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Schmerzen im Oberbauch

Am häufigsten tut es unterhalb des Brustkorbs und oberhalb des Bauchnabels weh, wenn du dir den Magen verdorben oder ihn mit zu viel Nahrung überfordert hast. Aber der Magen hat auch wichtige Nachbarn: die Leber, die Galle, die Milz, den Zwölffingerdarm und die Bauchspeicheldrüse. In diesen Organen können sich ebenfalls Entzündungen oder Funktionsstörungen entwickeln. Welche Beschwerden das auslösen kann, und was du dann tun solltest, erfährst du in diesem Kapitel. Falls du mit einer Ärztin oder einem Arzt schnell und bequem von Zuhause oder unterwegs deine Symptome wie Oberbauchschmerzen besprechen möchtest, nutze unsere Video­sprechstunde.

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Aktuelles

Die elektronische Krankschreibung. Was ist neu?

Wie entstehen Oberbauchschmerzen?

Von Oberbauchschmerzen spricht man, wenn der Bereich unterhalb des Brustkorbs und oberhalb des Bauchnabels betroffen ist, der nach oben durch die Rippenbögen begrenzt ist. Mögliche Ursachen sind zum einen Schmerzen, die z.B. durch eine Lungenentzündung (med. Pneumonie), durch starkes Sodbrennen oder eine Angina pectoris (Brustenge) verursacht werden und in den Oberbauch ausstrahlen. Zum anderen können bei Bauchschmerzen in diesem Bereich auch Erkrankungen folgender Bauchorgane ursächlich sein:

  • Magen
  • Zwölffingerdarm
  • Leber
  • Galle
  • Milz
  • Bauchspeicheldrüse

Schmerzen im Oberbauch können daher auf eine Reihe von Erkrankungen hinweisen, die vor allem Darm und Magen betreffen.

Bauchschmerzen selbst sind ein sehr unspezifisches Symptom.

Es kommt auf eine Reihe weiterer Merkmale und Begleitsymptome an, um eine konkrete Ursache identifizieren zu können:

  • Ausprägung des Schmerzes: sind die Schmerzen brennend, pulsierend, stechend oder eher dumpf?
  • Zeitpunkt des Auftretens: konstant bzw. tageszeitunabhängig, schubartig, am Morgen oder vor bzw. nach Mahlzeiten?
  • Weitere Begleitsymptome: Zum Beispiel Durchfall, Übelkeit, Schweißausbrüche, Verstopfungen oder schleimiger Stuhl

Wann sind Schmerzen im Oberbauch besonders bedenklich?

Bauchschmerzen sind sehr oft harmlos und meist gehen die Beschwerden nach wenigen Tagen von selbst vorbei. Doch es gibt einige Warnzeichen, die umgehend einen Arztbesuch erforderlich machen. Insbesondere dann, wenn die Schmerzen wiederholt und über eine lage Zeit auftreten.

Weitere Warnzeichen, bei denen ein Arztbesuch angebracht ist:

  • Die Bauchschmerzen halten über mehrere Stunden konstant an oder nehmen zu
  • Es tritt zusätzlich Fieber auf
  • Es kommt zu Symptomen einer Dehydration (Flüssigkeitsmangel)
  • Die Schmerzen entstanden nach einer äußeren Verletzung

Um einen Notfall handelt es sich, wenn…:

  • …Atembeschwerden auftreten.
  • …die betroffene Person schwanger ist.
  • …es zu schleimigem (Teerstuhl) oder blutigem Stuhl kommt.
  • …wenn Blut im Erbrochenen zu sehen ist (Hämatemesis).

Wo genau im Oberbauch schmerzt es?

Da eine Reihe von Organen und Erkrankungen für Oberbauchschmerzen rechts, mittig oder links verantwortlich sein können, hilft eine genaue Lokalisation des Schmerzes dabei, die Ursache genauer einzugrenzen:

  • Schmerzen im rechten Oberbauch: Oft sind Gallensteine bzw. eine Cholelithiasis (Gallensteine in den Gallenwegen) die Ursache. Übergeicht und hohe Blutfettwerte sind große Risikofaktoren für ihre Entstehung. Doch nur bei jedem vierten Betroffenen machen sich die Gallensteine überhaupt durch Symptome wie Oberbauchschmerzen bemerkbar. Nämlich dann, wenn die Gallensteine in den Gallengang wandern. Dort blockieren sie die Gallenflüssigkeit auf ihrem Weg in den Darm, was eine Gallenkolik auslösen kann. Die auftretenden Bauchschmerzen sind stechend und krampfartig und entstehen bei Gallensteinträgern besonders oft nach starkem Alkoholkonsum und der Aufnahme fettreicher Nahrung. Über der Gallenblase befindet sich die Leber. Zwar führen Erkrankungen wie eine Leberentzündung oder eine Leberzirrhose meist nicht zu Oberbauchschmerzen. Jedoch ist das Organ von einer Kapsel umgeben. Schwillt die Leber aufgrund einer Erkrankung an, entsteht Zug auf die Kapsel, was zu Schmerzen führen kann.
  • Schmerzen im mittigen Oberbauch: Bauchschmerzen in diesem Bereich sind oft auf ein Ungleichgewicht zwischen Magensäure und der schützenden Magenschleimhaut zurückzuführen. Bildet sich die Schleimschicht zurück, oder wird zuviel Magensäure produziert, kann es zu einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kommen. Diese führt langfristig oft zu einem Magengeschwür (Ulkus). Typisch für Oberbauchschmerzen dieser Art ist, dass sie stärker werden, wenn man auf den Oberbauch drückt oder sich vornüber beugt. Rauchen und Alkoholkonsum begünstigen die Entstehung einer Gastritis erheblich. Hat sich bereits ein Magengeschwür gebildet, so äußert sich das oft dadurch, dass die Bauchschmerzen primär in der Nacht auftreten, nämlich mehrere Stunden nach der letzten Mahlzeit. Man spricht deshalb auch von „Nüchternschmerz“ und „Hungerschmerz“. Weitere mögliche Ursachen für mittige Oberbauchschmerzen sind das Reizmagensyndrom oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Das Reizdarmsyndrom äußert sich hingegen durch Schmerzen im Unterbauch. Eine weitere mögliche Ursache kann es sein, dass Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre gelangt, was auch als Reflux bezeichnet wird. Tritt dies regelmäßig auf, zum Beispiel durch einen schwächelnden Schließmuskel der unteren Speiseröhre (Ösopahgussphinkter), spricht man auch von der Refluxkrankheit (GERD). Typische Symptome sind Sodbrennen und langfristig droht zudem eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis). Auch hier treten die Schmerzen vor allem in der Nacht, oder aber direkt nach einer Mahlzeit auf.
  • Schmerzen im linken Oberbauch: Schmerzen im linken Oberbauch sind sehr viel seltener, können aber eine besonders ernste, da mitunter lebensgefährliche, Ursache haben: eine Milzruptur. Das Organ kann zum Beispiel durch einen Unfall aufreissen und zu Blutungen führen, die auch lebensbedrohlich sein können. Kommt es bei Kindern zu linksseitigen Oberbauchschmerzen, kann auch das Eppstein-Barr-Virus die Ursache sein, welches das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst. Auch eine bestimmte Form von Blutkrebs, die chronisch myeloische Leukämie, kann die Milz anschwellen lassen, wodurch sich, wie bei der Leber, die sie umgebende Kapsel dehnt, was Schmerzen verursacht.

Magenschleimhautentzündung (med. Gastritis)

Bei einer akuten Magenschleimhautentzündung (med. Gastritis) kann es innerhalb relativ kurzer Zeit in der Magenschleimhaut zu Veränderungen kommen, die für entzündliche Prozesse im Körper typisch sind: Sie rötet sich, schwillt an und büßt in einigen Fällen ihre Schleimschicht ein, die sie normalerweise vor der aggressiven Magensäure schützt. Dadurch kann die Magenschleimhaut zusätzlich geschädigt werden und es kann sich eine offene Wunde oder ein Geschwür (med. Ulkus) entwickeln.

Mehr zur Magenschleimhautentzündung

Die häufigsten Auslöser für eine akute Gastritis sind:

  • Verdorbenes oder kontaminiertes Essen (Nahrungsmittelvergiftung)
  • Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori
  • Bestimmte Medikamente (z.B. Acetylsalicylsäure (ASS))
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Stress
  • Seltener: Virale Infektionen (z.B. Cytomegalievirus (CMV); mehr über das CMV erfährst du in unserem Ratgeber über Herpes)

Einige dieser Auslöser können auch gemeinsam für eine akute Gastritis verantwortlich sein. Du bekommst dann brennende und/oder stechende Schmerzen im Oberbauch. Nicht selten kommen Übelkeit und Erbrechen, Durchfall sowie Appetitlosigkeit hinzu. In einigen Fällen kann es bei einer akuten Gastritis auch zu kleineren Blutungen im Magen kommen, die zu Blut im Stuhl oder Blut im Erbrochenen führen können. Spätestens dann solltest du so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Damit die Beschwerden nachlassen, reichen bei einer akuten Gastritis in der Regel folgende Maßnahmen aus:1

  • Verzicht auf Nahrungsmittel (z.B. Zitrusfrüchte, Alkohol und Kaffee, die den Magen zusätzlich reizen können).
  • Schonkost oder ein bis zwei Tage Verzicht auf Essen (med. Nahrungskarenz)
  • Bettruhe
  • Wärme (z.B. Wärmflasche)
  • Bei Durchfall: viel trinken, um den Flüssigkeits- und Elektrolyt-Verlust auszugleichen

Sollte sich herausstellen, dass deine akute Gastritis durch bestimmte Medikamente ausgelöst wurde, eine sogenannte NSAR-Gastropathie, kannst du nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt auf einen anderen Wirkstoff umsteigen, z.B. von ASS auf Paracetamol. Weitere Medikamente sind bei einer akuten Gastritis in der Regel nicht notwendig. Hast du aber sehr starke Beschwerden, können folgende Wirkstoffe zum Einsatz kommen:

  • H2-Blocker oder Protonenpumpenhemmer: Diese Arzneimittel hemmen die Magensäure-Produktion.
  • Antazida: Diese Wirkstoffe, z.B. Natriumbikarbonat, Kalziumkarbonat, oder Magnesium-Aluminiumhydroxid binden und neutralisieren die Magensäure und schützen so die Magenschleimhaut.
  • Prokinetika: Diese Medikamente, z.B. Metoclopramid oder Domperidon, lindern die Übelkeit.
  • Peristaltikhemmer: Diese Mittel, z.B. Loperamid, können bei Durchfall zum Einsatz kommen.

Kehrt eine Magenschleimhautentzündung immer wieder oder hält sie länger als drei Monate an, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer chronischen Gastritis.  In 80–90 % der Fälle geht sie auf eine bakterielle Infektion zurück, die wiederum in über 95 % der Fälle durch Helicobacter pylori ausgelöst wird.2 Es kommen aber auch noch andere Ursache infrage, die in Deutschland in das sogenannte ABCD-Schema eingeordnet werden:

  • A = autoimmune Gastritis
  • B = bakterielle Gastritis
  • C = chemische Gastritis
  • D = Sonderformen der Gastritis.

Bei einer chronischen autoimmunen Gastritis (3–6 % aller Fälle) bildet ein fehlgeleitetes Immunsystem Antikörper gegen die Parietalzellen in der Magenschleimhaut, die an der Magensäureproduktion beteiligt sind. Eine chronische chemische Gastritis (7–15 % aller Fälle) kann sich z.B. durch langfristigen Alkoholmissbrauch oder durch die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln oder entzündungshemmenden Medikamenten entwickeln.

Die mit Abstand häufigste, durch Helicobacter pylori ausgelöste chronische Gastritis ist gleichzeitig auch die gefährlichste. Sie kann das Magenkrebsrisiko um das Zwei- bis Dreifache erhöhen. Deshalb hat die Weltgesundheits­organisation WHO Helicobacter pylori bereits 1994 als hochgradig krebserregend eingestuft.3 Eine bakterielle chronische Gastritis sollte deshalb schnellstmöglich ärztlich behandelt werden. In der Regel musst du dann für bis zu 14 Tage einen Protonenpumpenhemmer, z.B. Omeprazol, und ein bis drei verschiedene Antibiotika einnehmen. Da diese vor allem im Darm auch „gute“ Bakterien abtöten können, bekommst du in vielen Fällen zusätzlich ein Probiotikum (z.B. Bifidobakterien) verordnet. Ob die Antibiotika-Therapie erfolgreich war, wird deine Ärztin oder dein Arzt zum Abschluss kontrollieren, z.B.

  • bei einer Magenspiegelung (med. Gastroskopie)
  • durch einen Urease-Schnelltest
  • durch einen Atemtest und/oder
  • durch einen Stuhl-Antigen-Test

In etwa 85–95 % der Fälle kann Helicobacter pylori vollständig beseitigt werden. Wo dies nicht der Fall ist, muss die Antibiotika-Therapie mit anderen Wirkstoffen wiederholt werden.

Bauchschmerzen

Hausmittel

Abwarten und Tee trinken? Das ist bei Bauchschmerzen in vielen Fällen tatsächlich eine wirksame Strategie. Das warme Wasser und die darin gelösten Pflanzenstoffe können viele Magen-Darm-Beschwerden lindern. Du willst wissen, welche Mittel aus Omas Hausapotheke dir noch helfen können und warum ihr Motto „Gut gekaut, ist halb verdaut“ ebenfalls stimmt? Dann wechsle gleich in dieses Kapitel.

Reizmagensyndrom (med. funktionelle Dyspepsie)

Bei einem Reizmagensyndrom (med. funktionelle Dyspepsie) entwickeln die Betroffenen auf den ersten Blick ganz ähnliche Beschwerden wie bei einer Gastritis: Schmerzen, Brennen und/oder Blähgefühl im Oberbauch, Verstopfungen, Durchfall, Völlegefühl, frühe Sättigung, Übelkeit und/oder Erbrechen.

Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Bei Menschen mit einem Reizmagensyndrom lassen sich z.B. bei einer Magenspiegelung keine organische Ursachen nachweisen. Um die Diagnose stellen zu können, müssen die Beschwerden daher innerhalb der letzten sechs Monate über mehr als drei Monate persistierend (anhaltend) oder rezidivieren (wiederkehrend) bestanden haben. Darüber hinaus sollte ausgeschlossen werden, dass die Beschwerden auf Probleme beim Stuhlgang zurückgehen.4

Mehr zum Reizmagensyndrom

In einer Studie, für die 5500 Freiwillige befragt wurden, kam heraus, dass von 100 Menschen etwa 29 ein Reizmagensyndrom hatten. Etwa 30 % der Betroffenen litten zusätzlich an einem Reizdarmsyndrom (mehr dazu erfährst du in diesem Abschnitt). Expertinnen und Experten gehen mittlerweile davon aus, dass mehrere Faktoren gemeinsam dazu beitragen, dass sich ein Reizmagensyndrom entwickeln kann. Dazu gehören z.B.:

  • Gestörte Bewegungsabläufe im Magen-Darm-Trakt
  • Zu wenig erregbare Nervenzellen im Zwölffingerdarm
  • Dehnung von Magen und Darm wird intensiver wahrgenommen (med. Hypersensitivität)
  • Überaktives Immunsystem
  • Erbliche Veranlagung
  • Psychische Probleme (z.B. Ängstlichkeit, Depressionen)

Wichtig für die Behandlung ist, dass du dir vor Augen führst, dass es sich bei einer funktionellen Dyspepsie nicht um eine „bösartige“ Erkrankung handelt, der du hilflos ausgeliefert bist. Du selbst kannst eine Menge dafür tun, dass es dir und deinem Bauch wieder besser geht:

  • Führe ein Beschwerde-Tagebuch, um herauszufinden, wodurch sich deine Symptome im Alltag verbessern oder verschlechtern. Dann kannst du z.B. bestimmte Lebensmittel gezielt(er) weglassen.
  • Vermeide (zu) üppige Mahlzeiten und führe feste Essenszeiten ein.
  • Nimm dir mehr Zeit zum Essen und kaue jeden Bissen gründlich und in Ruhe durch.
  • Entspannungsübungen können dir z.B. helfen, Alltagsstress abzubauen.
  • In einer Psychotherapie kannst du lernen, mit deinen Beschwerden umzugehen und psychische Prozesse im Zusammenhang mit deinen Beschwerden gezielt zu beeinflussen.

Für einen begrenzten Zeitraum (8–12 Wochen) kann dir deine Ärztin oder dein Arzt einen Prototonenpumpenblocker verordnen, der die Magensäureproduktion hemmt.6 Ob eine Antibiotika-Therapie gegen Helicobacter pylori bei Reizmagensyndrom sinnvoll ist, muss im Einzelfall und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile einer solchen Behandlung entschieden werden. Studien deuten darauf hin, dass ca. 10 % der Patienten nach einer solchen Behandlung langfristig beschwerdefrei bleiben.7 Mehrere Studien belegen außerdem, dass pflanzliche Arzneimittel die Beschwerden einer funktionellen Dyspepsie lindern können. Empfohlen werden Kombi-Präparate, die mehrere pflanzliche Wirkstoffe enthalten, z.B. Pfefferminze, Kamille, Kümmel, Bauernsenf, Wermut, Enzian, Angelikawurzel und/oder Melisse.8

Entzündung des Zwölffingerdarms (med. Duodenitis)

Bei einer Duodenitis kommt es zu einer Entzündung in der Schleimhaut des Zwölffingerdarms (med. Duodenum). So bezeichnen Medizinerinnen und Mediziner den ersten Abschnitt des Dünndarms direkt nach dem Magenausgang. Er ist etwa 25 bis 30 cm lang – was etwa zwölf Fingerbreiten entspricht, daher der Name – und verläuft um den Kopf der Bauchspeicheldrüse (med. Pankreas) herum. Der Zwölffingerdarm spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung: Hier wird der Nahrungsbrei aus dem Magen mit Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse und der Leber (Galle) versetzt, um die Verdauung von Eiweißen (Proteinen), Fetten und Kohlenhydraten im Dünndarm vorzubereiten.

Durch seine unmittelbare Nähe zum Magen, zur Bauchspeicheldrüse und zu den Gallenwegen können sich Entzündungen in diesen Organen in den Zwölffingerdarm ausbreiten. Dann kann sich auch hier die Schleimhaut nicht mehr vor der aggressiven Magensäure schützen und es können offene Wunden oder Geschwüre (med. Ulkus) entstehen. Du hast dann Oberbauchschmerzen, auch wenn du noch gar nichts gegessen hast, dir ist oft übel und manchmal musst du dich übergeben. Solche Beschwerden solltest du immer von einer Ärztin oder einem Arzt abklären lassen.

Mehr zur Duodenitis

Am häufigsten wird eine Entzündung des Zwölffingerdarms durch folgende Ursachen ausgelöst:

  • Infektion mit Helicobacter pylori (siehe Magenschleimhautentzündung)
  • Langfristiger Gebrauch von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Rückfluss (med. Reflux) von Magensäure in den Zwölffingerdarm

In seltenen Fällen können auch bestimmte Parasiten, sogenannte Giardien, aus kontaminiertem Oberflächen-wasser zu einer Entzündung des Zwölffingerdarms führen.9 Ärztlich behandelt wird eine Duodenitis auf ähnliche Weise wie eine Magenschleimhautentzündung:

  • Bekämpfung der Helicobacter pylori-Infektion mit Antibiotika
  • Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen (v.a. Protonenpumpenblocker)
  • Medikamente, die Magensäure binden und neutralisieren (Antazida)
  • Absetzen oder Austauschen der Arzneimittel, die zu der Duodenitis geführt haben
  • Verzicht auf Alkohol- und Tabakkonsum
  • Verzicht auf scharfe, säurehaltige und sehr fettreiche Lebensmittel

Eine Operation ist bei einer Entzündung des Zwölffingerdarms nur in sehr seltenen Fällen notwendig. 

Bauchschmerzen

Ursachen

Bauchschmerzen entstehen in einer Region, die zu den komplexesten Zonen deines Körpers gehört. Entsprechend vielfältig sind die Ursachen, die Bauchschmerzen haben können. Umso wichtiger, sie gleich richtig einordnen zu können. Wie dir dabei das Spiel „Tic Tac Toe“ helfen kann und worauf du noch achten solltest, beleuchtet dieses Kapitel.

Akute und chronische Leberentzündung (med. Hepatitis)10, 11, 12, 13

Bei einer Hepatitis erkrankt das wichtigste Entgiftungsorgan deines Körper. Es befindet sich im oberen rechten Teil des Bauchraums unterhalb des Zwerchfells und reicht bis in den linken Oberbauch hinein. Eine gesunde Leber hat bei einem Erwachsenen etwa eine Länge von 15–18 cm, eine Breite von 20–22 cm und wiegt bei Frauen etwa 1–1,2 kg und bei Männern etwa 1,2–1,5 kg. Umgeben ist sie von der Leberkapsel, einer derben, bindegewebigen Außenhülle. Bei einer Leberentzündung (med. Hepatitis) kann sich das Organ anschwellen und von innen gegen diese Hülle drücken. Dies kann starke Schmerzen im rechten Oberbauch verursachen.

Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen einer akuten Leberentzündung, die nach etwa vier Wochen abklingt (es kann aber auch länger dauern) und einer chronischen Leberentzündung, die länger als sechs Monate besteht. Am häufigsten wird eine Hepatitis durch Viren ausgelöst, von denen weltweit bislang fünf bekannt sind:

  • Hepatitis-A-Viren (HAV)
  • Hepatitis-B-Viren (HBV)
  • Hepatitis-C-Viren (HCV)
  • Hepatitis-D-Viren (HDV)
  • Hepatitis-E-Viren (HEV)

Eine Leberentzündung kann aber auch durch das Epstein-Barr-Virus verursacht werden (mehr zu diesem Virus erfährst du in unserem Ratgeber zum Thema Herpes). Darüber hinaus können übermäßiger Alkoholkonsum, bestimmte Medikamente und Autoimmunerkrankungen eine Leberentzündung hervorrufen. Die häufigste Ursache ist eine Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus. Auf Platz zwei landet das Hepatitis-B-Virus. Je nach Virus können zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit Wochen oder Monate vergehen (Inkubationszeit). Die Übertragung von Hepatitis-Viren kann auf vielfältige Weisen erfolgen.

Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht in den folgenden Situationen:

  • Wenn medizinisches Personal, häufig mit infizierten Ausscheidungen von Patienten in Kontakt kommt.
  • Beim Stechen von Ohrlöchern, Piercings oder Tattoos unter unsterilen Bedingungen.
  • Wenn Drogenabhängige verunreinigtes Spritzbesteck gemeinsam benutzen.
  • Bei Reisen in Länder mit schlechten hygienischen Bedingungen.
  • Wenn Frauen, die während der Schwangerschaft mit Hepatitis B oder C infiziert sind, ein Kind zur Welt bringen.
  • Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Sexualpartnern.
  • Wenn ein Dialysegerät, das zuvor bei einem Hepatitis-Patienten eingesetzt wurde, nicht ausreichend gereinigt wurde.
  • Durch kontaminierte Blutprodukte bei einer Transfusion (in Deutschland inzwischen sehr selten).

Es ist wichtig, sich dieser Risiken bewusst zu sein und passende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden. Das Tückische: Je nach Art und Ursache der Hepatitis können Symptome erst sehr spät im Krankheitsverlauf auftreten. Dies birgt die Gefahr, dass die Erkrankung lange unbemerkt fortschreitet und erhöht das Risiko für Komplikationen und Folgeerkrankungen (z. B. Leberzirrhose). Bei einer Leberentzündung durch das Hepatitis-C-Virus z.B. sind etwa zwei Drittel der Betroffenen lange Zeit beschwerdefrei. Umso wichtiger ist es, dass du umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchst, wenn du längere Zeit mehrere der folgenden Beschwerden hast:

  • Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Druckempfindliche Leber
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Fieber
  • Gelbsucht (die Haut und die Augäpfel färben sich gelb)
  • Bei Rauchern: plötzliche Abneigung gegen Tabakkonsum
  • Dunkler Urin und/oder blasser Stuhl
  • Juckender Hautausschlag
  • Gelenkbeschwerden

Charakteristisch für eine akute Leberentzündung (med. Hepatitis) ist, dass die Beschwerden plötzlich beginnen. Nicht alle gerade genannten Symptome müssen bei dir auftreten. Wenn dir jedoch einige davon bekannt vorkommen, solltest du auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Behandlung und der Verlauf der Erkrankung hängen davon ab, mit welchem Hepatitis-Virus du dich infiziert hast:

Hepatitis A

Eine spezifische Therapie gegen diese Leberentzündung existiert nicht, sie heilt in den meisten Fällen jedoch von selbst aus. Dafür braucht dein Körper vor allem viel Ruhe. Achte darauf, dass du genug trinkst, am besten Wasser, um den Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen, Durchfall und/oder Fieber auszugleichen. Ernähre dich ausgewogen und verzichte auf fettige sowie stark gewürzte Speisen, um die Leber zu entlasten. Wichtig ist, dass du keinen Alkohol zu dir nimmst, zumindest so lange, bis sich deine Leberwerte wieder normalisiert haben. Gegen die Schmerzen und die Übelkeit kannst du rezeptfreie oder rezeptpflichtige Medikamente einnehmen. Besprich das aber vorher unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, da bestimmte Wirkstoffe eine entzündete Leber zusätzlich belasten können. Ob und wie schnell sich die Leber erholt, sollte ebenfalls ärztlich überwacht werden, um mögliche Komplikationen, wie z.B. ein Leberversagen, frühzeitig zu erkennen. Dann kann eine stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig werden.

Hepatitis B und D

Diese beiden Formen werden hier zusammen beschrieben, da das Hepatitis-D-Virus nur gemeinsam mit dem Hepatitis-B-Virus eine Leberentzündung auslösen kann. Eine solche Simultan- oder Superinfektion führt dann jedoch in 70-90 % der Fälle zu schweren chronischen Verläufen. Hast du dich lediglich mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert, kommt es deutlich seltener (etwa 10 % der Fälle) zu einer Chronifizierung. Auch ein sehr schwerer Verlauf, eine sogenannte fulminante Hepatitis, entwickelt sich bei einer Hepatitis B nur sehr selten (etwa 0,5 bis 1 % der Fälle). Neben den typischen Schmerzen im rechten Oberbauch können Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Fieber auftreten. Etwa nach 3–10 Tagen färbt sich der Urin dunkel und Bilirubin lagert sich im Gewebe ein, die sogenannte Geldsucht (med. Ikterus). Diese erreicht nach etwa 1–2 Wochen ihren Höhepunkt und lässt dann innerhalb von etwa 2–4 Wochen nach. In etwa 90 % der Fällte heilt eine Hepatitis B vollständig und von selbst aus. Wichtig dafür sind vor allem Bettruhe, der vollständige Verzicht auf Alkohol und eine kohlenhydratreiche, aber fettarme Ernährung. Hast du sehr starke Beschwerden, kann dir deine Ärztin oder dein Arzt dagegen Medikamente verordnen, z.B. ein Mittel gegen die Schmerzen oder die Übelkeit (siehe Hepatitis A). Bei schweren Verläufen und Komplikationen (z.B. Beeinträchtigung der Leberfunktion) kann eine antivirale medikamentöse Therapie angezeigt sein.

Hepatitis C

Eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus löst bei etwa 75 von 100 Betroffenen überhaupt keine Beschwerden aus. Die restlichen 25 % entwickeln grippeähnliche und/oder milde Hepatitis-Symptome (z.B. Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Gelbsucht). Das Problem: Bloß etwa 15-40 % aller Hepatitis-C-Fälle heilen von selbst aus. Demzufolge werden etwa 60-85 % der Fälle chronisch. Eine chronische Hepatitis kann jedoch langfristig zu einer Leberzirrhose führen und erhöht das Leberkrebs-Risiko um etwa das Hundertfache. Daher wird deine Ärztin oder dein Arzt bei einer Hepatitis C immer eine antivirale Therapie empfehlen. Auch deswegen, weil sich die Weltgesundheits­organisation WHO und die Bundesregierung vorgenommen haben, Hepatitis B und C bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Zur Verfügung stehen mittlerweile mehrere antivirale Wirkstoffe, u.a. Glecaprevir, Pibrentasvir, Velpatasvir, Sofosbuvir und Voxilaprevir. Die Behandlung dauert in der Regel 8–12 Wochen. Die Heilungsquote liegt bei etwa 95 %. Unerwünschte Nebenwirkungen treten bei allen Wirkstoffen nur selten auf.

Hepatitis E

Auch eine Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus löst in den meisten Fällen keine oder nur sehr milde Symptome aus. Hierzulande kann vor allem der Verzehr von unzureichend gegartem Schweine- oder Wildfleisch oder daraus hergestellten Produkten zu einer Infektion führen. Auch Muscheln können im Wasser vorkommende Hepatitis-E-Viren (HEV) enthalten. Einige HEV-Infektionen können auch im Ausland stattfinden. Das gilt insbesondere bei Aufenthalten in Afrika, Asien, Nordindien oder Bangladesch. Neben den charakteristischen Symptomen einer Leberentzündung können sich bei einer Hepatitis-E auch neurologische Beschwerden entwickeln, z.B. starke Schulterschmerzen, Lähmung der Schultermuskeln oder eine Gehirnentzündung (med. Enzephalitis). Wenn die Leber bereits vorgeschädigt ist, z.B. durch Alkoholmissbrauch oder eine andere Hepatitis-Infektion, besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich nach einer HEV-Infektion eine fulminante, also eine (sehr) schwer verlaufende Leberentzündung entwickelt. Dieses erhöhte Risiko besteht auch bei Betroffenen, die schwanger sind. Daher wird deine Ärztin oder dein Arzt auch bei einer Hepatitis E i.d.R. eine antivirale Therapie empfehlen.

Dass eine Leberentzündung (sehr) schwer verläuft, sich also, wie Ärztinnen und Ärzte sagen, zu einer fulminanten Hepatitis auswächst, kommt insgesamt nur selten vor. Am häufigsten ist dies bei einer Hepatitis B der Fall. Menschen mit geschwächtem Immunsystem und schwangere Frauen (bei Hepatitis E) haben ein erhöhtes Risiko. Eine fulminante Hepatitis stellt eine schwerwiegende Erkrankung dar, die auf jeden Fall im Krankenhaus stationär behandelt und überwacht werden sollte.

Gallenblasensteine (med. Cholezystolithiasis) und Gallengangsteine (med. Choledocholithiasis)16

Die Gallenblase ist ein etwa 7–10 cm langes, birnenförmiges Organ unterhalb der Leber. Sie hat ein Fassungsvermögen von 30–50 Millilitern und befindet sich auf der rechten Seite des Oberbauchs. Sie ist eng mit den Gallengängen verbunden, die die Gallenflüssigkeit von der Leber zur Gallenblase und weiter zum Dünndarm transportieren. Die Gallenflüssigkeit wird vor allem für die Verdauung von Fetten benötigt. Transportiert wird sie hauptsächlich durch zwei Hauptgallengänge:

  • den gemeinsamen Leber-Gallen-Gang (med. Ductus hepaticus communis)
  • den Gallengang (med. Ductus choledochus)

Bestandteile der Gallenflüssigkeit (u.a. Cholesterin, Bilirubin, Kalziumsalze) können in der Gallenblase zunächst eine schlammartige Substanz (engl. Sludge) bilden, die sich dann dort ansammelt. Doch bei vielen Betroffenen verursacht dieser Gallenblasen-Schlamm keinerlei Beschwerden. Aus ihm können sich aber im weiteren Verlauf auskristallisierte Gallensteine entwickeln, die den Abfluss der Galle sowohl in der Gallenblase als auch in den Gallengängen behindern oder sogar vollständig blockieren können. In den allermeisten Fällen (etwa 80 %) bestehen Gallensteine hierzulande vollständig aus Cholesterin. Bei den verbleibenden Steinen (etwa 20 %) lagert sich um einen Kern aus Cholesterin gelb-bräunliches Bilirubin an.

Mehr zu Gallensteinen

Frauen haben häufiger Gallensteine als Männer. Eine Hormontherapie bei starken Wechseljahrsbeschwerden kann bei Frauen das Gallenstein-Risiko zusätzlich erhöhen.17 Darüber hinaus nimmt es bei beiden Geschlechtern durch folgende Faktoren zu:18

  • Bewegungsmangel (körperliche Inaktivität)
  • Kalorienreiche und ballaststoffarme Ernährung
  • Starkes Übergewicht (Adipositas)
  • Erkrankungen wie Gallenblasenfunktionsstörungen, Kurzdarm-Syndrom, Leberzirrhose und Diabetes
  • Alter (ab 40 Jahren häufiger)
  • Familiäre Vorbelastung
  • Starker Gewichtsverlust in kürzester Zeit

Menschen, die es mithilfe einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Sport schaffen, ein gesundes Körpergewicht zu halten, entwickeln dagegen seltener Gallensteine. Medikamente, die den Cholesterinspiegel senken können, sogenannte Statine, können ebenfalls etwas vor Gallensteinen schützen.19

In vielen Fällen verursachen Gallensteine lange Zeit keinerlei Beschwerden. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von „asymptomatischen Steinträgern“. Rund 1400 von ihnen wurden im Rahmen einer Studie bis zu 25 Jahre lang beobachtet. Es zeigte sich, dass 60–80 % von ihnen in diesem Zeitraum beschwerdefrei blieben.20 Daher müssen Gallensteine, die keine Symptome verursachen, nicht in jedem Fall behandelt werden. Abwarten ist dann oft die bessere Strategie.21

Erreichen Gallensteine jedoch eine gewisse Größe und/oder verändern sie ihre Position in der Gallenblase und/oder in den Gallengängen, können sie (sehr) starke Beschwerden verursachen. Kann die Galle nicht mehr frei fließen, können sich Gallenblase und Gallengänge verkrampfen (med. Gallenkolik). Im weiteren Verlauf kann es zu einer Gallenblasenentzündung (med. Cholezystitis) oder einer Gallengangentzündung (med. Cholangitis) kommen. Auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (med. Pankreatitis) kann Folge von Gallensteinen sein (mehr dazu erfährst du, indem du das nächste Krankheitsbild aufklappst). Studien zeigen außerdem, dass große Gallensteine (1,5 bis 3 cm) das Risiko für Gallenblasen-Krebs erhöhen können.22   

Typische Beschwerden, die durch Gallensteine beziehungsweise durch ihre Folgen (z.B. Gallenkolik, Gallenblasenentzündung, Gallengangentzündung) ausgelöst werden, sind:

  • Schmerzattacken im rechten Oberbauch, die oft länger als 15 Minuten anhalten und in den Rücken sowie in die rechte Schulter ausstrahlen können.
  • Übelkeit, Erbrechen (selten)
  • Dyspepsie (siehe oben)
  • Fieber
  • Schüttelfrost

Überwiegend beginnen die Symptome am späten Abend und in der Nacht. Häufig werden die Schmerzen so stark, dass die Betroffenen dagegen Schmerzmittel einnehmen müssen.23, 24 Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du so bald wie möglich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Der Vorteil bei Gallensteinen: Sie können in vielen Fällen bei einer endoskopisch-retrograden Cholangiographie (ERC) genauer diagnostiziert und gleich vor Ort entfernt werden. Dafür wird ein Endoskop durch den Mund eingeführt und Kontrastmittel in die Gallenwege gegeben.

Zeigt sich bei der ärztlichen Untersuchung, dass die Gallenblase voll funktionsfähig ist, können Gallensteine auch mit dem Wirkstoff Ursodeoxycholsäure aufgelöst werden (med. Litholyse). Allerdings kehren sie dann bei nicht wenigen Patientinnen und Patienten innerhalb von einigen Monaten wieder zurück. Auch bei der extrakorporalen Stoßwellen-Lithotripsie (ESWL) gibt es Hinweise auf ein hohes Rezidivrisiko, weshalb das Verfahren heute kaum noch angewendet wird.25 Im Einzelfall (z.B. bei hohem Operationsrisiko) kann dieses Verfahren jedoch in Erwägung gezogen werden.

Bei einer akuten Gallenkolik setzt sich die Behandlung daher in der Regel aus folgenden Bausteinen zusammen: Du bekommst Medikamente gegen die Schmerzen, z.B. Diclofenac, und gegen deine Bauchkrämpfe (med. Spasmolytika). Zusätzlich hilft es, eine Zeitlang auf Essen zu verzichten (med. Nahrungskarenz). In einer Operation kann dann entweder die Gallenblase (meist minimal-invasiv) entfernt werden oder – bei funktionstüchtiger Gallenblase und Steinen ausschließlich in den Gallengängen – die größte Engstelle im Hauptgallengang, die sogenannte Vatersche Papille, im Rahmen einer ERC chirurgisch erweitert werden, damit die Gallensteine „abgehen“ und die Gallenflüssigkeit wieder abfließen kann (med. endoskopische Papillotomie). 1–3 Tage nach dem Eingriff kannst du die Klinik im Allgemeinen wieder verlassen.

Bauchmitte

Schmerzen in der Bauchmitte

Vor allem ein sogenannter Nabelbruch, Nierensteine oder eine Nierenbeckenentzündung können in dieser Zone Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe (Koliken) auslösen. Aber gerade Probleme an oder in den Nieren machen sich häufig erst spät bemerkbar. Wie du vorsorgen kannst? Auch das erklären wir dir in diesem Kapitel.

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (med. Pankreatitis)26

Blockieren Gallensteine den Hauptgallengang (siehe „Gallensteine“), fließen Verdauungsenzyme, die eigentlich in den Zwölffingerdarm gelangen sollen, zurück in den sogenannten Pankreas-Gang. Dadurch kann die Bauchspeicheldrüse geschädigt werden und es kann sich ebenfalls eine Entzündung entwickeln (med. Pankreatitis). Gallensteine und Gallenwegserkrankungen sind die häufigste Ursache für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Etwa 40 % der Fälle lassen sich darauf zurückführen.  

Mehr zur Pankreatitis

Die Bauchspeicheldrüse (med. Pankreas) befindet sich hinter dem Magen, erstreckt sich waagerecht durch den Oberbauch und liegt in der Nähe des Zwölffingerdarms. Sie ist etwa 12–15 cm groß und wiegt ungefähr 70–100 Gramm. Die sogenannten Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse stellen die Hormone Insulin und Glukagon her. Insulin sorgt dafür, dass energiereiche Glukose von den Körperzellen aufgenommen werden kann. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel. Liegt dieser zu niedrig, sorgt Glukagon dafür, dass Glukose aus den Energiespeichern der Leber freigesetzt wird. Darüber hinaus werden in der Bauchspeicheldrüse verschiedene Verdauungsenzyme gebildet, u.a. Amylase und Lipase, die dein Körper benötigt, um Fette, Proteine (Eiweiße) und Kohlenhydrate aufzuspalten.

Bei einer Pankreatitis treten unvermittelt (med. akut) starke Schmerzen im Oberbauch auf, die gürtelförmig bis in den Rücken ausstrahlen können. Außerdem können sich Übelkeit, Erbrechen und Fieber entwickeln. Mit diesen Symptomen solltest du auf jeden Fall zu einer Ärztin oder einem Arzt gehen. Sie oder er wird deine Bauchspeicheldrüse dann per Ultraschall (med. transabdominelle Sonografie) untersuchen und in einem Labor feststellen lassen, ob du erhöhte Lipase- und/oder Amylasewerte im Blut hast, um die Diagnose Pankreatitis zu sichern. Sie tritt in Deutschland etwa 13-43 Mal pro Jahr und 100.000 Einwohner auf. Die zweithäufigste Ursache, nach Erkrankungen in den Gallenwegen, ist Alkoholmissbrauch. Rauchen und ein Typ⁠-⁠2⁠-⁠Diabetes können das Risiko erhöhen, an einer Pankreatitis zu erkranken. Sie kann auch bei zahlreichen Medikamenten als unerwünschte Nebenwirkung auftreten (0,1 bis 2 % aller Pankreatitis-Fälle). Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, die 2- bis 3-mal pro Woche Fisch essen und sich gemüsereich ernähren, seltener an einer Pankreatitis erkranken. Warum das so ist, konnte bislang aber nicht abschließend geklärt werden.27, 28

Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis ) sollte in jedem Fall in einer Klinik behandelt werden. Wichtig ist, dass Kreislauf, Flüssigkeitshaushalt und Nieren kontinuierlich überwacht werden und die Entzündung gezielt behandelt wird. Insbesondere, um zu verhindern, dass Pankreas-Gewebe abstirbt (med. Nekrosen), startet unmittelbar nach der Diagnose eine sogenannte kontrollierte Volumentherapie. Das heißt: Über eine Infusion bekommst du eine Ringer-Laktat-Lösung, die u.a. Natrium, Kalium und Calcium enthält.29 Bei starken Schmerzen erhältst du Schmerzmittel (med. Opioide). Verläuft eine akute Pankreatitis eher mild, ist eine Therapie mit Antibiotika nicht notwendig. Viele Betroffene leiden unter Übelkeit und Erbrechen und werden deshalb in den ersten Tagen künstlich ernährt. Wenn sich die Beschwerden gebessert haben, kann auf fettarme Schonkost umgestellt werden. Alkohol und Nikotin sind nach einer Bauchspeicheldrüsenentzündung strikt zu meiden. Wenn die Entzündung durch Gallensteine verursacht wurde, müssen diese entfernt werden (siehe oben). Generell gilt: Je früher eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse entdeckt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, dass sie ohne weitere Komplikationen ausheilt.

Neben der akuten gibt es eine chronische (anhaltende) Form der Pankreatitis. Sie entwickelt sich allmählich und kann durch wiederkehrende Entzündungsschübe zu einer dauerhaften Schädigung der Bauchspeicheldrüse führen. Auch diese Erkrankung erfordert eine angemessene Behandlung. In den meisten Fällen suchen Patienten mit chronischer Pankreatitis ärztliche Hilfe auf, wenn sich ihre Beschwerden durch einen akuten Entzündungsschub verschlechtern. In solchen Situationen konzentrieren sich die therapeutischen Ansätze auf die Linderung der Beschwerden. Gleichzeitig wird eine Anpassung der Lebensweise dringend empfohlen, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Zwerchfellbruch (med. Hiatushernie)30

Mit zunehmendem Lebensalter kann die Festigkeit des Zwerchfells zwischen Bauch- und Brustraum nachlassen. Übergewicht, chronischer Husten (mehr dazu erfährst du in diesem Ratgeber) und/oder (zu) starkes Pressen bei Verstopfung (med. Obstipation) sowie bei Frauen Schwangerschaft und/oder Geburt können das Risiko zusätzlich erhöhen, dass im Zwerchfell eine Lücke entsteht, durch die dann Teile des Magens in den Brustraum gelangen. Dann sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer Hiatushernie. Schätzungen gehen davon aus, dass hierzulande etwa 10-15 % der Bevölkerung davon betroffen sind. Bei den über 50-Jährigen könnten es sogar mehr als 50 % sein. Allerdings ahnen viele Betroffene vermutlich gar nicht, dass sie eine Lücke im Zwerchfell haben, weil sie keinerlei Beschwerden haben und demzufolge keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mehr zum Zwerchfellbruch

Entwickeln sich bei einer Hiatushernie Symptome, dann ist die Erkrankung häufig schon fortgeschritten und führt vor allem zu Refluxbeschwerden (Sodbrennen). Der typische Refluxschmerz in der Brust kann dann auch in den Oberbauch ausstrahlen. In neun von zehn Fällen handelt es sich um eine axiale Hiatushernie, bei der lediglich der Mageneingang und der obere Teil des Magens durch die Lücke im Zwerchfell in den Brustraum gelangen. Deutlich seltener kann sich neben der Speiseröhre eine Art Sack bilden, wodurch schlimmstenfalls der ganze Magen in den Brustraum rutschen kann, eine sogenannte paraösophale Hiatushernie. Darüber hinaus kommen auch gemischte Formen vor.

Im Vordergrund der Behandlung stehen bei einer Hiatushernie zunächst die Refluxbeschwerden. Deine Ärztin oder dein Arzt wird dir gegebenenfalls empfehlen,

  • dein Übergewicht abzubauen,
  • deinen Kopf nachts etwa 20-25 cm höher zu lagern,
  • etwa 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen und
  • möglichst auf Alkohol, Koffein, Schokolade, Zitrusfrüchte, stark gewürzte Speise sowie auf kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten.

Außerdem wird dir deine Ärztin oder dein Arzt Medikamente verordnen, die deine Magensäure neutralisieren und/oder die Magensäureproduktion drosseln. Diese solltest du in der Regel mindestens acht Wochen lang regelmäßig einnehmen. Lassen deine Beschwerden trotzdem nicht nach, kann die Lücke im Zwerchfell bei einer laparoskopischen Operation wieder geschlossen und der Magen aus dem Brust- in den Bauchraum zurückgeholt werden.31 In einigen Fällen kann es bei einer Hiatushernie zu einer Magenverdrehung (med. Magenvolvulus) kommen, ein medizinischer Notfall, der sofort operiert werden muss.

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Autor
Stephan Hillig

ist Diplom-Psychologe und Content-Manager bei Curalie. Er studierte Psychologie, Psychiatrie und Neurologie und arbeitete danach über zehn Jahre als Medizin-Journalist, Redakteur und Ressortleiter in verschiedenen Verlagen und für unterschiedliche Zeitschriften. Am liebsten schreibt er über Gesundheitsthemen, die zeigen, wie eng und kraftvoll Körper und Psyche miteinander verzahnt sind, sowie Texte, die Menschen dabei unterstützen, gesund zu bleiben oder schnell wieder zu werden.

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Quellen

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Stand: 08.2023