. Vermutlich geschieht das auf Kosten des Darms, der im Blutkreislauf vorübergehend nur eine Nebenrolle spielt. Weil dadurch die normale Darmfunktion gestört wird, steigt das Durchfallrisiko. Hinzu kommen die indirekten Ursachen: Bei hohen Temperaturen können sich Keime leichter vermehren; zusätzlich lädt große Hitze zum Baden ein, was den Kontakt mit zahlreichen Erregern wahrscheinlicher macht.

Sport

Neben dem „Reisedurchfall“ hat sich auch der sogenannte „Läufer-Durchfall“ als eigenständiger Begriff etabliert. Dahinter steckt das Phänomen, dass Sportler – überwiegend im Ausdauerbereich – häufig mit Bauchkrämpfen und Durchfall zu kämpfen haben. Die Ursachen liegen vor allem in der hohen körperlichen Belastung. Einerseits führt die gesteigerte Bewegungsintensität dazu, dass der Druck auf den Darm und andere Verdauungsorgane erhöht wird. Andererseits werden diese Organe beim Sport schwächer durchblutet, damit im Gegenzug die Muskeln mit mehr Sauerstoff versorgt werden können. Wettkampfstress und falsche Ernährung können Verdauungsprobleme zusätzlich verstärken.

Darmspiegelung

Dass die Verdauung einige Zeit braucht, um sich von einer Darmspiegelung zu erholen, ist ganz normal. Manche Menschen haben mit Verstopfung zu kämpfen, in anderen Fällen kommt es zu Durchfall. Die erhöhte Darmaktivität lässt sich in der Regel auf die Abführmittel zurückführen, die vor der Darmspiegelung verabreicht werden, um den Darm zu reinigen.

Geburt

Weicher Stuhlgang (bis hin zu Durchfall) bei schwangeren Frauen gilt als Vorbote der Geburt. Die zunehmende Aktivität der Gebärmutter bewirkt, dass auch der Darm angeregt wird. Durch die Darmentleerung schafft der Körper Platz für den bevorstehenden Geburtsvorgang.

Zahnen

Es ist eine weitverbreitete Annahme, dass das Immunsystem von Babys geschwächt wird, sobald sich die ersten Zähne herausbilden. Tatsächlich ist auffällig, dass die Kleinen in dieser schwierigen Phase häufiger mit Fieber oder Durchfall zu kämpfen haben. Die Ursache dafür ist aber nicht das Zahnen selbst, sondern der nachlassende Nestschutz. Die angeborenen Antikörper, die das Kind von der Mutter übernommen hat, sind häufig gerade dann aufgebraucht, wenn die ersten Zähne durchbrechen.

Medikamente

Abführmittel werden bewusst eingesetzt, um die Darmentleerung zu fördern (z.B. bei Verstopfung oder vor medizinischen Eingriffen). Beim missbräuchlichen Einsatz von Abführmitteln in hoher Dosis wird Durchfall bewusst in Kauf genommen, um Gewicht zu reduzieren. Diese Abnehmstrategie ist in der Regel nicht zielführend und außerdem gesundheitsschädlich, weil der der Flüssigkeitshaushalt gestört wird.   

Bei vielen anderen Medikamenten kann Durchfall als Nebenwirkung auftreten. Dazu zählen:

  • Antazida
  • Antibiotika
  • Buspiron
  • Chenodesoxycholsäure
  • Cholestyramin
  • COMT-Hemmer
  • Digitalis
  • Diuretika
  • H2-Blocker
  • Lactulose
  • Lithium
  • NSAR
  • SSRI
  • Zytostatika

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Welchen Risikofaktoren kann man vorbeugen?

Viren und Bakterien, die Durchfall verursachen, können sowohl über die Luft (Tröpfcheninfektion) als auch durch verunreinigte Gegenstände und Lebensmittel (Schmierinfektion) übertragen werden. Das Risiko durch eine Tröpfcheninfektion kann durch einfache Maßnahmen verringert werden – dazu zählen z.B. Lüften, Abstandhalten und medizinische Mund-Nasen-Masken (vor allem dann, wenn die infizierte Person sie selbst trägt).

Um Schmierinfektionen zu verhindern, kommt es darauf an, Hygieneregeln in Bad und Küche zu befolgen.

Handhygiene

Da Viren und Bakterien mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, können sie theoretisch überall sein. Das gilt auch für das eigene Zuhause, zu dem Erreger beispielsweise über Einkäufe und die Kleidung Zugang erhalten. Ist eine Person im eigenen Haushalt bereits an Durchfall erkrankt, ist das Infektionsrisiko deutlich erhöht: Typischerweise gelangen Erreger durch Anfassen verunreinigter Gegenstände – z.B. einer Türklinke – zunächst zur Hand, die dann früher oder später zum Gesicht geführt wird, wo die Bindehaut des Auges oder die Schleimhäute von Mund und Nase als Eintrittspforten dienen.

Dagegen hilft vor allem eins: häufiges und gründliches Händewaschen. Das heißt, ausreichend Seife nicht nur auf den Handinnenflächen, sondern auch zwischen den Fingern sowie auf den Handrücken und Handgelenken verreiben und abwaschen. Das sollte möglichst oft, zumindest aber nach jeder Berührung mit Gegenständen passieren, zu denen eine infizierte Person Kontakt hat (z.B. Geschirr oder Bettwäsche). Sind Durchfallerreger im Haus ist es außerdem ratsam, bei der Toilettenreinigung Einweghandschuhe (und möglichst eine Maske) zu tragen und die Hygieneartikel sofort danach zu entsorgen.

Lebensmittelhygiene

Von rohen und ungewaschenen Nahrungsmitteln geht ein hohes Risiko für eine bakterielle Ansteckung mit Durchfall aus. Obst und Gemüse sollten daher gründlich gewaschen werden – auch dann, wenn später die Schale entfernt wird (ansonsten können Keime über das Messer ins Innere gelangen).

Bei rohen Eiern gilt es insbesondere, die Gefahr durch Salmonellen zu minimieren. Die Eier sollten kühl gelagert werden und möglichst frisch sein (nicht älter als zehn Tage), auf eine unbeschädigte Schale ist ebenfalls zu achten. Da sich Bakterien nicht nur im Inneren des Eis, sondern auch auf der Schale befinden können, solltest du rohe Eier nicht in Kontakt mit anderen Küchengegenständen bringen, sondern sofort verwerten. Werden die Eier gekocht oder auf sonstige Art hoch erhitzt (mindestens 70 Grad), haben die Salmonellen keine Chance.

Auch rohes Fleisch ist häufig mit Salmonellen oder anderen Bakterien (z.B. Campylobacter) befallen. Anders als Obst und Gemüse sollte das Fleisch jedoch nicht abgewaschen werden, da durch Spritzwasser Keime in der Küche verteilt werden können. Für die Zubereitung sollte ein eigenes Schneidebrett verwendet werden, das für Obst und Gemüse tabu ist. Arbeitsstellen und Gegenstände (z.B. Messer) sollten nach dem Kontakt mit dem rohen Fleisch gründlich gereinigt werden. Das durchgegarte Fleisch ist nach hohem Erhitzen in Pfanne oder Backofen unbedenklich.

Diese Lebensmittel können zu Durchfall führen

Der menschliche Stoffwechsel ist sehr individuell. Deshalb kann es passieren, dass bestimmte Speisen, von den einen gut vertragen werden, bei anderen jedoch Durchfall oder sonstige Verdauungsprobleme hervorrufen. In manchen Fällen lässt sich durch medizinische Tests eine Nahrungsmittelunverträglichkeit feststellen.

Unterschieden wird dabei zwischen Nahrungsintoleranz und -allergie:

  • Eine Intoleranz – z.B. gegen Laktose (Milchzucker) oder Fruktose (Fruchtzucker) – besteht dann, wenn das Verdauungssystem mit der Verwertung eines Nahrungsmittels überfordert ist (häufig aufgrund fehlender Enzyme).
  • An einer Nahrungsmittelallergie ist immer das Immunsystem beteiligt, das sich einschaltet aufgrund vermeintlich kritischer Stoffe einschaltet und aggressiv auf (eigentlich unbedenkliche) Nahrungsbestandteile reagiert.

Ein Sonderfall ist die Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), bei der es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt. Wie bei einer Allergie aktiviert das Immunsystem Antikörper, sobald das Getreideprotein Gluten aufgenommen wird. Anders als bei einer allergischen Reaktion richtet sich die Immunabwehr aber nicht nur gegen den vermeintlich feindlichen Fremdkörper, sondern gegen körpereigene Strukturen. Daraus können sich unter anderem chronische Entzündungsprozesse im Dünndarm entwickeln, die Durchfall zur Folge haben.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Nahrungsmitteln, denen nachgesagt wird, dass sie Durchfall fördern. In einigen Fällen stimmt das nur bedingt – es lohnt sich also, genauer hinzuschauen. 

  • Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke wie (echter) Tee, Cola sowie Energy-Drinks beleben den Körper auf vielfältige Art und Weise – auch die sogenannte Darmperistaltik, also die Muskelaktivität des Darms, woraus Durchfall resultieren kann.
  • Kirschen haftet traditionell der Ruf an, ein Durchfalltreiber zu sein. Allerdings lässt sich diese Behauptung weitgehend entkräften: Treten nach dem Verzehr Probleme mit der Verdauung auf, sind nämlich nicht die Kirschen schuld, sondern die Hefepilze auf der Schale. Wer die Kirschen gut wäscht und keine Unmengen vernascht, wird daher kaum Durchfall bekommen.
  • Kohl löst bei einigen Menschen Verdauungsprobleme aus, vor allem Blähungen, da die vielen (gesunden) Ballaststoffen im Darm nicht aufgespalten werden können. Wird Weiß- oder Spitzkohl zu Sauerkraut eingelegt, bildet sich Histamin, das (im Falle einer Intoleranz) zu Durchfall führen kann.
  • Trockenfrüchte sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung anregen. Das gilt vor allem für die Pflaume, die auch als frische Frucht in größeren Mengen abführend wirkt und deshalb ein gutes Mittel gegen Verstopfung ist, aber bei Durchfall gemieden werden sollte.
  • Speiseeis enthält wie alle Milchprodukte im Normalfall Laktose und kann daher im Falle einer Laktoseintoleranz Durchfall verursachen. Ist Eis einmal aufgetaut, bilden sich schnell Erreger wie z.B. Salmonellen. Um Durchfall und kritischere Folgen zu vermeiden, sollte das Eis dann nicht wieder eingefroren werden. 
  • Spargel ist gesund und kalorienarm, wird aber nicht von allen Menschen vertragen.  Das liegt an der im Spargel enthaltenen Asparagusinsäure, die beim Kochen ihre chemische Struktur verändert und dann bei bestimmten Menschen allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Zudem ist während des Durchfalls allgemein von dem Konsum von Zitrusfrüchten, Hülsenfrüchten, fettigen und/oder scharfen Speisen und frischen Heidelbeeren abzuraten. Auch Süßigkeiten sind nicht empfehlenswert, da Zucker die gereizte Darmschleimhaut zusätzlich strapaziert.

Durchfall behandeln

Ob chronisch oder akut, bei Durchfall kommt es vor allem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine angepasste Ernährung an. Die Flüssigkeit kompensiert den Wasser- und Nährstoffverlust durch den vermehrten Stuhlgang, während die angepasste Ernährung dabei hilft, dass der Darm sich beruhigen kann. Liegt dem Durchfall eine Ursache wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie zugrunde, spielt die angepasste Ernährung eine noch größere Rolle.

Ist eine andere Erkrankung ursächlich muss diese natürlich behandelt werden. Doch auch in diesem Fall sind Hausmittel wie pektinhaltige Lebensmittel (Apfel, Karotte, Banane) und viel Trinken wichtig.

Medikamente gegen Durchfall sollten dagegen nur mit Bedacht und ärztlicher Absprache eingenommen werden.

Eine akute und mäßig starke Diarrhö klingt bei ausreichender Trinkmenge und angepasster Ernährung in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab. Ein Arztbesuch ist hier meistens nicht notwendig. Außer du leidest an einer Herz- und/oder Nierenerkrankung. Dann ist auch bei akutem Durchfall ärztlicher Rat empfehlenswert.

Welche Nahrungsmittel helfen gegen akuten Durchfall?

Bei Durchfall ist die Verdauung beschleunigt und der Körper verliert viel Flüssigkeit. Hausmittel – insbesondere Lebensmittel – gegen Durchfall sollen daher möglichst zwei Zwecke erfüllen: den gereizten Darm beruhigen und den hohen Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Da mit dem flüssigen Stuhl auch vermehrt Elektrolyte, also Mineralstoffe, ausgeschieden werden, geht es auch darum, diese Speicher wieder aufzufüllen.

Der genaue Blick auf die Hausmittel und Lebensmittel gegen Durchfall entlarvt vor allem den absoluten Klassiker als Fehlschuss, der das Problem nur verschärft.

Dieses Hausmittel hilft nicht!

Cola ist bis heute eines der beliebtesten Anti-Durchfall-Mittel, vermutlich auch deshalb, weil große und kleine Patienten die vermeintliche Medizin gern einnehmen. Tatsächlich enthält Cola zwar viel Wasser, was gut ist, aber kaum Mineralstoffe und dafür Unmengen an Zucker, die den Durchfall eher verstärken. Cola ist daher nicht mehr als ein süßer Trost und sollte besser vermieden werden.

Salzstangen werden häufig zusammen mit Cola „verordnet“, um den Folgen von Durchfall entgegenzuwirken. Tatsächlich erhöht Kochsalz nur den Natriumspiegel, andere lebenswichtige Elektrolyte (z.B. Kalium) bleiben auf der Strecke. Salzstangen können daher bei Durchfall nicht schaden, sind aber zu einseitig, um wirklich zu helfen. Dasselbe gilt logischerweise für die ebenfalls beliebten Salzbrezeln.

Dass der Flüssigkeitsverlust zur Austrocknung führt, droht vor allem bei Babys und Kleinkindern, wenn sie innerhalb von 24 Stunden mehr als acht mal wässrigen Durchfall produziert und/oder sich mehr als vier mal übergeben haben. Dasselbe gilt für ältere Menschen. In dem Fall ist die überwachte Flüssigkeitszufuhr lebenswichtig. Doch dafür musst du eine drohende Austrocknung rechtzeitig bemerken. Die Anzeichen für die Dehydration verraten wir dir ebenfalls in diesem Ratgeber.

Haus- und Lebensmittel, die wirklich helfen

  • Trinklösung: Die wichtigste Maßnahme gegen Durchfall besteht darin, viel zu trinken – lieber Wasser als Cola. Denn vor allem bei Kindern kann der Flüssigkeitsverlust bei Durchfall sogar lebensgefährlich werden, wenn dieser nicht ausgeglichen wird. Noch besser als Wasser ist allerdings eine Elektrolytlösung, die man in der Apotheke erhält oder einfach selbst herstellen kann.
  • Zwieback ist ein weiterer Klassiker, der im Falle von Durchfall häufig zum Einsatz kommt. Und das völlig zurecht: Zwieback versorgt den vom Durchfall geschwächten Körper mit schneller Energie und ist dabei gut bekömmlich. Auch wenn Zwieback kein geschmacklicher Hochgenuss ist, sollte auf fettige Beläge wie Butter und Wurst, die die Verdauung belasten, verzichtet werden.
  • Apfel enthält viele Pektine, das sind Ballaststoffe, die im Darm aufquellen und Flüssigkeit binden, ebenso wie einige Giftstoffe bestimmter Durchfall-Bakterien. Dadurch wird der Kot fester. Für eine maximale Wirkung sollte der Apfel samt Schale (direkt darunter liegen die meisten Pektine) zerrieben werden.
  • Banane ist ebenfalls reich an Pektinen, die am besten zur Entfaltung kommen, wenn die Frucht zerdrückt wird. Außerdem steckt in Bananen viel Kalium, wodurch die durchfallbedingten Elektrolytverluste ausgeglichen werden können.
  • Möhren haben ebenfalls einen hohen Pektingehalt. Ein traditionelles Rezept gegen Durchfall ist vor allem die sogenannte Moro-Suppe, die sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts bewährt hat. Dafür werden Möhren sehr lange (mindestens 90 Minuten) in Wasser gekocht und dann püriert. Dass so die Darmflora gefördert werden kann, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. 
  • Reis entwickelt beim Kochen Schleimstoffe, die Flüssigkeit binden und im Darm stopfend wirken. Um den Körper mit möglichst vielen Mineralstoffen zu versorgen, ist Naturreis zu empfehlen. Kräftiges Salzen ist bei Durchfall ausdrücklich erlaubt.
  • Kartoffeln lassen sich – nach dem Kochen in Wasser oder zu Brei zerstampft – gut verdauen und füllen den Kaliumspeicher auf. Bei Durchfall sind sie daher eine gute Wahl.
  • Haferflocken sind ein besonders nahrhaftes Getreide und – vor allem als Haferschleim (in Kombination mit Wasser) – eine schonende Mahlzeit. Um den Geschmack zu verbessern, können Apfel- oder Bananenstücke hinzugefügt werden.
  • Eine Wärmflasche wirkt zwar nicht dem Durchfall entgegen, kann aber Bauchkrämpfe lindern. Dazu wird die Wärmflasche mit heißem Wasser befüllt und dann auf den Bauch gelegt. Ist die Temperatur zu hoch, kann ein Handtuch zwischen Körper und Wärmflasche platziert werden. Alternativ kann ein Körner- oder Kirschkernwissen im Backofen erhitzt und dann auf den Bauch aufgelegt werden.

Orale Rehydratationslösung selber mischen

Rezept laut Weltgesundheitsorganisation WHO:

  1. 1 L Mineralwasser mit einer Tasse Orangensaft vermischen
  2. vier Teelöffel Zucker und ein Dreiviertel-Teelöffel Salz darin auflösen

Von dieser Trinklösung sollte man jeden Tag 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht trinken.

Wichtig: Für Kleinkinder unter fünf Jahren ist diese selbst hergestellte Mischung mit Zucker und Salz nicht empfehlenswert. Sie sollten lieber spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke erhalten.

Welche Tees kann man bei Durchfall trinken?

Bei Durchfall schlägt Quantität die Qualität: Du solltest viel trinken – was das ist, ist zweitrangig (Hauptsache, keine Cola oder Kaffee). Viele Menschen empfinden heißen Tee als wohltuend. Bestimmte Teesorten werden besonders empfohlen, weil sie die Verdauung beruhigen und krampflösend wirken.  

Diese Tees sind bei Durchfall besonders geeignet:

  • Brombeerblättertee
  • Eichenrindentee
  • Heidelbeertee
  • Schwarzer Tee
  • Fencheltee
  • Grüner Tee
  • Pfefferminztee
  • Kamillentee
  • Salbeitee
  • Ingwertee

Jedoch gibt es auch einige ungeeignete Getränke, auf die man bei Durchfall lieber verzichten sollte:

  • Alkohol
  • Kakao
  • Fruchtsäfte
  • Limonade
  • Kohlensäurehaltige Getränke

Viel trinken!

Erwachsene sollten bei Durchfall mindestens drei Liter pro Tag trinken (Richtgröße). Bei bestimmten Erkrankungen kann dieser Bedarf höher oder niedriger sein.

Bei Kleinkindern und Babys ist der Wasserverlust durch Durchfall verhältnismäßig größer, weshalb folgende normale Trinkempfehlungen gelten (4-2-1-Regel):

  • Neugeborene: pro Stunde 2 bis 3 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht
  • Säuglinge: pro Stunde 4 bis 6 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht
  • Vorschulkinder: pro Stunde 4 Milliliter pro Kilogramm (bei den ersten 10 Kilo Körpergewicht), 2 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht für die zweiten 10 Kilo Gewicht und 1 Milliliter pro Kilogramm für jedes weitere Kilo ab >20 Kilogramm. Daher stammt der Begriff 4-2-1 Regel.

Trinkempfehlungen bei Durchfall:

  • Leiden Neugeborene, Säuglinge oder Vorschulkinder unter wässrigem Durchfall, steigt die jeweils empfohlene Trinkmenge um 10 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht an.

Diese Medikamente wirken schnell bei Durchfall

Bei akutem Durchfall handelt es sich in der Regel um den Versuch des Immunsystems, durch schnelle Darmentleerung Krankheitserreger loszuwerden. Da Medikamente nicht die Ursachen bekämpfen, sondern lediglich den Durchfall abschwächen, sollten sie nur mit Bedacht eingenommen werden, um den natürlichen Reinigungsprozess möglichst nicht aufzuhalten.

Medikamente und Wirkstoffe bei Durchfall:

  • Loperamid ist ein Wirkstoff, der die Darmperistaltik herunterfährt und dafür sorgt, dass weniger Wasser und Elektrolyte ausgeschieden werden. Um Verstopfungen zu vermeiden, darf das Medikament ohne ärztliche Aufsicht nur maximal 48 Stunden eingenommen werden. Loperamid ist beispielsweise in bekannten Durchfall Medikamenten wie IMODIUM® akut enthalten.
  • Butylscopolamin ist ein krampflösendes Arzneimittel, das starke Bauchschmerzen verlässlich lindert.
  • Kohletabletten sollen Giftstoffe binden und den Durchfall vermindern. Die Wirksamkeit von Aktivkohle ist jedoch nicht ausreichend belegt.
  • Antibiotika helfen nur im Falle einer bakteriellen Infektion und müssen immer vom Arzt verordnet werden.

Wann mit Durchfall zum Arzt?

Ein akuter Durchfall vergeht in der Regel nach ein paar Tagen von allein. Es gibt jedoch klare Warnsignale, auf die du gegebenenfalls reagieren solltest. Hält der Durchfall länger als 48 Stunden an, ist es in der Regel sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren, zum Beispiel auch via Video­sprechstunde. Denn gerade bei Durchfall kann es besonders unangenehm sein, lange Wege auf sich zu nehmen oder in einem Wartezimmer zu sitzen.

Bei folgenden Anzeichen bzw. Begleitbeschwerden bei Durchfall ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen:

  • Fortschreitender Flüssigkeitsverlust: Eine sogenannte Dehydrierung macht sich durch Mundtrockenheit sowie Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen bemerkbar. Problematisch ist das vor allem dann, wenn du eigentlich ausreichend trinkst, aber der Körper trotzdem weiter austrocknet.
  • Starker, anhaltender Durchfall: Sehr flüssiger Stuhlgang in hoher Frequenz (mehr als sechsmal pro Tag) über mehrere Tage hinweg – dann ist die Situation so gravierend, dass medizinische Maßnahmen erforderlich sind.
  • Blutiger Stuhlgang: Es besteht nicht gleich Grund zur Panik, wenn du Blut im Stuhl entdeckst – dafür gibt es die unterschiedlichsten Ursachen. In jedem Fall solltest du von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen lassen, was dahintersteckt. Dasselbe gilt für schwarzen Stuhl, der manchmal auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt zurückzuführen ist.
  • Schleimiger Stuhl: Auch im Falle von Schleim gibt es eine große Bandbreite möglicher Ursachen – von harmlos bis ernst –, die es von einem Arzt oder einer Ärztin abzuklären gilt.
  • Starke Schmerzen: Dass Durchfall von anderen Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen begleitet wird, ist ganz normal. Bei starken Schmerzen solltest du dich jedoch nicht unnötig quälen, sondern dir medizinisch helfen lassen.
  • Hohes Fieber: Eine Körpertemperatur über 39 Grad ist ein Hinweis für eine schwere Infektion, die möglicherweise mit Antibiotika behandelt werden muss.

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Warum sind schwangere Frauen besonders häufig betroffen?

In der Spätphase der Schwangerschaft sind werdende Mütter manchmal von Durchfall betroffen, weil sich die Gebärmutter ausdehnt und gegen den Darm drückt. Dann gelten für schwangere Frauen dieselben Empfehlungen wie allgemein – hohe Trinkmengen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, und schonende Kost.

Bei starkem und anhaltendem Durchfall besteht ein gewisses Risiko, dass das Kind nicht ausreichend mit Elektrolyten (vor allem Kalium) versorgt wird. Daher ist auf eine kaliumreiche Ernährung (z.B. Bananen) zu achten. Außerdem sollte frühzeitig ein Arzt oder eine Ärztin zur Behandlung des Durchfalls eingeschaltet werden.

Was ist bei Babys & Kleinkindern zu beachten?

Magen-Darm-Infektionen sind auch bei Babys und Kleinkindern die häufigste Durchfall-Ursache. Da das Risiko für eine folgenschwere Dehydrierung des kleinen Körpers erhöht ist, sollten Eltern frühzeitig zum Kinderarzt gehen. Das gilt insbesondere dann, wenn zum Durchfall weitere Beschwerden wie hohes Fieber und Erbrechen hinzukommen.

Die Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, das Kind mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen – bei Babys in gewohnter Form mit Muttermilch oder Flaschennahrung (am besten leicht verdünnt, um den Durchfall zu verringern). Kleinkinder sollten stilles Mineralwasser oder gesüßten Tee (z.B. Kamille oder Fenchel) trinken. Zum Essen kann zerriebener Apfel oder pürierte Banane zubereitet werden.

Die gewohnte Milchnahrung sollte mit diesen Lebensmitteln, oder mit Karotten, Reis oder Kartoffeln, angereichert werden. Denn insbesondere bei Babys sollte die Ernährung besonders fettarm sein. Der Kalorienbedarf wird am besten über langkettige Kohlenhydrate gedeckt, die zum Beispiel in Reis und Kartoffeln enthalten sind.

Bei starkem Durchfall bieten sich zudem bestimmte Elektrolyt-Glukose-Mischungen an, um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen, am besten ideal auf Kinder abgestimmte Mischungen aus der Apotheke. Das gilt vor allem während der ersten sechs Stunden nach Beginn des Durchfalls. Das gilt auch für Mütter, die stillen. Die Elektrolyt-Lösung sollte hier zusätzlich verabreicht werden. Fertigmilchnahrung sollte während dieser Zeit zudem dünner angerührt oder mit Tee verdünnt werden.

Beim Reinigen der Toilette bzw. dem Wechseln von Windeln sollten die Eltern besonders auf Hygiene achten. Um eine eigene Ansteckung zu verhindern, ist häufiges und gründliches Händewaschen unerlässlich.

Diagnose: Was passiert in der Arztpraxis?

Um den Ursachen eines akuten Durchfalls auf die Spur zu kommen, ist vor allem eine ausführliche Anamnese notwendig. Für den Arzt bzw. die Ärztin ist es zum Beispiel wichtig zu erfahren, was und wo du vor Auftreten des Durchfalls gegessen hast. Im Falle eines Reisedurchfalls lässt auch der Hinweis auf das Urlaubsland möglicherweise Rückschlüsse auf die Art der Infektion zu. Relevant ist außerdem, welche Medikamente du einnimmst, die eventuell Durchfall verursachen können. 

An das Arzt-Patienten-Gespräch können sich – insbesondere bei schwerem, anhaltendem oder gar chronischem Durchfall (länger als vier Wochen) – bestimmte Untersuchungen anschließen, um eine genaue Diagnose stellen zu können.

Die Anamnese

Die ärztlichen Fragen drehen sich zunächst darum, seit wann der Durchfall besteht und ob es weitere Beschwerden gibt. Auch genauere Angaben zum Stuhlgang (z.B. Häufigkeit, Beschaffenheit) können hilfreich sein. Zusätzlich interessiert den Arzt oder die Ärztin, was du vor dem Auftreten des Durchfalls gegessen hast, welche Medikamente du einnimmst und ob du kürzlich auf einer Reise im Ausland gewesen bist.

Weitere mögliche Fragen in der Anamnese:

  • Fragen zu Konsistenz, Menge und Optik
  • Seit wann besteht der Durchfall?
  • Warst du vor kurzem auf Reisen?
  • Leidest du an Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
  • Leidest du an chronischen Erkrankungen wie z. B. Parkinson oder Diabetes?
  • Was war das Letzte, was vor Beginn des Durchfalls gegessen und/oder getrunken wurde?
  • Treten zusätzliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bauchschmerzen auf?

Körperliche Untersuchungen

Das Abhören von Herz und Lunge sowie das Messen einiger Vitaldaten (z.B. Puls, Blutdruck, Körpertemperatur) dienen zur Kontrolle des Allgemeinzustands. Der Bauchraum wird ebenfalls abgehört und zusätzlich abgetastet. Außerdem prüft der Arzt oder die Ärztin den Mund oder die Haut auf Anzeichen von Austrocknung.

Stuhlprobe & Blutbild

Ist es aufgrund eventueller Warnzeichen wie Begleitbeschwerden sinnvoll, den Erreger einer Infektion genauer zu bestimmen, musst du eine Stuhlprobe abgeben. So lässt sich feststellen, welche Viren, Bakterien oder Parasiten den Durchfall verursacht haben könnten. Ist der Durchfall chronisch, wird der Stuhl auf okkultes, d.h. verborgenes Blut sowie bestimmte Entzündungsmarker hin untersucht.

Wird eine Stuhlprobe vereinbart, erhältst du von der Arztpraxis einen Spatel und ein steriles Röhrchen. Manchmal wird als weiteres Zubehör ein Stuhlfänger aus Papier mitgegeben, den du zu Hause in die Kloschüssel hängst. Alternativ kannst du dafür auch Alufolie oder Zeitungspapier nehmen.

Beim Toilettengang solltest du darauf achten, als erstes möglichst die Blase zu entleeren, damit der Stuhl nicht durch Urin verunreinigt wird. Den Stuhl entnimmst du dann mit dem Spatel möglichst an drei verschiedenen Stellen (gegebenenfalls auch darin enthaltenes Blut und Schleim) und füllst das Röhrchen bis zur Markierung (bei fehlender Markierung mindestens 5 Milliliter entnehmen).

Auch das Blut liefert Hinweise zu möglichen Krankheitserregern. Zusätzlich lassen sich durch eine Blutuntersuchung Antikörper, Entzündungswerte und sogenannte Tumormarker feststellen. Zudem können Leber- und Nierenwerte über das Blutbild ausgewertet werden.

Ultraschall

Um den Darm und andere Organe des Bauchraums sichtbar zu machen, können bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Bei Durchfall wird am häufigsten Ultraschall (Sonografie) eingesetzt, um entzündliche Veränderungen der Darmwand aufzuspüren bzw. auszuschließen. Auch eine verminderte Durchblutung kann so erkannt werden.

Medizinische Tests

Gibt es Hinweise auf Nahrungsintoleranzen oder -allergien lassen sich diese durch verschiedene Testverfahren bestätigten oder ausschließen.

Zum Beispiel zeigt ein Laktose-Toleranztest, ob Milchzucker (Laktose) im Darm aufgespalten wird und daraufhin der Blutzucker ansteigt. Bleibt der Milchzucker unverdaut (und der Blutzucker unverändert), besteht Laktoseintoleranz.

Um dem Verdacht auf mögliche Nahrungsmittelallergien nachzugehen, wird in der Regel Blut entnommen und im Labor auf verschiedene Antikörper getestet. Antikörper bildet der Körper normalerweise nur gegen Krankheitserreger, aber nicht – wie es im Falle einer Allergie passiert – gegen Bestandteile der Nahrung.

Insbesondere bei Verdacht auf Aufnahmestörungen von Kohlenhydraten wie Milch- und Fruchtzucker kann zudem ein spezieller Stoffwechseltest vorgenommen werden: Der H2-Atemtest. Dieser misst den Anteil von Wasserstoff (H2) in deiner Atemluft, nachdem du eine spezielle Testlösung mit jenem Zucker zu dir genommen hast, den du vermutlich nicht verträgst. Wird dieser nämlich nicht richtig verstoffwechselt, weil nicht der Darm selbst, sondern Darmbakterien ihn aufnehmen, dann wird er vergoren und es entsteht Wasserstoff, der über die Lunge in die Atemluft gelang. Dort kann er gemessen werden, indem du mehrmals in ein spezielles Messgerät pustest, ähnlich wie beim Alkoholtest.

Darmspiegelung

Besteht der Verdacht auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder Darmkrebs wird der Darm von Innen per Koloskop (Schlauch mit Kamera und Lichtquelle) untersucht. Die Untersuchung wird daher auch als Koloskopie (Dickdarmspiegelung), bzw. Enteroskopie (Dünndarmspiegelung) bezeichnet.

Die reine Enteroskopie wird dabei vor allem eingesetzt, um den Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie oder Glutensensitivität) zu erhärten. Sie dient aber auch der Untersuchung der Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge.

Die Koloskopie kommt vor allem bei Verdacht auf Reizdarm, entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn und Tumore zum Einsatz.

Bei der Darmspiegelung führt der Arzt bzw. die Ärztin das Koloskop durch den Anus ein und schiebt es durch den kompletten Dickdarm bis zum Ende des Dünndarms. Vorher muss der Darm gründlichst gereinigt werden.

Was die Kamera filmt, wird auf einen Bildschirm übertragen. Um faltige Stellen zu glätten und die komplette Darmschleimhaut sichtbar zu machen, strömt Luft (beziehungsweise Kohlendioxid) aus dem Koloskop.

Wird eine auffällige Stelle entdeckt, können durch den schmalen Arbeitskanal des Koloskops Instrumente eingeführt werden, um eine Gewebeprobe zu entnehmen (Biopsie).

Gutartige Polypen, die sich langfristig zu Darmkrebs entwickeln können, werden mithilfe einer feinen Drahtschlinge von der Darmschleimhaut abgetrennt. Dadurch ist die Darmspiegelung nicht nur eine zuverlässige Untersuchungsmethode, sondern kann gegebenenfalls gleich zur Behandlung eingesetzt werden.

Für Patienten ist der intime Vorgang der Darmspiegelung häufig mit Scham verbunden. Schmerzhaft ist die Untersuchung allerdings in den allermeisten Fällen nicht. Wird vorab ein Beruhigungsmittel verabreicht, sind die Bewegungen des Koloskops praktisch nicht spürbar.

Nur wenn eine Darmspiegelung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, werden alternativ bildgebende Verfahren (MRT oder CT) genutzt.

Zudem steht zusätzlich eine spezielle Form der Darmspiegelung zur Verfügung, nämlich die Videokapselendoskopie. Diese kann zwar nicht gleichzeitig zur Behandlung von Polypen oder zur Entnahme von Gewebeproben eingesetzt werden, eignet sich aber dann, wenn eine herkömmliche Dickdarmspiegelung nicht möglich ist, oder mit starken Schmerzen verbunden wäre. Das ist etwa dann der Fall, wenn ein erhöhtes Risiko für Blutungen besteht, oder eine Darmverletzung vorliegt. Hier kann das Verfahren außerdem dabei helfen, die Blutungsquelle zu finden. Der Fokus der Videokapsel liegt aber auf der Untersuchung des Dünndarms. Die Kapsel wird geschluckt und ausgewertet, nachdem du sie nach der Darmpassage wieder ausgeschieden hast.

Mögliche Beschwerden nach der Darmspiegelung

  • Da der Darm vor sämtlichen bildgebenden Untersuchungen außer dem Ultraschall mithilfe von Abführmittel gereinigt wird, kann es auch nach der Darmspiegelung noch zu Durchfall kommen
  • Zudem gelangt während der Untersuchung viel Luft in den Darm, was zu Blähungen führen kann.
  • Das ist beides völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.
  • Beschwerden, die du nicht ignorieren solltest: Starke Schmerzen, Fieber, Schweißausbrüche, Blut im Stuhl, Übelkeit, starke Bauchschmerzen, Schwindel

Mögliche Folgen bei Durchfall: Austrocknung

Austrocknung (Dehydratation) ist die größte Gefahr bei Durchfall. Der massive Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten kann schlimmstenfalls zu Kreislaufversagen und Bewusstseinsstörungen führen. Das höchste Risiko besteht für Säuglinge unter 6 Monaten. Aber auch bei älteren Babys und Kleinkindern sowie bei älteren und chronisch kranken Menschen ist besondere Vorsicht geboten. Um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen, hilft nur eins: trinken, trinken, trinken.

Trocknet der Körper aufgrund eines schweren, wässrigen oder besonders langanhaltenden Durchfalls trotzdem aus, ist ein Arztbesuch dringend erforderlich.

Damit der Arzt bzw. die Ärztin dem Flüssigkeitsverlust (notfalls mithilfe von Infusionen) entgegenwirken kann, solltest du bei Symptomen einer beginnenden Austrocknung handeln.

Anzeichen einer drohenden Dehydration:

  • Mund und Zunge ausgetrocknet
  • Fehlender Harndrang und dunkler Urin
  • Eingefallene Augen und Wangen
  • Schlechter Allgemeinzustand (z.B. Schwindel oder Müdigkeit)
  • Trockene, schlaffe Haut
  • Herzrasen und niedriger Blutdruck

Mögliche Ursachen für chronischen Durchfall

Ebenso wie der akute Durchfall kann auch chronischer Durchfall die unterschiedlichsten Ursachen haben. Häufig müssen mehrere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine der folgenden Diagnosen stellen zu können.

Mögliche Ursachen für chronischen Durchfall:

  • Reizdarmsyndrom: Zu den häufigsten und zugleich harmlosesten Ursachen für chronischen Durchfall gehört das sogenannte Reizdarmsyndrom, das sich allein durch Ausschluss anderer Ursachen feststellen lässt. Die medizinischen Zusammenhänge des chronisch gereizten Darms sind bis heute nicht vollständig verstanden und individuell unterschiedlich, aber vermutlich spielen immer mehrere Faktoren (z.B. Ernährung, Medikamente, psychische Gründe) mit hinein.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa führen Fehlfunktionen des Immunsystems zu chronischen Darmentzündungen (bei Morbus Crohn können auch andere Verdauungsorgane betroffen sein). Typische Beschwerden sind unter anderem krampfhafte Bauchschmerzen und schwere, zum Teil blutige Durchfälle.
  • Entzündete Magenschleimhaut: Typische Beschwerden bei einer Gastritis sind zum Beispiel Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, Appetitverlust und Übelkeit. In manchen Fällen kommt es jedoch auch zu unspezifischen Symptomen wie Blähungen und Durchfall. 
  • Malassimilation: Aus unterschiedlichen Gründen werden bei dieser Störung die Bestandteile der Nahrung im Verdauungstrakt entweder nicht richtig aufgespaltet (Maldigestion) oder nicht komplett aufgenommen (Malabsorption). Die häufigste Folge ist Durchfall mit besonders großen und geruchsintensiven Kotmengen.
  • Darmkrebs: Tumoren im Dickdarm verursachen häufig über Jahre hinweg keine Beschwerden. Ein Anzeichen für (fortgeschrittenen) Darmkrebs ist ein auffälliger Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung.
  • Chronische Darminfektion: Viren, Bakterien und Parasiten sind in die häufigsten Verursacher für akuten Durchfall. In selteneren Fällen können sich Krankheitserreger in der Darmwand festsetzen, vermehren und langanhaltenden Durchfall zur Folge haben. 
  • Enddarminfektion: Vor allem Viren, die beim Analverkehr übertragen werden, können eine sogenannte Proktitis auslösen. Dazu zählen beispielsweise Chlamydien und Herpesviren.
  • Amyloidose: Aufgrund genetischer Störungen oder verschiedener chronischer Erkrankungen kann es zu Ablagerungen unlöslicher Eiweißstoffe in verschiedenen Organen kommen. Betrifft die Amyloidose den Darm, kann es zu Durchfall kommen. 

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